Prinzipiell ist die Physalis ein pflegeleichtes Gewächs und daher eine angenehme Pflanze für Haus und Garten. Mit botanischen Namen „Physalis peruviana“ genannt, findet sich die Pflanze auch in unseren Breiten vermehrt wieder. Wann und wie die Pflanze geschnitten wird, ist in diesem Artikel dargestellt.
So pflegeintensiv ist die Physalis
Die Physalis stammt aus Südamerika und gehört zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Ihre Blätter sind flaumig-weich, ihre Blüten zart und schön anzusehen. Nicht zuletzt ist die Pflanze natürlich wegen ihrer wohlschmeckenden Früchten so beliebt. Diese lassen sich als herrlich fruchtig, leicht säuerlich und trotzdem süß beschreiben. Kurz gesagt: Sie sind köstlich. Auch wenn die Physalis als eine anspruchslose und pflegeleichte Pflanze gilt, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Nur so bleibt die Pflanze gesund und es lässt sich eine gute Ernte verzeichnen. So ist eine regelmäßige Wasserversorgung ebenso wichtig, wie die richtige Gabe von Düngemitteln. Physalis kommen nur kurz mit Trockenheit zurecht und gehören hinsichtlich ihres Nährstoffverbrauchs zu den mittleren Zehrern.
Physalis schneiden – dann ist es nötig
Wird die Physalis, auch Andenbeere oder Kapstachelbeere genannt, nur einjährig angebaut, müssen sie nicht geschnitten werden. Würde man hier die Gartenschere ansetzen, könnte die Ausbildung der Blüten und Früchte darunter leiden. Allerdings ist es manchmal sinnvoll, die seitlichen Triebe etwas auszugeizen, damit die Pflanze gut wachsen kann. Ist es das Ziel, die Kapstachelbeere mehrjährig anzubauen, ist ein Rückschnitt vor dem Umzug in das Winterquartier notwendig.
Hier wird die Pflanze etwa bis zur Hälfte zurückgeschnitten. Damit werden die Blütenbildung und das Wachstum im nächsten Frühjahr angeregt und das Überwintern erleichtern. Zudem sind die Pflanzen oftmals einfach zu groß, um sie gut im Haus überwintern zu können. Auch hier verschafft ein Rückschnitt Abhilfe, die Pflanze wird dann in der Höhe circa um ein Drittel reduziert.
Physalis auslichten – so geht es

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört es, die Physalis regelmäßig auszulichten. Dabei werden alle „störenden“ Triebe entfernt, das sind zum Beispiel solche, die zu dicht aneinander wachsen, sich überkreuzen oder keine Blüten und Früchte mehr tragen. So erhalten die anderen Triebe mehr Licht und Luft. Auch das Risiko von Schädlingen und Krankheiten wird so reduziert. Wichtig ist, bei dem Rückschnitt nur saubere Scheren und Messer zu verwenden, diese werden am besten vorher desinfiziert.
Der Zeitpunkt des Rückschnitts ist nicht von Bedeutung, es kann das ganze Jahr über zurückgeschnitten werden, auch während der Überwinterung. Wichtig ist, wirklich regelmäßig die Gartenschere anzusetzen, da dies schonender für die Pflanze ist. Steht die Physalis im Winter warm, aber zu dunkel, bilden sich sogenannte Geiltriebe. Das sind Triebe, die nach Licht streben, sich dabei jedoch zu schwach ausbilden. Erkennen lassen sich die Triebe an ihrer blassen Farbe und daran, dass sich kaum Blätter ausbilden. Treten diese auf, muss ein Wechsel des Standorts vorgenommen werden. Wichtig ist vor allem, eine ausreichende Lichtversorgung.
Expertentipp
Statt die ganze Pflanze zu schneiden, können auch nur Stecklinge geschnitten und dann bewurzelt werden. Dadurch lässt sich die Physalis vermehren, die kräftigen Jungpflanzen tragen auch noch deutlich mehr Früchte, als frisch gesäte Physalis.
Häufig gestellte Fragen
Wie pflege ich eine Physalis?
Die aus Südamerika stammende Physalis braucht vor allem viel Wärme und Licht. An einem vollsonnigen und geschützten Standort gedeiht sie besonders gut. Der Boden sollte locker und durchlässig sein.
Ist die Physalis winterhart?
Bei der Physalis handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die auch bei uns überwintern kann. Häufig werden sie aber nur als einjährige Pflanze kultiviert.
Wie alt wird eine Physalis?
Eine Physalis kann bei richtiger Pflege problemlos zwischen acht und zehn Jahre alt werden.
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