Platanen sind für ihren üppigen Wuchs bekannt. Steht der Baum in Ihrem Garten, kommen Sie nicht umhin ihn regelmäßig zurückzuschneiden. Glücklicherweise kommt die Platane auch mit umfangreichen Schnitten bestens zurecht. Ihre hervorragende Schnittverträglichkeit hat dazu geführt, dass sie immer häufiger zur Dachplatane gestutzt wird.
Wissenswertes
Bei der Ahornblättrigen Platane, die auch als Gemeine Platane bekannt ist, handelt es sich um einen sommergrünen und winterharten Laubbaum. Die Blätter des Baumes ähneln dem Ahornlaub so sehr, dass die Platane nicht selten mit dem Ahorn verwechselt wird. Tatsächlich ist die Ahornblättrige Platane, die zur Familie der Platanengewächse zählt, jedoch eine Hybridform, die im 17. Jahrhundert aus der Amerikanischen Platane und der Morgenländischen Platane entstanden ist. Was auch der Grund dafür ist, dass der schöne Baum oft unschmeichelhaft als Bastard-Platane bezeichnet wird.
Platanen können ein sehr hohes Alter von bis zu 300 Jahren erreichen. Der Baum kann bis zu 30 Meter hoch werden. Die Krone der Platane erreicht dabei eine Breite von bis zu 25 Metern. Die fünflappigen und bis zu 25 Zentimeter großen Blätter des Baumes stehen wechselständig an rund zehn Zentimeter langen Stielen. Im Herbst zeigt sich das Laub der Platane in warmen Gelb- und Orangetönen.
Ab November entwickeln sich aus den weiblichen Blüten der Platane kugelrunde Sammelfrüchte mit einem Durchmesser von etwa drei Zentimetern. In den darauf sitzenden Nüsschen, die gut an ihrer zylindrischen Form zu erkennen sind, verbergen sich die Samen. Wenn die Früchte des Baumes in der kalten Jahreszeit brüchig werden und auseinanderfallen, werden die Samen nicht nur durch Wind und Regenwasser, sondern auch durch Vögel verbreitet.
Wer schnell allergisch reagiert, sollte wissen, dass die feinen Härchen, die sich von den Blättern und Früchten der Platane ablösen, zum sogenannten Platanenhusten, einer Art von Heuschnupfen, führen können.
Platane richtig schneiden – so geht’s

Wer sich eine „grüne Laube“ in seinem Garten wünscht, kann die Platane so schneiden, dass sich die Baumkrone durch das Kappen des Leittriebes zu einem schirmähnlichen, flachen Dach formt. Um nichts verkehrt zu machen, empfiehlt es sich, einen bereits vorgeformten Baum aus einer Baumschule zu erwerben. Der Erhaltungsschnitt ist für den Laien deutlich einfacher als der Formschnitt.
Um die interessante Dachform der Platane zu erhalten, sollte der Baum in den Monaten Oktober bis Februar geschnitten werden. Zu beachten ist dabei, dass der Schnitt nur an frostfreien und trockenen Tagen erfolgen darf. Entfernt werden sowohl die Seitentriebe, die sich am Stamm entwickelt haben, als auch die Jungtriebe des Baumes. Um einen optimalen Kronenaufbau zu erreichen, sollten die Haupttriebe des Baumes keinesfalls geschnitten werden.
Mögen Sie Platanen, deren Krone die Form eines Schirmes aufweist, eher nicht und möchten den Baum in seiner natürlichen Form belassen, sollten Sie, ebenfalls zwischen Oktober und Februar, einen Auslichtungsschnitt durchführen. Achten Sie auch hier darauf den Schnitt stets an trockenen und frostfreien Tagen durchzuführen.
Das Laub der Platane ist behaart. Beim Schnitt lösen sich feine Härchen, die beim Einatmen zu allergischen Reaktionen führen können. Schützen Sie sich mit einer Atemschutzmaske.
Expertentipp
Achten Sie auf Krankheiten und Schädlingsbefall. Zwar gilt die Ahornblättrige Platane als robust und widerstandsfähig, sie ist jedoch nicht gegen alle Krankheiten resistent. So kann es zu Infektionen mit dem Pilz Apignomonia veneta kommen, der zum Absterben von Jungtrieben führt.
Um eine weitere mögliche Pilzinfektion handelt es sich bei der Massariakrankheit, die gleich ganze Äste absterben und abbrechen lässt. Die Massariakrankheit lässt sich an einer Braunfärbung der Rinde ausmachen. Der Pilz kann nicht bekämpft werden. Weiterhin leiden Platanen gelegentlich an Blattbräune und Baumkrebs. Geben Sie befallenes Laub und Holz nicht in den Kompost, sondern entsorgen Sie es mit dem Hausmüll.
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