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Unkraut, Moos & Schimmel

Portulak – Pflanz-Ratgeber

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Portulak - Pflanz-Ratgeber

Bei Portulak (Portulaca oleracea) handelt es sich um eine Pflanzenart, die zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) und zur Familie der Portulakgewächse (Portulacaceae) gehört. Weitere Bezeichnungen für die einjährige Gemüse- und Würzpflanze sind Gemüse-, Echter und Sommer-Portulak. Er ist weltweit in den gemäßigten Regionen verbreitet und stammt ursprünglich aus Südeuropa, Nordafrika und Vorderasien. In diesem Beitrag erhalten Sie wissenswerte Informationen zur Pflanzung des leckeren Gemüses.

Wissenswertes

Wissenswertes


Portulak ist ein Wildgemüse, das auch in heimischen Gärten wild wächst und von einigen Hobbygärtnern als Unkraut angesehen wird. Dabei hat das Gemüse mit den fleischigen und saftigen Blättern, das sich schnell vermehrt, viel zu bieten.

Vor allem die kleinen Blätter haben ein mildes, nussiges und frisches Aroma, das Salaten, grünen Smoothies und Kräuterquarks das gewisse Etwas verleiht. Portulak kann darüber hinaus gedünstet werden und sorgt in verschiedenen Gerichten für eine feine Würze.

Er verwöhnt nicht nur den Gaumen, sondern enthält zudem viele gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren. Lange Zeit wurde Portulak als Heilkraut gegen Sodbrennen und Parodontose eingesetzt. Heute wird er in vielen regionalen Gerichten sowie in der indischen und griechischen Küche verwendet.

Aussaat und Pflanzung

Aussaat und Pflanzung
Portulak gibt es ausschließlich als Saatgut zu kaufen. Sommer-Portulak benötigt warme, sonnige Standorte sowie lockeres, durchlässiges und sandiges Substrat, in dem sich keine Nässe staut.

Portulak kann breitwürfig oder in Reihen in einem Abstand von 20 Zentimetern ausgesät werden. Das Wildgemüse wird nach den Eisheiligen und in warmen Regionen bis Mitte September ausgesät. Man kann ihn in mehreren Etappen im Abstand von jeweils zwei Wochen aussäen, um den Genuss die ganze Saison hindurch zu sichern.

Portulak gehört zu den Lichtkeimern. Das Saatgut darf aus diesem Grund nur leicht mit Erde bedeckt werden. Die Keimdauer beträgt 5 bis 10 Tage. Jungpflanzen sollten ab einer gewissen Größe im Zweikeimblattstadium auf einen Abstand von 15 bis 20 Zentimetern vereinzelt werden, da die sukkulenten Pflanzen mit den rötlichen Stielen und grün-gelblichen Blättern schnell wachsen und bis zu 30 Zentimeter hoch werden.

Eine Vorkultur von Portulak ist ebenfalls möglich, jedoch wenig sinnvoll, da das Gemüse auch bei direkter Aussaat sehr schnell wächst. Wer Sommer-Portulak dennoch vorziehen möchte, sollte für Temperaturen von mindestens 18 Grad Celsius sorgen. Ideale Temperaturen zum Keimen liegen bei 25 bis 30 Grad Celsius.

Pflegemaßnahmen

Pflegemaßnahmen
Vor der Aussaat sollte das Erdreich mit Kompost oder Gründünger für eine organische Langzeitdüngung aufbereitet werden. Nach der Aussaat ist keine weitere Düngergabe notwendig. Portulak sollte nicht übermäßig gegossen werden. Wassergaben sind lediglich an heißen und trockenen Tagen erforderlich.

Sommer-Portulak ist eine gute Begleiterpflanze. Sie liefert benachbarten Gewächsen Feuchtigkeit und Nährstoffe. Er macht sich beispielsweise ausgezeichnet in der Nachbarschaft von Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes), Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) und Erdbeeren (Fragaria).

Selbstaussaat

Sommer-Portulak entwickelt Knospen und gelbe Blüten, die sich selbst bestäuben. Die Knospen können als Ersatz für Kapern verwendet werden. Aus den Blüten bilden sich Früchte mit vielsamigen Kapseln. Eine einzige Pflanze kann weit über 100.000 Samen entwickeln. Als Lichtkeimer werden aus reifem Saatgut bei Temperaturen um 25 Grad Celsius schnell junge Pflanzen.

Expertentipp

Winterportulak (Claytonia perfoliata) ist frostfest und kann bereits im zeitigen Frühjahr geerntet werden. Sommer- und Winterportulak ähneln sich nicht und gehören zu unterschiedlichen Pflanzenfamilien an. Winter-Portulak ist unter anderem als Gewöhnliches Tellerkraut bekannt und wird ebenfalls als Wildgemüse kultiviert. Es gehört zur Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae) und ist als Neophyt von den Küstenregionen Nordamerikas in unsere Breiten gelangt.

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