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Schädlinge

Raupen auf Pfaffenhütchen effektiv bekämpfen

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Raupen auf Pfaffenhütchen effektiv bekämpfen

Das Pfaffenhütchen ist in ganz Europa verbreitet und kaum ein anderer heimischer Strauch ist so häufig vertreten. Der Strauch zeichnet sich durch seine attraktive und auffallende Laubfärbung und seinen farbenfrohen Früchten aus. In der Regel werden Pfaffenhütchen drei bis vier Meter hoch und bilden mit ihrem dichtfilzigem Wurzelwerk unzählige Ausläufer, welche sich ein Wettrennen dem Licht entgegen liefern.

Das zähe Holz des Strauches fand vor Jahrzehnten Anwendung bei Orgelpfeifen, Schuhnägeln und Spindeln, was ihm den Beinamen des gewöhnlichen Spindelstrauchs brachte. Das Pfaffenhütchen ist ein perfektes Beispiel dafür wie harmonisch die heimische Natur funktioniert. Bis zu 24 verschiedenen Vogelarten wie die Kohlmeise, Rotkehlchen und Kleiber fressen die Früchte, 10 weitere Säugetierarten verzehren sowohl die Früchte, Triebe und Blätter. Auf und von dem Strauch leben zudem insgesamt 21 Insektenarten. Besonders häufig sind die Gespinstmotte und der Pfaffenhütchen-Harlekin Gäste des Pfaffenhütchens. Bei einem Befall ist oft der gesamte Strauch leer gefressen. Doch das gibt keinen Grund zur Sorge – das Pfaffenhütchen erholt sich im Laufe des Sommers wieder und treibt neu aus.

Pfaffenhütchen-Gespinstmotte

Pfaffenhütchen-Gespinstmotte


Entdeckt man eine blasse hellgelbe bis hellgrüne Raupe auf dem Pfaffenhütchen handelt es sich um die Raupe der Gespinstmotte. Die Raupe überwintert in Eiern an den Zweigen des Pfaffenhütchens und bahnt sich im Mai ihren Weg durch die Pflanze. Im Zeitraum von Mai bis Juni leben die Raupen zusammen auf einem Strauch und überziehen diesen mit einem feinen Gespinst. Je nach Stärke des Befalls können gesamte Büsche überzogen werden. Sie fressen die Rinde der Zweige. In der Zeit von Juni bis Juli verpuppen sie sich und nach 10 bis 20 Tagen schlüpfen sie als weiß-braune Motten. Sie entfernen sich von ihrem Geburtsstrauch in der Regel nicht weiter als 100m.

Pfaffenhütchen-Harlekin

Pfaffenhütchen-Harlekin
Während die Raupe der Gespinstmotte länglich und fast farblos ist, ist die Raupe des Pfaffenhütchen-Harlekin kurz und dick. Sie ist meist in einem dunklen grün gefärbt, es gibt aber auch kaminrote Varianten. Sie lassen sich leicht an den weißen Flecken am Rücken zwischen dem fünften und siebenten Segment, und den dunkleren verbundenen Flecken auf den Seiten der Segmente fünf und sechs identifizieren. Nachdem die Raupen in lose gesponnenen Kokons am Boden oder zwischen Blättern überwinterten, beginnen sie ihr Festmahl an den Blättern des Pfaffenhütchen, sobald sie geschlüpft sind. Diese Falter bilden unter guten Bedingungen zwei Generationen aus und fliegen von März bis Juli und von Mitte Juli bis Mitte September. Die cremeweißen Falter mit den dunkelbraunen Schwingen an den Flügeln legen ihre Eier in die Zweige oder Blätter der Pflanze ab, woraufhin diese nach etwa fünf Tagen schlüpfen.

Expertentipp

Grundsätzlich ist eine Bekämpfung der beiden Raupen nicht notwendig, da das Pfaffenhütchen den Befall gut übersteht, auch wenn es vorerst nicht so scheint. Ein Befall kann vorgebeugt werden, indem Eier von den befallenen Ästen vor Beginn des Frühlings abgekratzt werden. Wurde der Zeitpunkt der Prävention übersehen können im Frühling Raupen, Kokons und Gespinste mit einem kräftigen Wasserstrahl entfernt werden.

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Bildquellen:

© pixabay.com/PixelAnarchy
© www.istockphoto.com/KEMSAB

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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