Rosen sind eine der wohl beliebtesten Schnittblumen, um sein Eigenheim oder das eines Liebsten zu verschönern. Wer die Rosenstängel dabei selbst abschneidet, denkt womöglich gar nicht darüber nach, wie man die Pflanze am besten vom restlichen Strauch abtrennt. Dabei gibt es einiges zu beachten, um Rosen auf längere Sicht in Vasen frisch zu halten. Auch gekaufte Rosen können von diesen Tipps profitieren. Deshalb gehen wir in diesem Artikel auf die Art des Rosenschneidens ein und erklären warum dies so wichtig ist.
Die richtige Technik
Wenn Sie Rosen selbst anschneiden, egal ob aus dem eigenen Garten oder gekauft, beachten Sie in jedem Falle, dass es ein schräger Schnitt sein sollte. Dieser sollte in einem Winkel von 45 Grad geschnitten werden und zwei bis vier Zentimeter lang sein. Außerdem sollte er sich etwas oberhalb einer noch nicht geöffneten Knospe befinden, falls sich noch Knospen am Stiel befinden. Mit etwas Übung sollte Ihnen dieser schräge Schnitt gut gelingen. Nehmen Sie hierfür am besten ein scharfes Messer und schnitzen Sie sozusagen das Ende des Rosenstängels auf einer Seite spitz an. Eine Gartenschere ist dafür weniger geeignet, da diese den Stiel eher quetscht als schneidet.
Nachdem die passenden Rosenstängel abgeschnitten wurden, müssen diese sofort ins Wasser gestellt werden. Halten Sie also direkt ein passendes Gefäß bereit. Es lohnt sich auch die untersten Blätter am Stiel zu entfernen. Zumindest die, die sowieso nur im Wasser untertauchen würden, was auch zu einer erhöhten Bakterienbildung führen kann. In Blütennähe sollten Sie jedoch einige Blätter am Stiel belassen.
Im Allgemeinen ist zu bedenken, dass normale Schnittrosen länger halten als Duftrosen. Diese nutzen ihre gesamte Energie, um eben den unvergleichlichen Rosenduft zu produzieren. Egal welche Art von Rose, sie fühlen sich in handwarmem und weicherem Wasser am wohlsten. Zudem ist ausreichend Platz in der Vase wichtig, sollten sie mehrere Stängel oder einen ganzen Strauß haben. Jede einzelne Rose muss ausreichend Wasser und Nährstoffe ziehen können.
Warum ist es so wichtig?

Der schräge Anschnitt des Rosenstiels hilft der Pflanze dabei, benötigte Nährstoffe aus dem Wasser zu ziehen. Die Fläche, mit der die Rose das Wasser aufnehmen kann, ist somit größer als bei einem geraden Schnitt. Die dünnen Rohre innerhalb des Stiels können nur eine bestimmte Menge an Wasser aufnehmen. Werden diese durch falsches Anschneiden eingedrückt, lässt die Rose schnell ihren Kopf hängen. Deshalb ist auch die Verwendung eines scharfen Messers sehr wichtig, da dieses einen sauberen Schnitt ermöglicht.
Die Rosenstängel direkt in Wasser zu stellen, hilft auch dabei, dass sich die Gefäße nicht durch Luft oder Bakterien verschließen. Wer Rosen lange frisch halten möchte, kann den Stiel jeden Tag aufs Neue anschneiden und das alte Wasser gegen frisches, lauwarmes Wasser austauschen. So garantiert man die Langlebigkeit der Rosen. Diese Methode hilft übrigens nicht nur bei Rosen, sondern auch bei die meisten anderen Schnittblumen.
Dass die Rosenpflanze gesund ist, erkennt man an ihren dunkelgrünen Blättern am besten. Diese sollten keine auffälligen Flecken haben und auch der Stiel sollte gesund aussehen. Auf diese Weise können Sie sich versichern, dass die Rose genügend Nährstoffe erhält.
Expertentipp
Eine gute Idee ist es, sich die Rosen auszusuchen, die noch nicht ihre gesamten Blüten geöffnet haben. So können Sie sicher sein, dass diese mit der richtigen Pflege in den nächsten Tagen noch aufgehen werden. Voll blühende Rosen haben ihre Kraft bereits entfaltet und können somit schneller eingehen, selbst mit dem richtigen Anschnitt und der korrekten Pflege.
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