Wer Rosen konservieren möchte, kann dabei zwischen verschiedenen Methoden wählen. Die Entscheidung sollte unter anderem davon abhängig sein, ob ein ganzer Strauß, einzelne Blüten oder Blütenblätter getrocknet werden. Wir zeigen, wie es funktionieren kann.
Konservierung durch Lufttrocknen
Diese Methode funktioniert sowohl mit einzelnen Blumen als auch mit Blüten und Blütenblättern. Die Rosen werden einzeln kopfüber an einem dunklen und trockenen Ort aufgehängt. Sonnenstrahlung ist dringend zu vermeiden, denn sie bleicht die Blüten aus und lässt die Farben verblassen. Das Aufhängen kopfüber ist entscheidend dafür, dass der Blütenkopf nach dem Trocknen nicht seitlich herabhängt. Das Trocknen durch die Luft kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen und ist abhängig von der Temperatur sowie der Luftfeuchtigkeit.
Im Falle von einzelnen Blütenblättern oder Blütenköpfen werden diese auf einem Blech oder einem engmaschigen Gitter ausgelegt. Sie sind in der Regel innerhalb von drei bis vier Tagen vollständig durchgetrocknet. Wichtig ist auch hier das Vermeiden von UV-Licht. Zudem sollte jedes Blatt einzeln liegen.
Schneller geht es im Backofen oder einem Dörrautomaten. Hier müssen die Temperaturen sehr niedrig sein. 35 bis 40 Grad Celsius sind ideal. Beim Konservieren im Ofen sollte ein hölzerner Kochlöffel in die Tür geklemmt werden. Dadurch bleibt der Ofen einen Spalt breit offen und die Feuchtigkeit kann entweichen.
Der Nachteil des Lufttrocknens ist, dass die Farben sich verändern. Zudem werden die Pflanzenteile brüchig. Dennoch halten sie sich für mehrere Monate und in einem verschlossenen Glas sogar für Jahre.
Unser Tipp: Beim Trocknen von ganzen Rosen kann ein Wäschetrockner optimal sein. Um den Stiel wird eine Schnur gewickelt, die mit einer Wäscheklammer an dem Ständer befestigt werden kann.
Trocknen mit Silica-Gel

Eine sehr einfache und schnelle Methode ist die Verwendung von Silica Gel. Hierbei handelt es sich nicht um ein Gel, sondern um ein Granulat, das Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt. Bekannt ist es vor allem in Form von kleinen Päckchen in neuen Schuhen, Taschen oder in Beuteln mit Hundeleckerlies.
In größeren Mengen lässt es sich im Bastelbedarf oder online erwerben. Die Methode eignet sich für ganze Sträuße, einzelne Rosen, Blütenköpfe und -blätter. Benötigt wird lediglich ein ausreichend großes Gefäß und das Silica Gel. Es wird zunächst eine dünne Schicht des Granulats in den Behälter gegeben.
Auf dieser werden die Pflanzenteile ausgebreitet und anschließend vollständig mit Silica Gel bedeckt. Nach etwa ein bis vier Wochen hat das Granulat den Rosen die Feuchtigkeit entzogen und es kann entfernt werden. Wenn ein ganzer Strauß getrocknet wird, kann beispielsweise ein Eimer oder ein größerer Vorratsbehälter zum Einsatz kommen. Die folgenden Schritte unterscheiden sich jedoch nicht von dem Konservieren einzelner Pflanzenteile.
Konservieren durch Glycerin

Immer wieder wird die Konservierung mit Glycerin empfohlen. Dabei finden sich zwei verschiedene Varianten. Die frischen Rosen können mit einer Lösung aus Glycerin und Ethanol ummantelt werden. Dadurch bleibt die Farbe am besten erhalten. Derartig behandelte Blumen haben auch den Namen „ewige Rosen“. Allerdings lässt sich die Methode nur im Labor richtig umsetzen.
Die zweite Variante besteht aus einer Mischung einem Teil Glycerin und zwei Teilen lauwarmem Wasser. Diese Lösung wird in eine Vase gegeben. Die Rosenstiele werden schräg angeschnitten, damit die Flüssigkeit gut und schnell aufgenommen wird. Nach etwa einer Woche sollten die Stiele und Blütenköpfe von innen heraus konserviert sein.
Je kürzer die Stiele sind, umso höher sind die Erfolgschancen.
Expertentipp
Vor allem, wenn die Rosen an der Luft getrocknet wurden, lohnt sich das Versiegeln mit Haarspray. Es konserviert die einzelnen Abschnitte und reduziert das Risiko für abbrechende Teile.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare