Aufgrund seines einzigartigen Geschmacks ist er eine beliebte Zutat für Suppen und Salate. Der Sauerampfer wächst hierzulande vorwiegend auf unberührten Wiesen. Doch auch ein Anbau im heimischen Garten ist ohne Weiteres möglich. Wie sich die Pflege des Gemüses darstellt und wie sich der Ernteertrag steigern lässt, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Standort
Sauerampfer bevorzugt einen halbschattigen bis sonnigen Standort. Die Stärke der Lichtintensität reguliert die Bildung der Oxalsäure in den Blättern, die den typisch säuerlichen Geschmack herbeiführt. Das Substrat sollte eine tiefgründige und humose Struktur aufweisen, die eine hohe Wasserspeicherkapazität besitzt. Der ideale pH-Wert des Bodens liegt bei 5 bis 6 und ist damit eine leicht sauer. Auf kalkhaltige Zusätze sollte aufgrund der Veränderung des pH-Wertes und der Begünstigung der Blattchlorose verzichtet werden.
Bewässerung
Das Gemüse präferiert feuchte Erde, weshalb es wildwachsend vornehmlich in der Nähe von Gewässern zu finden ist. Während der Wachstumsphase empfiehlt sich die Beibehaltung eines konstanten Feuchtigkeitsniveaus. Dies lässt sich durch eine regelmäßige, aber gleichzeitig auch nicht übermäßige Bewässerung erreichen. Anhaltende Staunässe verträgt Sauerampfer nicht. Idealerweise erfolgt das Gießen mit Regenwasser, das frei von Kalkrückständen ist. Darüber hinaus eignet sich jedoch auch enthärtetes, also weiches Leitungswasser.
Düngung

Bei einer ausreichenden Nährstoffversorgung über das Substrat sind keine zusätzlichen Düngergaben nötig. Da es sich bei Sauerampfer um eine mehrjährige Pflanze handelt, empfiehlt sich jedoch eine Düngung mit Kompost ab dem zweiten Standjahr. Weitere mögliche Düngemittel sind Hornspäne oder ein organischer Flüssigdünger. Letzterer sollte jedoch in gleichmäßigen Abständen zugeführt werden, da er üblicherweise keine Langzeitwirkung besitzt.
Rückschnitt

Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt ist das zeitige Frühjahr. Das Behalten der Blätter gewährt dem Gemüse einen natürlichen Winterschutz und entbehrt weiterer Maßnahmen. Der Rückschnitt erfolgt dann in Bodennähe, um einen frischen Austrieb zu erreichen.
Ernte
Die Ernte der kulinarischen Blätter sollte vor der Blütezeit erfolgen. Bereits entstandene Blütenstände sollten konsequent und fortlaufend entfernt werden, um den Geschmack der Blätter beizubehalten. Eine übermäßige Blütenbildung führt zu einem Ansteigen des Oxalgehaltes und damit einer geschmacklichen Veränderung. Zudem geht die Bildung der Blüten mit einem verminderten Gesamtwachstum einher, da die vorhandene Energie primär für diese verwandt wird.
Vermehrung
Für die Vermehrung des Sauerampfers stehen zwei verschiedene Methoden zur Verfügung. Neben der Vermehrung mittels Teilung des Wurzelballens besteht auch die Möglichkeit der Aussaat.
Aufgrund der hohen Erfolgschance zählt die Teilung zu den bevorzugten Verfahren. Hierzu wird der bestehende Wurzelballen ausgegraben und mit einem scharfen Werkzeug in mehrere Segmente zerschnitten. Diese Technik führt gleichzeitig zu einer Verjüngung der Pflanze und beugt der Verholzung vor.
Die Aussaat der Samen erfolgt in der Regel selbstständig durch das Gemüse. Sowohl die wildwachsenden als auch die gezüchteten Varianten verbreiten sich bereits in kurzer Zeit sehr stark.
Expertentipp
Trotz regelmäßiger Düngergaben und Teilungen des Wurzelballens nimmt die Vitalität des Sauerampfers mit den Jahren ab. Spätestens ab dem fünften Standjahr empfiehlt sich daher die Verlegung an einen anderen Standort.
Häufig gestellte Fragen
Kann Sauerampfer auch in einem Kübel gezogen werden?
Durch die Ausbildung eines bis zu 1,5 Meter tiefen Wurzelwerkes sollte von einem Anbau in einem Kübel abgesehen werden. Die Wurzeln dienen im Wesentlichen der Stabilisierung der gesamten Pflanze und sorgen für eine gleichmäßige Versorgung mit Flüssigkeit und Nährstoffen. Ein eingeschränktes Platzangebot geht in der Regel mit einem verminderten Wachstum einher.
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