Die Erbse (Pisum sativum) ist eine einjährige Pflanze, die zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehört. Erbsen stammen aus Kleinasien und sind in Europa seit der Bronzezeit bekannt. Sie werden wegen ihres kulinarischen Werts, aber auch wegen ihrer Wirtschaftlichkeit, in fast allen Weltteilen angebaut. Erbsen garantieren einen hohen Ertrag bei vergleichsweise geringen Investitionen.
Erbsenanbau und -pflege
Erbsen sind nicht schwer anzubauen, da sie gegen fast alle Umweltbedingungen sehr widerstandsfähig sind. Wichtig ist nur, dass sie genug Wasser oder Regen bekommen. Als Mischkultur können mit fast allen anderen Gemüsesorten gepflanzt werden.
Es empfiehlt sich, Erbsen so früh wie möglich im Frühjahr zu pflanzen, am besten Mitte März bis Anfang April. Wer eine verfrühte Erbsenernte haben möchte, kann die Erbsen auch im Herbst aussäen, aber nur, wenn die Temperatur nicht unter 10 °C liegt.
Es ist wichtig, die Erbsen an einem sonnigen Standort im Garten zu pflanzen, da sie im Schatten nicht gut gedeihen. Der Reihenabstand sollte mindestens 15 bis 20 Zentimeter betragen und der Pflanzabstand innerhalb einer Reihe vier bis sechs Zentimeter. Außerdem sollte man den Erbsenpflanzen eine Rankhilfe, an der sich hochklettern können, anbieten.
Pal-, Mark- und Zuckererbsen

Für die menschliche Konsumation werden hauptsächlich die drei folgenden Erbsensorten verwendet:
- Palerbsen (mit glattschaligen Samenkörnern),
- Markerbsen (mit schrumpeligen Samenkörner)
- und Zuckererbsen (sie haben keine Pergamentschicht in der Schote und sind deshalb nicht zäh).
Bei der großen Sortenauswahl fällt es nicht leicht, die richtige Erbsensorte auszuwählen. Nachfolgend bringen wir einige, die sich in Ihrem Garten sicherlich gut machen werden.
Markerbsen – Grandera und Sublima
Grandera weist robustes Wachstum auf und ist extrem widerständig gegen Wetterbedingungen und Schädlinge. Sie garantiert einen hohen Ertrag und hat ein besonders gutes Aroma.
Sublima ist eine mittelspäte Erbsensorte, die einen hohen Zuckergehalt und ein gutes Aroma aufweist. Die Sorte bringt hohe Erträge und ist gegen die meisten Pflanzenkrankheiten resistent.
Palerbsen – Blauwschokker und Feltham First
Wenn es um Palerbsen geht, eignet sich die traditionelle holländische Sorte Blauwschokker besonders gut für den Anbau im Garten. Neben dem hohen Ertrag und gutem Aroma, sind die hübschen violetten Schoten das besondere Markenzeichen dieser Sorte.
Diejenigen, die eine frühe Erbsenernte wünschen, sollten die Sorte Feltham First wählen. Sie ist eine der Sorten, die am frühesten Erntebereit ist und sich durch ihre tiefgrünen Hülsen auszeichnet. Ihre Besonderheit ist, dass sie auch ohne Rankhilfen angebaut werden kann, was sie besonders pflegeleicht macht.
Zuckererbsen – Ambrosia und Norli
Ambrosia ist die bewährte deutsche Zuckererbsensorte, die die Gärtner bereits seit Jahren mit ihren recht großen Körnern, gutem Aroma und üppigen Erträgen überzeugt.
Norli dagegen ist eine moderne kompakte Sorte, die sich auch für den Anbau auf dem Balkon oder der Terrasse eignet. Obwohl sie eher kleinwüchsig ist, bringt sie einen guten Ertrag von besonders aromatischen Erbsenschoten.
Expertentipp
Es ist nicht ratsam, mit dem Erbsenanbau bis zur zweiten Aprilhälfte zu warten, da höhere Temperaturen im April zu kleineren Pflanzen und geringeren Erträgen sowie der Qualität führen können.
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