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Gemüsepflanzen

Steckzwiebel pflanzen

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Steckzwiebel pflanzen

Steckzwiebeln sind leicht zu setzen, wachsen schnell, sind pflegeleicht und relativ ertragssicher. Für optimalen Wuchs und eine reiche Ernte sollten aber einige Dinge beachtet werden.

Sonnig, luftig und locker

Steckzwiebel gedeihen am besten an einem sonnigen, luftigen Standort mit lockerem Boden. Eine Düngung ist für Zwiebel nicht unbedingt notwendig. Falls jedoch gedüngt wird, sollte dies schon einige Monate vorher geschehen. Je nachdem ob es sich um Winter- oder Sommerzwiebel handelt, werden die Steckzwiebel Ende Oktober oder Ende Juni gesetzt.

Die Steckzwiebel wird so tief in die Erde gedrückt, dass das obere Drittel über der Erde bleibt. Anfangs braucht sie noch reichlich Wasser und sollte täglich gegossen werden. Sobald sich die Zwiebel schön entwickeln, reicht es – je nach Wetter – nur alle paar Tage zu gießen, da sie sonst anfällig für Mehltau wird.

Abstand halten angesagt

Abstand halten angesagt


Ein häufiger Fehler beim Pflanzen von Zwiebeln – wie auch anderen Gemüsesorten – ist ein zu geringer Abstand zwischen den Pflanzen. Daher gilt: lieber etwas mehr als zu wenig Platz lassen. Es können natürlich diverse Setzhilfen und Abstandsmesser zu Hilfe genommen werden, aber eine einfache Faustregel ist, eine Handbreit zwischen den einzelnen Setzlingen zu lassen. Bei sehr großen Händen reichen auch vier Finger.

Es kommt natürlich auf die Sorte an, wieviel Abstand nötig ist: bei Schalotten reichen drei Finger, bei Riesenzwiebel sollte der Daumen etwas abgespreizt werden. Der empfohlene Reihenabstand von circa 20 cm wird mit zwei nebeneinanderliegenden Händen erreicht.

Abwechslung gefällig

Abwechslung gefällig
Die Zwiebel zählt zu den Mittelzehrern und sollte jedes Jahr einen neuen Standort bekommen da sie sonst zu wenig Nährstoffe bekommt und schlecht gedeiht. Generell gilt im Gemüsegarten, dass auf den richtigen Fruchtwechsel geachtet werden soll, um den Boden nicht auszulaugen, zusätzliche Düngungen zu vermeiden, und natürlich, um optimale Ernteerfolge zu erzielen.

Schneckenschreck

Schneckenschreck
Üblicherweise werden Zwiebel in Kombination mit Karotten gesetzt, um Ameisen, Läuse und anderes Getier von letzteren fernzuhalten. Zwiebel können aber auch bei anderem Gemüse den gleichen Effekt erzielen – beispielsweise zwischen Salatpflanzen, um Schnecken zu vertreiben, denn auch Schnecken mögen Zwiebelgeruch nicht besonders.

Ernten zum richtigen Zeitpunkt

Wer die Zwiebel gleich verwendet, kann sie natürlich jederzeit ernten – beispielsweise als schmackhafte Jungzwiebel. Aber auch die grünen Triebe der größeren Zwiebel schmecken köstlich in Salaten oder als frische Dekoration auf diversen Gerichten.

Für die Lagerung über den Winter muss aber darauf gewartet werden, dass die Triebe welk werden und umkippen. Sobald dann trockenes Wetter herrscht, können die Zwiebel geerntet und nachgetrocknet werden. Hierfür eignet sich der traditionelle, geflochtene Zwiebelzopf, der an einem warmen trockenen Ort aufgehängt werden kann. Alternativ können die Zwiebel auch lose in Holzsteigen getrocknet werden, dabei darf aber auf regelmäßiges Wenden nicht vergessen werden.

Expertentipp

Für alle Gartenprofis gibt es auch die Möglichkeit Steckzwiebel im Herbst selbst zu ziehen und über den Winter an einem trockenen kühlen Ort zu lagern. Ab August können geeignete Samen im Garten angebaut werden und sobald die kleinen Zwiebeln die richtige Größe haben, werden sie ausgegraben und kühl, dunkel und trocken gelagert.

Um die Ankeimzeit um bis zu zwei Wochen zu verkürzen, können die Zwiebelsamen zwei Tage in einer durchsichtigen Plastiktüte mit feuchtem Sand an einem hellen, warmen Ort vorgekeimt werden – am besten eignet sich hierfür ein sonniges Fensterbrett.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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