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Heckenpflanzen

Wie winterhart ist die Bauernhortensie?

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Wie winterhart ist die Bauernhortensie

Bei der Bauernhortensie (auch Gartenhortensie) handelt es sich um einen Halbstrauch mit dichten Trieben, der – mit seinen auffällig großen und ballförmigen Blüten – ein echter Blickfang ist.

Wissenswertes über die Bauernhortensie

Wissenswertes über die Bauernhortensie


Bauernhortensien, deren ursprüngliche Heimat in Japan zu finden ist, zählen zur Pflanzengattung der Hortensien (Hydrangea). Die Sommerblüher blicken – vor allem in ihrer Heimat, wo sie vorwiegend an Wasserläufen und feuchten Waldrändern zu finden sind – auf eine lange Geschichte zurück. Im 20. Jahrhundert wurden zahlreiche neue Sorten und Kreuzungen gezüchtet. Als Bauernhortensien werden heutzutage, neben den reinen Sorten, auch verschiedene Hybriden bezeichnet.

Bauernhortensien fühlen sich in feuchten, kalkarmen und humusreichen Böden besonders wohl. Der pH-Wert der Erde sollte dabei zwischen 4,5 und 6 liegen. Ideal ist ein Standort im Halbschatten, an dem die Pflanze keiner Zugluft ausgesetzt wird. In der prallen Sonne sollte die Hortensie nicht verweilen, denn bei zu hoher Sonneneinstrahlung, lässt das Gewächs schnell die Blätter hängen und kann sich (schlimmstenfalls) einen unschönen Sonnenbrand zuziehen. Sie können versuchen, den fehlenden Schatten mit einer hohen Wasserversorgung auszugleichen – besser ist jedoch, Sie finden (bereits vor dem Anpflanzen) einen geeigneten Standort.

Ist die Bauernhortensie winterhart?

Ist die Bauernhortensie winterhart
Grundsätzlich gelten Hortensien – vorausgesetzt, sie sind gut im Beet eingewachsen – als winterhart. Es macht jedoch Sinn, die Pflanzen vor strengem Frost zu schützen. Als Winterschutz eignet sich zum Beispiel Reisig, das über die gesamte Pflanze gelegt werden kann.

Anders verhält es sich, wenn Sie Ihre Hortensie als Kübelpflanze halten. Soll die Pflanze den Winter im Freien verbringen, ist ein Winterschutz unerlässlich, um die Wurzeln vor dem Erfrieren zu bewahren. Nachdem Sie Ihre Hortensie an einen wind- und regen geschützten Platz gebracht haben, sollten Sie den Kübel auf eine möglichst dicke Styroporplatte stellen und zudem auch „rundherum“ gut isolieren. Sie können dazu zum Beispiel Luftpolsterfolie oder Kokosmatten verwenden.

Umwickeln Sie das Pflanzgefäß so, dass Ihre Isolierung etwa zehn Zentimeter über den Rand von Topf oder Kübel hinausragt. Die Oberfläche des Wurzelballens sollten Sie zudem mit Rindenmulch oder Herbstlaub bedecken. Wenn Sie möchten, können Sie die gesamte Pflanze mit einem geeigneten Vlies – das Sie im Gartenfachmarkt erhalten – bedecken. Denken Sie daran, Ihre Hortensie auch im Winter gelegentlich zu gießen, damit die Wurzeln der Pflanze nicht austrocknen können.

Wenn möglich, sollte Ihre Hortensie zum Überwintern in ein unbeheiztes Gartenhaus oder in eine Garage mit geringem Lichteinfall umziehen. Soll die Hortensie an einem dunklen Ort überwintern, achten Sie darauf, dass die Temperaturen nicht über fünf Grad Celsius liegen. Eine Überwinterung in hellen und warmen Räumen ist möglich, aber nicht empfehlenswert. Fehlt der Hortensie ihre Ruhezeit, beeinträchtigt das die Bildung neuer Blütenknospen.

Expertentipp

Was den Schnitt der Bauernhortensie betrifft, sollte dieser grundsätzlich im Frühjahr erfolgen. Entfernen Sie dabei abgestorbene sowie gefrorene Zweige und schneiden Sie verwelkte Blüten ab. Tote Zweige lassen sich leicht an einer grau braunen Verfärbung erkennen. Sind Sie nicht sicher, ob ein Zweig tatsächlich abgestorben ist, so können Sie vorsichtig ein kleines Stückchen der Rinde entfernen.

Ist es darunter trocken – und Sie nehmen eine gelb grüne Verfärbung wahr – handelt es sich um einen toten Trieb. Ist ein Auslichtungsschnitt erforderlich, sollten Sie beachten, dass (vor allem älteren Sorten) ihre Blütenknospen bereits im vorangegangenen Jahr angelegt haben. Durch das Auslichten würden Sie verhindern, dass Ihre Hortensie die gewohnte Blütenpracht entwickelt. Es gibt inzwischen jedoch Züchtungen, die selbst nach einem radikalen Frühjahrsschnitt noch im selben Jahr Blüten ausbilden.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/aassemany

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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