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Pflanzenvermehrung

Silberblatt richtig vermehren

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Silberblatt richtig vermehren

Das Silberblatt stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Familie der Kreuzblütler. Hierzulande ist das Silberblatt auch unter den Namen Silberpfennig oder Silberling bekannt und zählt zu den beliebtesten Blattschmuckpflanzen. Dafür sorgen hauptsächlich die zarten silbrigen Blätter des aufrecht wachsenden, reich verzweigten Halbstrauches. Die mediterrane Beetpflanze ist äußerst frostempfindlich, weshalb sie in hiesigen Breitengraden einjährig kultiviert wird. Das Silberblatt kann Wuchshöhen zwischen 50 und 80 Zentimetern erreichen und wirkt in Kombinationen mit anderen Beetpflanzen sehr edel und anmutig.

Silberblatt durch Aussaat vermehren

Silberblatt durch Aussaat vermehren


Während das Silberblatt im ersten Jahr lediglich eine Blattrosette ausbildet, zeigen sich im darauffolgenden Jahr von April bis Juni die schönen violetten oder weißen Blüten. Nach der Blütezeit des Silberblatts entwickeln sich die runden oder eiförmigen Samen, die von einer pergamentartigen Hülle umgeben sind. Sobald diese abfällt, sind die silbernen filigranen Blätter zu sehen.

Bei idealen Voraussetzungen am Standort gelingt die Aussaat meist ganz ohne Zutun des Hobbygärtners von selbst. Die Samen können aber auch geerntet und gezielt ausgesät werden. Diese entnehmen Sie einfach aus den silbernen Blättchen und setzten sie etwa drei Zentimeter tief in die Erde. Bedecken Sie das Saatgut leicht mit Substrat und bewässern den Boden mäßig. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Spätherbst, da die Samen einen Kältereiz benötigen, um keimen zu können.

Vermehrung durch Kopfstecklinge

Vermehrung durch Kopfstecklinge
Zwar ist die Vermehrung durch Aussaat die unkomplizierteste Methode, um das Silberblatt zu vermehren, doch auch die Vermehrung durch Kopfstecklinge ist durchaus möglich. Verwenden Sie zum Schneiden der Stecklinge ein scharfes und sauberes Messer. Schneiden Sie nun etwa 10 Zentimeter lange Triebe und zwar vorzugsweise unterhalb einer Knospe. Entfernen Sie danach die unteren Blätter und setzen die Stecklinge in Töpfe oder Anzuchtschalen, die mit Anzucht- oder Kakteenerde befüllt sind. Zu guter Letzt gießen Sie die Stecklinge leicht an und stellen Sie an einen hellen, warmen Standort.

Um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erzielen, können Sie die Pflanzgefäße mit einer Kunststoffhaube oder Folie abdecken. Diese Abdeckung nehmen Sie alle paar Tage ab, um einen guten Luftaustausch zu gewährleisten. Halten Sie das Substrat konstant feucht, um die Bewurzelung voranzutreiben. Am besten eignet sich hierfür eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche. Nach wenigen Wochen bilden die Stecklinge Triebe und Wurzeln und können, sobald die ersten Blättchen zu sehen sind, pikiert werden. Danach können Sie die Jungpflanzen an einen gewünschten Standort im Freien pflanzen oder im Topf weiter pflegen. Beachten Sie, dass die jungen Pflänzchen noch nicht ausreichend winterhart sind. Deshalb sollten sie im Freien vor eisigen Winden und frostigen Temperaturen im Winter geschützt werden.

Vermehrung durch Teilung

Die einfachste Art der Vermehrung des Silberblatts ist die Teilung. Bei dieser Methode können Sie einfach die krautigen, stark verzweigten Triebe zur Hälfte mitsamt Wurzeln von der Mutterpflanze abtrennen. Im Anschluss pflanzen Sie die beiden Teilstücke am gewünschten Standort wieder ein. Schon nach kurzer Zeit bilden die Pflanzen neue Triebe und entwickeln sich bei guter Pflege prächtig.

Expertentipp

Die Jungpflanzen sollten frühestens Mitte Mai nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden. Vor dem Pflanzen empfiehlt es sich, den Boden gut vorzubereiten, um den jungen Pflänzchen einen guten Start zu ermöglichen. Hierfür können Sie Kompost oder Hornspäne verwenden, um den Boden mit genügenden Nährstoffen anzureichern. Zu schwere, undurchlässige und kalkarme Böden können Sie mit Sand verbessern, um Staunässe zu vermeiden. Das Silberblatt bevorzugt einen halbschattigen, absonnigen Platz im Freiland.

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© pixabay.com/Hans

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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