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Pflanzenvermehrung

Winterlinge vermehren

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Winterlinge vermehren

Winterlinge sind zauberhafte, kleine Geschöpfe. Ihre leuchtend gelben Blütenköpfchen zeigen sich zu einem Zeitpunkt, an dem andere Frühlingsblüher noch im Winterschlaf sind. Damit bekommt der Garten zwischen Januar und März seine ersten, hübschen Farbtupfer. Deshalb ist es besonders interessant, Winterlinge zu vermehren. Wie das gelingt, steht in unserem Ratgeber geschrieben.

Allgemeines zum Winterling

Jeder Gartenbesitzer erfreut sich nach den langen Wintermonaten an das erste Grün im Garten. In unserem Falle ist es das wunderschöne Gelb der kleinen Winterlinge, die sich durch den Boden und in der Nähe von herumliegenden Gehölzen arbeiten. Neben den Schneeglöckchen sind Winterlinge die ersten Frühlingsboten. Bekannt ist das Hahnenfußgewächs auch als Eranthis hyemalis, das sich von den kalten Februartemperaturen keineswegs abschrecken lässt. Gut positioniert, breitet sich hier im Laufe der Jahre ein wundervoller Blütenteppich aus. Sobald die Temperaturen den Gefrierpunkt überschreiten, zeigt sich dieser kleine Frühlingsblüher. Einmal in den Boden gesetzt, entwickeln sich Jahr für Jahr neue Winterlinge, die sich bei guten Standortbedingungen von allein ausbreiten. Aus diesem Grund sind Standort und Boden die zwei wichtigsten Punkte, um den kleinen Winterling zu vermehren.

Ein kleiner Frühlingsblüher mit intensiver Farbe

Ein kleiner Frühlingsblüher mit intensiver Farbe

Um in den Genuss eines solchen Farbenfreude zu kommen, muss man wissen, welchen Standort der Winterling bevorzugt und wie er sich ausbreitet. Wir sprechen hier von einem kleinen Frühlingsblüher, der nur ca. zehn Zentimeter in die Höhe wächst. Aus der kleinen Knolle entwickeln sich dicke, grüne Stängel mit dem typischen Blütenkopf in gelber Farbe. Der Winterling ist daher recht anspruchslos und eignet sich in fast jedem Gartenbereich.

Der richtige Standort ist die Grundlage zur Vermehrung des Winterlings

Der richtige Standort ist die Grundlage zur Vermehrung des Winterlings

Der ideale Standort befindet sich in der Nähe von austreibenden Gehölzen, Hecken oder auch Mauern. Überall dort, wo ein Lichtspiel zwischen Schatten und Sonne stattfindet, liebt es der Winterling, sich hier niederzulassen. Deshalb sind auch gerade die schattigen Plätze gut geeignet, den Winterling hier anzusiedeln. Denn nach ihrer Blütezeit möchte der Frühlingsblüher seine Ruhe im Schatten genießen und nicht dem Stress sommerlicher Hitze ausgesetzt sein. Zur Vermehrung ist ein lockerer, durchlässiger Boden notwendig. Um zu verstehen, wo die besten Bedingungen zur Vermehrung des Winterlings zu finden sind, erinnern wir uns an den weichen Boden am Wegesrand von Wäldern und weiten Flächen.

Weicher, nährstoffreicher Boden: Die zweite Voraussetzung für den Winterling

Weicher, nährstoffreicher Boden Die zweite Voraussetzung für den Winterling

Im Garten könnte der Bereich unter Bäumen gut geeignet sein. Aber auch Blumenbeete, die guten Mutterboden bzw. weichem Kompost haben, eignen sich zur Vermehrung. Die Knollen verbleiben während des ganzen Jahres in der Erde. Während dieser Zeit holen sie sich Nährstoffe, um im späten Winter wieder kräftig auszutreiben. Um das Wachstum auf natürliche Weise zu fördern, ist also weiche Erde immer gut. Sie ersetzt den Dünger im Garten, denn viel wichtiger als Dünger ist den Winterlingen nährstoffreicher, durchlässiger Boden.

Die Vermehrung des Winterlings durch Umpflanzen fördern

Ein Umpflanzen kann notwendig sein, wenn der Winterling ursprünglich einen ungünstigen Standort hatte. Damit er sich im Spätwinter besser entfalten kann, ist das Umsetzen der Knollen zwischen Februar bis Mai möglich. Idealerweise wird die Zeit nach der Blüte genutzt. Zu einem Zeitpunkt, da die Pflanzen noch sichtbar sind. Denn sobald die Pflanzenteile nach dem Frühling abgestorben sind, wird es schwierig, die Knollen im Boden zu finden. Am besten ist also der Moment nach der Blüte. Dann werden die Knollen behutsam aus dem Boden genommen und an ihren neuen Standort gesetzt. Sollen sie sich an ihrem neuen Platz deutlich vermehren, ist eine großzügige Gabe von frischem und weichem Kompost hilfreich. Der weiche Humus bringt die idealen Voraussetzungen mit, damit sich die Knollen des Winterlings im Boden teilen und vermehren.

Die einfachste Vermehrung der Winterlinge ist also ihre natürliche Ausbreitung. Wer schneller neue Frühlingsblüher haben möchte, kauft Knollen und setzt sie im Herbst ein oder wartet darauf, dass sich die Knollen vermehrt haben und gibt ihnen einen neuen Standort. Auf diese Art und Weise erfreuen sich auch Gartenfreunde ohne grünen Daumen in jedem Frühjahr an den kleinen, gelben Blüten.

Expertentipp

Neue Knollen sollten vor dem Einsetzen in den Boden für einige Stunden in kalkarmes Wasser gelegt werden. So entwickeln sich die Knollen besser und sind vor Trockenheit geschützt.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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