Connect with us

Pflanzenvermehrung

Sukkulenten durch Stecklinge vermehren

Veröffentlicht

auf

Sukkulenten durch Stecklinge vermehren

Die einfachste Methode, Sukkulenten zu vermehren, ist natürlich entstehende Kindel zu benützen. Doch nicht immer bildet die Pflanze gerade zur richtigen Zeit eine Tochterpflanze aus. Dann empfiehlt sich die Vermehrung über Stecklinge als relativ schnelle Alternative. Doch wie geht man dabei richtig vor?

Triebsteckling oder Blattsteckling?

Grundsätzlich kann bei Sukkulenten zwischen Vermehrung über Triebstecklinge und über Blattstecklinge unterschieden werden. Einen Triebsteckling entnimmt man indem man einen jungen Trieb mit Stamm und Blättern abschneidet. Das kann ein Nebentrieb aber auch die Spitze des Haupttriebes sein (Kopfsteckling). Wenn die Pflanze keinen Stamm ausbildet, nimmt man stattdessen einen Blattsteckling. Dazu wird ein kräftiges Blatt als Ganzes von der Pflanze abgebrochen oder abgerissen.

Wie schneiden?

Wie schneiden


Um die Mutterpflanze zu schonen, schneidet man einen Triebsteckling am besten mit einem möglichst geraden und kleinen Schnitt ab. Verwenden Sie dazu keine Schere. Das würde der Pflanze Quetschwunden zufügen. Ein scharfes Messer oder eine Rasierklinge ist besser geeignet. Achten Sie darauf, dass es sauber ist und keinen Schmutz in die Wunde tragen kann! Hat die Sukkulente Stacheln oder giftigen oder hautreizenden Saft, sollten Sie zudem Handschuhe tragen. Auch eine Schutzbrille gegen Spritzer ist nützlich, wenn Sie eine haben. Wenn nicht, seien Sie vorsichtig und sehen Sie beim Schnitt nicht aus zu großer Nähe hin. Der Ableger sollte eine Länge von drei bis acht Zentimetern haben und einige Millimeter unterhalb eines Blattansatzes abgeschnitten werden.

Den Steckling vorbereiten

Den Steckling vorbereiten
Tritt beim Schnitt ein milchiger Saft aus, stecken Sie den Steckling nun in etwa 40°C warmes Wasser. Das lässt den Saft gerinnen und erleichtert dem Ableger das Anwurzeln. Seien Sie vorsichtig. Der Saft ist höchstwahrscheinlich giftig oder brennt zumindest auf der Haut.

Bei anderen Triebstecklingen schneiden Sie die Schnittstelle nun schräg oder spitz zu, um eine größere Fläche für die Wurzelbildung zu erhalten. Lassen Sie den Steckling dann liegen, bis die Schnittstelle zu trocknen beginnt. Aber Achtung: Vollständig trocknen sollte sie nur bei Kakteen. Bei anderen Sukkulenten erschwert das die Wurzelbildung.

Blattstecklinge kann man nun am Blattrand etwas einritzen. Auch das vergrößert die Fläche, an der Wurzeln gebildet werden. Bei der Vermehrung über Blätter führt das häufig zur Ausbildung mehrerer Tochterpflänzchen, was die Erfolgschancen erhöht.

Den Steckling stecken

Den Steckling stecken
Bereiten Sie nun einen Topf mit Anzuchterde oder Sukkulentenerde vor. Stecken Sie Triebstecklinge senkrecht in die Erde und gießen Sie sie dann gut an. Es ist sinnvoll davor die untersten Blätter zu entfernen, da sie oft im Weg sind und meist ohnehin absterben. Achten Sie aber darauf, noch zwei bis drei Blätter zu belassen. Stellen Sie den Topf an einen warmen aber halbschattigen Platz. Der Steckling sollte nun anwurzeln und zu einer neuen Pflanze heranwachsen.

Blattstecklinge legt man dagegen besser flach auf die Erde und gießt sie in den ersten Tagen nicht. Seien Sie auch danach vorsichtig mit Wassergaben und gießen Sie nur leicht, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist. Auch sollte das Blatt nur indirektes Sonnenlicht erhalten. Innerhalb einiger Wochen entstehen kleine Wurzeln, die zu neuen Pflänzchen heranwachsen. Sie können sie abtrennen und eintopfen, sobald sie etwa zwei bis drei Zentimeter groß sind oder warten, bis das Stecklingblatt vertrocknet und es dann sanft entfernen.

Expertentipp

Kakteenstecklinge gedeihen am besten, wenn Sie sie ganz trocknen lassen, bis sich Wurzeln ausbilden. Um die richtige Wuchsrichtung zu erreichen, stellen Sie sie dazu in ein enges leeres Glas, in dem sie den Boden nicht berühren. Topfen Sie den Steckling ein, wenn Sie erste Wurzeln an ihm erkennen können.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© www.istockphoto.com/alexander ruiz

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär