Alpenveilchen sind besonders im Herbst und im Winter sehr beliebte Zimmerpflanzen, da sie auch dann noch ihre schönen weißen, roten oder rosafarbenen Blüten zeigen. Auch im Garten gedeiht dieses Mitglied der Familie der Primelgewächse sehr gut und sorgt während der grauen Jahreszeit für ein wenig Farbe.
Bei der Handhabung ist allerdings Vorsicht geboten, denn Alpenveilchen sind giftig. Das bedeutet nicht, dass man sie nicht anpflanzen sollte. Man muss lediglich auf einige Dinge achten und die Pflanzen außerhalb der Reichweite von Tieren und Kindern kultivieren.
Das Gift des Alpenveilchens
Alle Teile des Alpenveilchens sind giftig. Der enthaltene toxische Stoff Cyclamin besitzt einen bitteren Geschmack und soll die Pflanze vor Fressfeinden schützen.
Besonders hoch ist die Konzentration von Cyclamin in den Knollen der Pflanze. Bereits 0,3 Gramm der Knolle reichen aus, um bei einem gesunden, erwachsenen Menschen Vergiftungssymptome hervorzurufen. Es sollte jedoch auch kein anderer Pflanzenteil verzehrt werden. Die Dosierung von Cyclamin ist zwar geringer, aber immer noch sehr gefährlich.
Vergiftungssymptome

Nach dem Verzehr können Symptome wie Fieber, Schweißausbrüche, Krämpfe, Schwindel und erhöhter Puls auftreten. Es kann zu einem starken Abfall des Blutdruckes bis hin zu Atemlähmungen und Tod kommen. Die gleichen Vergiftungserscheinungen treten auch bei Tieren auf.
Vor allem Katzen, die viele Pflanzen anknabbern und die Bitterstoffe im Alpenveilchen nicht wahrnehmen, sind gefährdet. Aber auch bei Nagetieren, Vögeln, Hasen und selbst Fischen führt das Gift zu Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod. Hunde begeben sich seltener in die Nähe von Alpenveilchen, da sie von deren Duft abgeschreckt werden. Man sollte stets darauf achten, dass weder Kinder, Katzen, Hunde und noch andere Tiere Zugang zu den Alpenveilchen haben, diese ablecken oder gar fressen können.
Treten die genannten Symptome auf, ist es wichtig umgehend einen Mediziner aufzusuchen. Als erste Maßnahme kann Aktivkohle verabreicht werden. Durch die Zufuhr von Wasser oder Tee kann man die Wirkung des Giftes ebenfalls vermindern. Als Behandlung allein reichen diese Maßnahmen jedoch nicht aus.
Expertentipp
Auch bei der Handhabung des Alpenveilchens, beispielsweise beim Umtopfen, kann das Gift aus abgeknickten Pflanzenteilen austreten. Waschen Sie Ihre Hände stets gründlich, nachdem sie mit Alpenveilchen in Kontakt gekommen sind und tragen Sie zudem immer Handschuhe. Lassen Sie Pflanzenteile nicht herumliegen, sondern entsorgen Sie diese schnellstmöglich. Direkter Hautkontakt mit dem Gift kann ein Kribbeln auslösen und zu Rötungen oder Irritationen führen.
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