Nützlinge eignen sich bestens, um Schädlinge im Garten auf natürliche Weise zu bekämpfen. Welche Nützlinge es gibt und wie Sie die kleinen Helfer in Ihren Garten locken, erfahren Sie in folgendem Artikel.
Die Schwebfliege
Die Schwebfliege ernährt sich von Blattläusen. Ist Ihr Garten von Blattläusen befallen, eignet sich die Schwebfliege bestens zur Bekämpfung. Schwebfliegen sind in der Lage, ähnliche Laute wie Wespen, Bienen und Hummeln von sich zu geben und lassen die Blattlaus glauben, sie wäre in Sicherheit. Die weibliche Blattlaus legt ihre Eier vorzugsweise in der Nähe von Blattläusen ab, um dem Nachwuchs eine schnell auffindbare Futterquelle zu bieten. Schwebfliegen halten sich in blütenreichen Gärten, die ihnen viele Blüten, Pollen und Nektar bieten, auf.
Der Igel
Igel sind nicht nur süß, sondern auch nützlich. Sie befreien Ihren Garten von Schnecken, Larven und Insekten. Am liebsten halten sie sich in Reisig- und Laubhaufen, dichtem Gebüsch und Hecken auf.
Der Ohrwurm

Wer Ohrwürmer in seinem Garten entdeckt, braucht keine Angst um seine Ohren haben. Ohrwürmer ziehen es vor, sich von Blattläusen, Raupen, Spinnmilben, Schildläusen und Insektenlarven zu ernähren. Am liebsten verstecken sich Ohrwürmer zwischen Steinen, Laub und Brettern.
Der Vogel

Vögel erfreuen Gärtner mit ihrem klangvollen Gezwitscher und sind echte Insektenbekämpfer. Sie ernähren sich und ihren Nachwuchs von Wanzen, Blattläusen, Asseln und vielen weiteren Insekten. Meisen verfüttern in einem Jahr ganze 75 kg Insekten an ihren Nachwuchs. Vögel freuen sich über ausreichend Brutmöglichkeiten in Ihrem Garten. Ebenso wichtig sind ihnen Versteckmöglichkeiten in Bäumen und Sträuchern.
Der Marienkäfer
Marienkäfer sind schön anzuschauen und befreien Ihren Garten von Blattläusen, Schildläusen und Spinnmilben. Sie verzehren an einem Tag bis zu 150 Schädlinge. Besonders wohl fühlen sich unsere gepunkteten Freunde in krautigen Pflanzen, Wildkräutern, Naturwiesen und Heckensträuchern.
Die Schlupfwespe
Schlupfwespen sind echte Blattlausvernichter. Mit ihrer geringen Größe von 2 – 3mm fressen sie in kurzer Zeit bis zu 300 Blattläuse. Außer Blattläusen stehen Pflaumenwickler, Minierfliegen, Apfelwickler, Schadfliegen, Schadschmetterlingsraupen, Wollläuse und Schadkäferlarven auf ihrem Speiseplan. Pollen- und Nektarpflanzen, Unterwuchs, Saumbepflanzungen und Hecken locken Schlupfwespen an.
Die Florfliege
Florfliegen fressen während ihrer Larvenentwicklung 200 bis 500 Blattläuse. Sie ernähren sich außerdem von Schildläusen, Spinnmilben, Wollläusen und Thripsen. Wollen Sie die Florfliege in Ihren Garten locken, sorgen Sie für viele bunte Blumen in Ihrem Garten, da sich Florfliegen von Pollen und Nektar ernähren.
Der Laufkäfer
Der Laufkäfer ist mit seiner stattlichen Größe von 4cm und dem stinkenden Sekret, dass er bei Bedrohung absondert, nicht allzu beliebt unter den Gärtnern. Er beseitigt viele Schädlinge und ernährt sich von Larven, Eiern, heranwachsenden Insekten, Schnecken und Würmern. Heimisch fühlt sich der Laufkäfer in Hecken, Laubstreu und modernem Holz in dichter Bepflanzung und Unkraut.
Die Spinne
Durch ihre vielen langen Beine und ihre schnelle Fortbewegungsart hat die Spinne zu Unrecht einen schlechten Ruf. Gärtnern ist die Spinne eine große Hilfe, indem sie sich von zahlreichen Schädlingen ernährt. Spinnen bevorzugen Nischen und enge Versteckmöglichkeiten.
Der Regenwurm
Der Regenwurm eignet sich hervorragend, um die Bodenqualität zu verbessern. Er düngt den Boden mit seinem Kot, zieht abgestorbene Pflanzenteile unter die Erde und lockert und durchlüftet den Boden.
Expertentipp
Um Nützlinge in den Garten zu locken, halten Sie ihren Garten von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln frei. Sorgen Sie für ausreichend Unterkünfte, Überwinterungsmöglichkeiten und eine vielfältige Pflanzenwelt. Siedeln sich nicht genügend Nützlinge in Ihrem Garten an, besteht die Möglichkeit, diese zu kaufen.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare