Ein Hochbeet hat eine deutlich sichtbare Umrandung, die oft aus Holz besteht. Das kann für den Betrachter störend aussehen, wenn die Farbe nicht zum restlichen Garten passt. Zudem hat ein Anstrich auch eine schützende Funktion für Holz. Aber ist er sinnvoll und kann die Farbe eventuell den Pflanzen im Beet schaden? Was sollte man berücksichtigen, wenn man einen Anstrich für ein Hochbeet in Erwägung zieht?
Gründe ein Hochbeet zu streichen
Grundsätzlich gibt es zwei mögliche Gründe, aus denen sich Gartenbesitzer für einen Anstrich eines Hochbeetes entscheiden können. Einerseits kann er aufgrund der Ästhetik wünschenswert sein. Die Einfassung des Beetes ist auffällig und lenkt möglicherweise von den darin präsentierten Pflanzen ab. Auch kann es sein, dass ihre Farbe nicht zum Stil des Gartens passt oder sich unschöne Flecken darauf gebildet haben. Dann kann ein einheitlicher Anstrich in unauffälligem Grasgrün oder Erdbraun oder der Farbe des Gartenzaunes Abhilfe schaffen. Andererseits verwittert Holz im Freien durch Kontakt mit Erde, Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen. Um dem vorzubeugen, werden im Garten verwendete Holzteile meist jährlich mit einem schützenden Lack gestrichen. Dabei liegt es nahe, das Hochbeet gleich mitzumachen.
Der Anstrich zur Holzpflege

En jährlicher Anstrich zur Imprägnierung ist jedoch bei den meisten Hochbeeten eigentlich sinnlos. Bei ihnen befinden sich große Teile des Holzes unter der Erde und sind daher nicht mit dem Pinsel erreichbar. Gerade sie sind es aber, die aufgrund des Erdkontaktes als erste verfaulen. Achten Sie daher lieber darauf, gleich beim Kauf widerstandsfähiges und langlebiges Holz zu wählen. Eventuell kann vor der Errichtung des Beetes eine einmalige Holzschutzlackierung vorgenommen werden. Etwas anders sieht es aus, wenn Sie ein Hochbeet auf dem Balkon oder der Terrasse aufstellen. Dann ist es durchaus möglich, einmal jährlich alle Holzteile zu streichen. Dabei sollten Sie allerdings bedenken, dass Schadstoffe aus dem Lack über das Holz in die Erde des Beetes getragen werden und somit auch die Pflanzen belasten. Das ist nicht unbedingt ratsam, wenn Sie in dem Hochbeet Biogemüse ziehen wollen.
Der Anstrich aus ästhetischen Gründen
Geht es nur um das Aussehen des Beetes, müssen die unter der Erde liegenden Teile nicht gestrichen werden. Sie sind ja ohnehin nicht sichtbar. Auch hier gilt aber, dass Giftstoffe aus der Farbe in die Erde getragen werden. Achten Sie daher darauf, eine ungiftige und möglichst umweltfreundliche Farbe zu wählen. Sie sollte rasch trocknen und UV- und wasserbeständig sein, damit sie nicht in die Erde ausgewaschen wird und lange schön bleibt. Auch die beste Farbe blättert aufgrund der Witterungseinflüsse im Garten meist schon nach etwa einem bis zwei Jahren ab. Wenn Sie sie dann ausbessern wollen, ohne dass das Ergebnis ungleichmäßig wird, schleifen Sie die alte Farbe vollständig ab und lackieren Sie das ganze Beet neu. Alles Stückwerk führt zu Flecken und baldigem neuerlichem Abblättern.
Expertentipp
Es muss nicht immer Holz sein. Sie können im Handel auch Pfähle aus Stein oder Beton zur Einfassung von Hochbeeten kaufen. Diese sind zwar teurer als Holz, haben aber auch eine wesentlich längere Lebensdauer. Sie verwittern beim Kontakt mit Erde und Regenwasser nicht und sehen farblich natürlich und unauffällig aus. Allerdings machen sie auch einen kühleren, sachlicheren Eindruck als Holz. Für die Terrasse oder den Balkon können Sie auch Hochbeete aus Kunststoff erwerben, die keinen Schutzlack benötigen und hübsche Farben haben können. Achten Sie bei ihnen aber genau auf UV-Beständigkeit, damit Sie nicht schon bald ein sperriges Stück Plastikmüll entsorgen müssen.
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