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Pflanzenkrankheiten

Stachelbeeren Krankheiten

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Stachelbeeren Krankheiten

Die Stachelbeere ist neben einigen anderen beliebten Obstsorten der Klassiker schlechthin in deutschen Gärten. War sie einige Jahre weniger gefragt, erfreut sie sich mittlerweile wieder steigender Beliebtheit. Und das zu Recht! Das dornige Strauchgewächs ist vor allem wegen seiner – je nach Art – grünen, gelben oder tiefroten Beeren sehr beliebt. Stachelbeeren sind zwar relativ pflegeleicht und robust, zwei Krankheiten aber können den Gärtner zur Verzweiflung bringen und die Ernte als auch die Pflanze bedrohen.

Der amerikanische Stachelbeermehltau – die größte Gefahr für die leckere Beere

Der amerikanische Stachelbeermehltau - die größte Gefahr für die leckere Beere

Während die Menschen sich im Sommer über steigende Temperaturen und viel Sonne freuen, müssen Gärtner auf der Hut sein. Dann ist das Risiko, dass die Stachelbeere vom amerikanischen Stachelbeermehltau befallen zu werden, am größten. Diese Pilzinfektion mit dem Namen Sphaerotheca mors-uvae ist weit verbreitet. Der Pilz überzieht alle betroffenen Teile – also Blätter, Triebspitzen und die Beeren – der Stachelbeere mit einem mehlig- weißen Belag. Der Belag verfärbt sich später braun, Blätter und Beeren vertrocknen und verfaulen.

Um die Pilzinfektion so schnell wie möglich wieder loszuwerden, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • alle betroffenen Triebe großzügig abschneiden
  • die gesunden Triebe müssen um mindestens 5 cm gekürzt werden

Mit einer Lösung aus Natron, Kernseife und Pflanzenöl kann man der Pilzinfektion ebenfalls zu Leibe rücken. Dazu wird ein Esslöffel Natron, 15 ml Kernseife und 15 ml Pflanzenöl mit zwei Liter Wasser gemischt und die Stachelbeere damit großzügig eingesprüht.

Wichtig:Die befallenen Teile gehören auf gar keinen Fall auf den Kompost. Der Pilz könnte sich sonst auf andere Pflanzen im Garten übertragen. Es ist auch ratsam, alle Gartenwerkzeuge, die in Kontakt mit der befallenen Stachelbeere waren, gründlich zu reinigen und desinfizieren.

Die Blattfallkrankheit

Die Blattfallkrankheit
Bei nassem und regnerischem Wetter lauert eine weitere Gefahr auf die Stachelbeere: die Blattfallkrankheit, Drepanopeziza ribis. Bei dieser Pilzkrankheit treten gelb-bräunliche Flecken auf den Blättern auf, die größer werden und schließlich ineinanderfließen. Das ganze Blatt wird schließlich braun und wird abgeworfen. Der Strauch kann so sein gesamtes Blätterkleid verlieren. Die Stachelbeere stirbt durch die Blattfallkrankheit nicht ganz ab, wird jedoch extrem geschwächt.

Gegen diese Krankheit gibt es keine wirksamen Gegenmaßnahmen. Vorbeugung ist das einzige, was der Gärtner gegen die Blattfallkrankheit machen kann.
Darunter fällt unter anderem:

  • die einzelnen Pflanzen mit ausreichend Abstand pflanzen
  • Laub unter den Sträuchern sofort entfernen
  • bei Trockenheit morgens gründlich wässern
  • alle Blätter am Strauch restlos entfernen
  • auf den Boden achten – nicht in sandiger, trockener Erde einpflanzen

Zusätzlich kann eine Schachtelhalm- oder Brennnesseljauche angesetzt werden, mit der die Stachelbeere behandelt werden kann. Mit einsetzendem Fruchtbehang sollte auf Zwiebelschalentee gewechselt werden.

Expertentipp

Um die Stachelbeere gut vor Krankheiten zu schützen, sollten die Stachelbeerensträucher regelmäßig vor den nächsten Wachstumsphasen zurückgeschnitten und stark ausgelichtet werden. Speziell die Triebspitzen müssen hier noch einmal kräftig um mindestens 5 cm gekappt werden, da Pilzsporen in den Trieben sitzen und dort überwintern. Der regelmäßige Rückschnitt und das Auslichten stellt sicher, dass genügend Licht und Luft an die Blätter gelangt.

Die Wahl von Krankheitsresistenten Sorten beim Kauf minimiert das Risiko von Mehltau-, beziehungsweise der Blattfallkrankheit ebenfalls. Hier eignen sich Sorten wie Risulfa, Rolanda oder aber auch Rixanta sehr gut. Leider kann man auch bei diesen Sorten den Befall von Krankheiten nicht ganz ausschließen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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