Thymian wird gern und häufig in der Küche verwendet. Wie alle Kräuter entwickelt er den intensivsten und besten Geschmack, wenn er den Speisen frisch hinzugefügt wird. Deshalb gehört Thymian zu den beliebtesten Kräutern, die im eigenen Garten oder auf der Fensterbank kultiviert werden.
Damit die Pflanze den bestmöglichen Geschmack entwickelt und möglichst viele Vitamine enthält, muss sie nicht nur ausreichend mit Wasser versorgt werden, sondern auch genügend Nährstoffe erhalten. Eine zusätzliche Düngung ist daher notwendig.
Richtig düngen
Im Gegensatz zu einigen Kräuterarten, die keine zusätzlichen Nährstoffgaben benötigen, gehört der Thymian zu den stark zehrenden Kräutern und benötigt eine regelmäßige Düngung. Thymian im Topf muss entsprechend häufiger gedüngt werden als Pflanzen, die im Beet wachsen.
Thymianpflanzen im Topf sollte idealerweise alle 4 Wochen gedüngt werden. Für Beetpflanzen reicht meist eine Düngung im März und April sowie eine zweite Düngung im Juli aus.
Organischen Dünger verwenden

Für Kräuter sollte allgemein am besten ein organischer Dünger verwendet werden. Bei der Düngung mit herkömmlichem Pflanzendünger können Düngerückstände in den Kräutern verbleiben, die für die Gesundheit nicht unbedingt förderlich sind.
Wer zu einem fertigen Dünger greifen möchte, sollte ausschließlich einen speziellen Kräuterdünger verwenden. Die beste Wahl sind jedoch natürliche Düngemittel, die als Hausmittel eine lange Tradition haben.
Am besten eignen sich:
- Reifer Kompost
- Urgesteinsmehl und Hornspäne
- Kaffeesatz
- Teereste
- Kräuterbrühe
Reifer Kompost
Kompost hat den Vorteil, dass er leicht im eigenen Garten hergestellt werden kann. Zum Düngen von Thymian eignet sich reifer Kompost, der in einer dünnen Schicht auf das Kräuterbeet aufgebracht wird, am besten.
Der Kompost ist reif, wenn er eine dunkle Farbe angenommen hat und einen angenehmen Erdgeruch versprüht.
Urgesteinsmehl und Hornspäne
Urgesteinsmehl gibt es fertig als Pulver oder in Kugelform im Fachhandel zu kaufen. Hornspäne werden traditionell als natürliches Langzeitdüngemittel gern verwendet. Sie erhalten viele Mineralstoffe, die nur langsam abgegeben werden.
Urgesteinsmehl in Kombination mit Hornspänen ist ein idealer Dünger für Thymian.
Kaffeesatz
Versierte Gärtner setzen Kaffeesatz gerne ein, um Schnecken zu vertreiben. Kaffeesatz hat jedoch auch eine schwache düngende Wirkung und kann daher zur Nährstoffversorgung genutzt werden.
Er sollte jedoch nicht zu häufig verwendet werden, da Kaffeesatz eine saure Wirkung hat und bei häufiger Anwendung den pH-Wert des Bodens senken kann.
Teereste
Wer regelmäßig Tee trinkt, kann übrig gebliebene Teereste nach dem Abkühlen auch als Dünger für Thymian verwenden. Die Art des Tees spielt dabei keine Rolle. Allerdings sollte der Tee nicht gesüßt sein.
Kräuterbrühe
Eine selbst angesetzte Kräuterbrühe ist ein wirksames Düngemittel. Dazu werden selbst gesammelte Kräuter im Verhältnis 1:10 mit Regenwasser vermischt. Die Brühe sollte für circa 2 Wochen an einem sonnigen und warmen Platz im Garten zum Gären gebracht werden.
Bis der Gärprozess abgeschlossen ist, muss die Brühe täglich umgerührt werden. Bilden sich beim Umrühren keine Blasen mehr, kann die Kräuterbrühe als Dünger genutzt werden.
Expertentipp
Beim Gärprozess einer Kräuterbrühe entstehen sehr unangenehme Gerüche. Wird der Brühe etwas Steinmehl hinzugefügt, werden die Gerüche zumindest teilweise dadurch gebunden.
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