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Dünger

Tierdung im Garten ausbringen

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Tierdung im Garten ausbringen

Tierdung ist nach wie vor das beste und natürlichste Düngemittel auf Feldern und im eigenen Garten. Tierdung von Pferden, Kühen, Kaninchen oder Ziegen kann einfach auf Gartenbeeten aufgebracht werden und dient so als natürlicher Dünger für ein- und mehrjährige Pflanzen. Bauern aus der Umgebung geben den Tierdung oft kostenlos ab, so kann dieser noch äußerst günstig genutzt werden.

Tierdung auf den Gartenbeeten einarbeiten

Tierdung auf den Gartenbeeten einarbeiten
Zunächst muss der Tierdung abgeholt werden, nachdem mit dem Tierhalter die notwendigen Absprachen getroffen wurden. Befindet sich der Bauernhof oder der Stall in der Nähe, kann zum Transport eine Schubkarre genutzt werden, für weitere Wege eignet sich ein Autoanhänger. Frischer Tierdung sollte zwischengelagert werden, denn dieser darf nicht sofort zum Düngen genutzt werden, da dieser den Pflanzen im Garten Schaden zufügen kann. Für die Zwischenlagerung von Dung eignet sich idealerweise ein Komposthaufen.

Sind die Beete vorbereitet, kann Tierdung auch ganzjährig aufgebracht werden. Da Gemüsebeete meistens im Spätsommer abgeerntet werden, eignet sich diese Zeit nach der Ernte bestens, um Tierdung auf die Beete zu bringen. Nach dem Umgraben der Beete hat der Dung ausreichend Zeit, sich im Erdreich abzusetzen und dieses mit Nährstoffen zu versorgen. Im Frühjahr kann das Beet wieder zum Bepflanzen oder Aussäen genutzt werden. Auf Blumenbeeten, unter Bäumen und Sträuchern kann ebenfalls Tierdung eingearbeitet werden, Entweder wird die Zeit vor der Blüte, nach der Blüte oder nach der Ernte genutzt, um Bäume und Sträucher mit Nährstoffen zu versorgen, Der Mist sollte gründlich eingearbeitet werden, mit einer Harke wird der Mist zunächst oberflächlich verteilt. Der Tierdung wird anschließend in die Erde eingearbeitet, das sollte allerdings nicht zu tief erfolgen. So wird dem Tierdung ermöglicht, dass dieser im Laufe der Zeit das Erdreich durchdringen kann. Der Tierdung sollte nach dem Einarbeiten mit einer dünnen Erdschicht bedeckt werden, um die Wirkung der Nährstoffe zu verbessern.

Die Wirkung von Tierdung oder Stallmist

Die Wirkung von Tierdung oder Stallmist

Im Tierdung oder Stallmist sind reichlich Nährstoffe enthalten, die nach der Einarbeitung in das Erdreich schnell von den Pflanzen aufgenommen werden und so das Wachstum der Pflanzen beschleunigen können. Außerdem dient der Stallmist einer generellen Bodenverbesserung, da schwere Böden durch die Einarbeitung von Tierdung lockerer und gut durchlüftet werden. In sandigen und leichten Böden wird der Wasserhaushalt optimal verbessert. Stallmist sollte im Abstand von zwei Jahren im Garten ausgebracht werden, nach der Einarbeitung von Tierdung muss der bearbeitete Boden ein paar Wochen brach liegen, so kann der Stallmist leicht verrotten. Die Nährstoffe können sich in dieser Zeit lösen und ins Erdreich einsickern.

Beim Eingraben von Stallmist kann eine Reihe im Beet angelegt werden, die Rinne wird anschließend mit Tierdung gefüllt und anschließend die ausgehobene Erde zum Bedecken von Stallmist genutzt. Wird frischer Stallmist zwischengelagert, kann dadurch das schädliche Nitrat und Ammoniak, welches im Stallmist enthalten ist, abgebaut werden. Bei Gemüse, welches hohe Ansprüche an den Boden stellt, kann eine jährliche Ausbringung von Tierdung von Vorteil sein. Dazu eignet sich der Herbst oder die Monate Januar und Februar, damit die Zeitspanne vor dem Anpflanzen lang genug ist. Allerdings vertragen nicht alle Pflanzen die Versorgung mit Stallmist. Am besten geeignet ist Tierdung für die meisten Blumensorten, Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Kürbis oder Kohlarten. Bei der Verwendung von Rettich, Zwiebeln oder Karotten sollte der Stallmist zum größten Teil schon verrottet sein, um Schäden an den Pflanzen zu vermeiden.

Pferdemist als beliebter Tierdung

Pferdemist als beliebter Tierdung
Pferdemist besteht aus einer Mischung von Urin, Pferdeäpfeln und Einstreu und gilt darüber hinaus als wertvoller organischer Dünger. Neben wichtigen Hauptnährelementen enthält Pferdemist auch zahlreiche Spurennährelemente und viel Magnesium. Als Pflanzendünger ist er sehr hochwertig und liefert den Pflanzen zahlreiche Nährstoffe zum Wachsen und Gedeihen. Die Zusammensetzung von Pferdemist kann recht variabel sein, denn je mehr Einstreu im Pferdedung enthalten ist, umso mehr verschiebt sich dessen Wirkung als Dünger. Die Reproduktion von Humus wird gefördert, die Bodenqualitäten, die Wasserspeicherung, die Nährstoffpufferung sowie die Belüftung vom Erdreich wird verbessert.

Durch die Zwischenlagerung von Pferdemist an der Luft werden die Eigenschaften von Pferdemist verändert. Die beginnende Zersetzung sorgt dafür, dass Stickstoff und frische organische Substanzen verschwinden und die düngende Wirkung wird verstärkt. Da der frische oder nur kurz gelagerte Pferdemist extrem nährstoffhaltig ist, ist er für Kräuter und Jungpflanzen nicht geeignet, dadurch kann er bei Pflanzen mit niedrigem Nährstoffbedarf zu Schäden an der Pflanze führen. Pferdemist, der über ein Jahr kompostiert wurde, kann für alle Pflanze verwendet werden. Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen, welche Pflanzen mit frischem Pferdemist gedüngt werden können, ohne Schaden zu nehmen.

Expertentipp

Verschiedene Gemüsepflanzen mit einer kurzen Kulturzeit sollten aus gesundheitlichen Gründen nicht mit Pferdemist gedüngt werden. So wird die Verschleppung von Krankheiten verhindert. Zu den Gemüsepflanzen mit kurzer Kulturzeit zählen unter anderem Radieschen und Salat. Frischer Pferdemist sollte nicht im Herbst, sondern besser im Winter auf dem Boden verteilt werden. Auf leichten und sandigen Böden muss frischer Pferdemist tief eingearbeitet werden. Auf schweren Böden dagegen erfolgt die Einarbeitung von Pferdedung möglichst flach. Die individuelle Einarbeitung sorgt dafür, dass die Nährstoffe genau zum richtigen Zeitpunkt freigesetzt werden. Ist der Pferdemist kompostiert, kann dieser ohne Bedenken verwendet werden, allerdings sollte er immer am Ende des Winters verarbeitet werden. Von frischem Pferdemist wird etwa ein Kilogramm Mist auf einem Quadratmeter verwendet.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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