Oft bemerkt man einen Schädlingsbefall in der Blumenerde erst zu spät und kann deswegen häufig seine Pflanzen kaum mehr davon befreien. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie einen Befall durch Käfer und Co bekämpfen können.
Mit welchem Ungeziefer hat man es am häufigsten zu tun?
Meist ist von einem Befall durch Wurzelmilben, Trauermücken, Lilienhähnchen oder Springschwänzen auszugehen.
Die Wurzelmilbe
Bei einem Befall von Wurzelmilben leidet, wie der Name bereits vermuten lässt, besonders die Wurzel der Pflanze. Aber auch die Knollen und Zwiebeln können in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Tiere sind häufig am Stängel der Pflanze zu sehen. Die Wurzelmilbe ist vor allem wegen Ihrer hohen Reproduktionsrate eine echte Plage an vielen Gewächsen. Vor allem Lilien fallen Ihr oft zum Opfer.
Die Trauermücke
Die Trauermücke ist für den Menschen völlig ungefährlich. Für Pflanzen stellt Sie jedoch eine Bedrohung dar. Legt die Fliege nämlich ihre Larven in Blumenerde ab, schlüpfen diese schon bald und richten Schaden am Gewächs an.
Die Lilienhähnchen
Ganz ähnlich wie bei der Trauermücke befallen auch die knallroten Lilienhähnchen gerne Ihre kultivierten Pflanzen. Sie legen wie die Mücken Eier in der Erde ab, welche schnell schlüpfen. Die Larven ernähren sich dann von den Blättern und Stängeln, was ein Bild der Verwüstung zurücklässt.
Springschwänzen
Die lästigen Sechsfüßer erreichen eine Körperlänge von bis zu 17 Millimetern und ernähren sich eigentlich vorwiegend von totem Pflanzenmaterial. Es kann aber auch dazu kommen, dass sie bei Nahrungsknappheit junge Pflanzen befallen.
Schäden erkennen

Diese kleinen Plagegeister können ganz unterschiedliche Schäden an Ihren kultivierten Pflanzen verursachen.
- Wurzelmilben verursachen durch Ihre Anwesenheit oft gelbe Blätter, die nach und nach vertrocknen.
- Trauermücken fressen Wurzeln und kappen dabei mehr und mehr die Flüssigkeitszufuhr der Pflanze, sodass diese vertrocknet und stirbt.
- Die Larven des Lilienhähnchens saugen den Saft aus den Blättern, sodass die Pflanze immer mehr erschlafft.
- Springschwänze fressen Löcher ins Blattwerk einer Pflanze.
Wie bekämpft man einen Befall möglichst ohne Chemie?

Es gibt viele chemiefreie Mittel, um die aufgeführten Invasionen zu bekämpfen.
Trauermücken bekämpfen
Gegen Trauermücken hilft Nikotin. Stecken Sie also entweder etwas Tabak in die befallene Blumenerde, oder mischen Sie sich ein Nikotin-Gießwasser, bestehend aus Wasser und Zigarettenstummeln.Achtung, die Variante ist sehr giftig. Kinder und Haustiere vm Topf fernhalten.
Springschwänze bekämpfen
Um Springschwänze zu vertreiben, ist ein Vollbad der Pflanze sinnvoll und effektiv. Die Tiere verlieren schnell den Halt und die Pflanze plus Erde wird von ihnen befreit.
Wurzelmilben bekämpfen
Wermuttee schafft Abhilfe bei einem Befall von Wurzelmilben. Nutzen Sie diesen einfach als Gießwasser. Bei einem starken Befall sollten Sie aber in Erwägung ziehen, die Pflanze gänzlich umzutopfen.
Lilienhähnchen bekämpfen
Gegen Lilienhähnchen kommt eine Seifenlauge zum Einsatz. Mischen Sie einfach Seife mit zwei Teelöffeln Spiritus und geben Sie Wasser hinzu. Diese Mischung nun in eine Sprühflasche füllen und die Pflanze damit kräftig einsprühen.
Expertentipp
Sind Sie sich unsicher darüber, welches Ungeziefer sich nun in Ihrer Blumenerde eingenistet hat, so können Sie neben den spezifischen Bekämpfungsmitteln auch generelle Mittel wie Gelbtafeln verwenden. Diese haben eine klebrige Oberfläche und ziehen Schädlinge an. Das Ergebnis ist schon bald eine Ungeziefer-freie Blumenerde.
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