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Pflanzenvermehrung

Vergissmeinnicht – so gelingt die Vermehrung!

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Vergissmeinnicht - so gelingt die Vermehrung!

Vergissmeinnicht (Myosotis) zu vermehren ist nicht schwer. Denn grundsätzlich vervielfältigen sie sich allein, sofern man einige der verblühten Blütenstände an den Pflanzen belässt. Auf diese Weise können sie sich in Beeten, auf Wiesen und in Blumentöpfen selbst aussäen.

Weitverbreitete Arten und zahlreiche Zuchtformen

Vergissmeinnicht gehören zur Familie der Raublattgewächse und sind beliebte Frühblüher. Ihr Name geht aller Vermutung nach auf eine deutsche Sage aus dem Mittelalter zurück und wurde in viele andere Sprachen übertragen, denn Vergissmeinnicht sind nahezu auf der ganzen Welt verbreitet.

Die botanische Bezeichnung ‘Myosotis’ entstammt dem Altgriechischen und bedeutet ‘Mäuseohr’, was auf die mäuseohrförmigen Blätter hindeutet. Neben wilden Arten wie Myosotis sylvatica und Myosotis arvensis gibt es zahlreiche Züchtungen, deren Vermehrung man nicht dem Zufall überlassen sollte, um ihre Sortenreinheit zu erhalten.

Vermehrung sortenreiner Züchtungen

Vermehrung sortenreiner Züchtungen


Die Vermehrung sortenreiner Vergissmeinnicht wie ‘Rosa Traum’, ‘Blaue Schönheit’, ‘Blaue Kugel’ oder ‘Compindi’ erfolgt über Stecklinge oder über die Teilung der Wurzeln. Eine weitere Möglichkeit ist die Aussaat von Samen. Alle natürlichen Arten wie auch das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris) und das sonnenverliebte Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) können ebenfalls über diese Methoden vermehrt werden.

Für die Vermehrung über Stecklinge werden die Stängel von Juni bis Juli etwa einen Zentimeter über dem Wurzelansatz mit einem Messer oder mit einer Schere abgeschnitten. Hierfür sollte man junge Triebe auswählen, die weder blühen noch zu viele Blätter besitzen, sodass sie ihre Kraft vorrangig für die Bildung von Wurzeln aufwenden können. Die Stängel kann man sofort in Anzuchterde setzen und angießen oder in mit Regenwasser gefüllte Glasgefäße stellen.

Für die Vermehrung durch Wurzelteilung sollten Sie die Stauden nach der Blütezeit ausgegraben. Legen Sie den Wurzelballen dazu weiträumig frei, um ihn nicht zu verletzen. Das Wurzelgeflecht wird vorsichtig mit der Hand geteilt. Bei sehr großen Exemplaren kann das auch mit Hilfe eines scharfen Messers oder Spatens erfolgen. Die entstandenen Wurzelteile können danach sofort in ein Beet, an einen anderen Standort im Garten oder in ein Pflanzgefäß gesetzt werden. Vergessen Sie nicht, Ihre Vergissmeinnicht anzugießen.

Vermehrung über Samen

Vermehrung über Samen
Auch die Vermehrung über Samen müssen Sie nicht dem Zufall überlassen. Die bestäubten Blütenstände werden dafür an den Pflanzen belassen und nach der Fruchtreife zwischen Juni und August abgeerntet. Um sich das Überwintern junger Pflanzen zu ersparen, kann man die Samen im kommenden Frühjahr aussäen. Vergissmeinnicht sind Lichtkeimer und dürfen nach der Aussaat nur dünn mit Erde bedeckt werden.

Expertentipp

Eine weitere Vermehrungsmethode ist die Nutzung von Wurzelschnittlingen. Junge, kräftige Wurzeln werden dazu in etwa drei Zentimeter lange Stücke geschnitten und in Substrat eingepflanzt.

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