Die Zaunwinde ist eine heimische Wildpflanze, die häufig an Hecken, Zäunen oder Wegrändern zu finden ist. Von Juni bis September sorgen ihre trichterförmigen, weißen Blüten für einen hübschen Anblick. Doch als Rankpflanze nutzt sie jede Möglichkeit und überwuchert auch umliegende Pflanzen recht schnell. Bei vielen Hobbygärtnern ist die Wildpflanze im eigenen Garten aus diesem Grund nicht gern gesehen.
Seit vielen Jahrhunderten wird sie jedoch in der Volksmedizin als Heilpflanze für verschiedene Beschwerden genutzt. Trotzdem zählt sie nicht zu den essbaren Gewächsen, denn alle Pflanzenteile enthalten verschiedene Giftstoffe, wenn auch in nur geringer Konzentration.
Lange Tradition als Heilpflanze
Die Zaunwinde ist in allen gemäßigten bis subtropischen Regionen auf der ganzen Welt weit verbreitet. Auch in Mitteleuropa ist die Rankpflanze häufig anzutreffen. In der Volksmedizin wird sie deshalb schon seit langer Zeit genutzt. So dient sie seit Jahrhunderten als Heilmittel bei Bauchschmerzen und Blähungen, wird aber auch zur Behandlung von Geschwüren und offenen Beinen genutzt.
Zur Verwendung als Heilmittel werden aus der Zaunwinde spezielle Tinkturen aus verschiedenen Pflanzenteilen hergestellt. Diese werden jedoch zuvor meist abgekocht. Trotz der heilenden Wirkung sind alle Pflanzenteile der Zaunwinde leicht giftig und es wird deshalb heutzutage von der Verwendung der Pflanze als Heilmittel abgeraten. Essbar ist das Gewächs aufgrund der enthaltenen Giftstoffe auf keinen Fall.
Inhaltsstoffe

Sowohl in den Blüten, Blättern und Ranken der Zaunwinde, als auch in ihren Wurzeln sind die folgenden Giftstoffe enthalten:
- Gerbsäure
- Gerbstoffe
- Glykoside
- Tannine
Da alle toxischen Stoffe in nur geringer Konzentration vorhanden sind, treten beim Verzehr von Pflanzenteilen nur schwache Vergiftungserscheinungen auf, doch vor allem bei Kindern ist Vorsicht geboten. So kann der Verzehr von Pflanzenteilen eine abführende Wirkung haben und mitunter zu halluzinogenen Episoden führen.
Expertentipp
Die Zaunwinde sieht sehr hübsch aus, verbreitet sich jedoch schnell, überwuchert benachbarte Pflanzen und ist vor allem für Kinder nicht ungefährlich. Da es schwierig ist ihre Wurzeln vollständig zu entfernen, ist das kontinuierliche Abschneiden aller Triebe direkt über dem Boden eine gute Methode, um sie im eigenen Garten zu bekämpfen. Auf diese Weise erhalten die Wurzelstöcke weniger Nährstoffe und treiben zusehends schwächer aus.
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