Für viele Menschen bedeutet der Anbruch der Herbstzeit vor allem, dass die Erntezeit von einigen Früchten losgeht – unter anderem auch die der Birnen. Je nachdem, um welche Birnensorte es sich handelt, kann mit der Ernte schon ab Mitte Juli begonnen werden. Wann genau jedoch der optimale Zeitpunkt für eine einzelne Birne gekommen ist, hängt stark damit zusammen, wie weit fortgeschritten die Genussreife der Frucht ist. Was es damit genau auf sich hat, und welche weiteren Aspekte es bei diesem Thema noch zu beachten gilt, erfahren Sie hier in diesem Artikel.
Wie man reife Birnen erkennt
Tatsächlich gibt es im Allgemeinen keinen optimalen Reifezeitpunkt für Birnen. Wann dieser Zeitpunkt erreicht ist, hängt unter anderem sehr mit der Birnensorte, aber auch mit dem Wetter zusammen, welches in den Monaten vor der Ernte noch herrschte. Es gibt Birnensorten, die zu einem früheren Zeitpunkt reif sind als andere, weshalb diese Sorten für längere Einlagerungen nicht zu empfehlen sind. Derartige Exemplare dürfen aus diesem Grund auch so lange am Baum hängen bleiben, bis sie ihre Vollreife (bzw. „Genussreife“) erreicht haben.
Bei den Birnen hingegen, die über einen längeren Zeitraum eingelagert werden sollen, empfiehlt sich die Ernte schon beim Erreichen der Pflückreife. Das dieses Reifestadium erreicht ist, können Sie daran erkennen, dass die Farbe der Birnen heller geworden ist, und sich die Früchte mit einer leichten Drehbewegung am Stiel vom Baum entfernen lassen. Für die endgültige Feststellung kann nach dem Pflücken die Birne auch aufgeschnitten werden. Wenn die Birne in ihrem Zustand noch sehr fest ist, aber bereits braune Kerne im Inneren hat, ist die Frucht pflückreif.
Der beste Erntezeitpunkt

Aufgrund der Tatsache, dass an einem Birnbaum niemals alle Früchte zur gleichen Zeit gepflückt werden können, sollte die Ernte in mehreren Tagesetappen ablaufen. Damit nach der Ernte die Birnen auch gut eingelagert werden können, sollte das Erntewetter möglichst trocken und frei von Frost sein – wobei geringer Frost den Birnen noch nicht direkt was ausmacht. Um eine mögliche Schimmelbildung an den Früchten zu verhindern, sollten die Birnen stets trocken sein. Falls vor dem Pflücken jedoch einige dieser Früchte gefroren sein sollen, sollte mit der Ernte besser noch gewartet werden, bis die Birnen wieder aufgetaut sind, da sie ansonsten recht anfällig für Druckstellen durch Berührungen sind.
Expertentipp
Wie bei anderen Fruchtbäumen auch, sind die Birnen an den unteren Ästen leicht aus dem Stand mit der Hand pflückbar, während sich bei den Früchten an hoch hängenden Ästen der Einsatz einer stabilen Leiter empfiehlt. Noch geeigneter dafür wäre ein „Pflücker“, mit dem Sie auch an Birnen herankommen, die weiter oben hängen. Tatsächlich wäre ein solcher Pflücker sinnvoller als eine Leiter, da es manchmal nicht gerade einfach ist, zusammen mit einem Erntekorb oben auf einer Leiter bei der Arbeit das Gleichgewicht zu halten.
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