Wasserpest ist Fluch und Segen zugleich im Gartenteich. Die Pflanze verfügt über eine immense Wachstums- und Vermehrungsgeschwindigkeit und wird daher schnell zur wahren Plage. Um der Pflanze Herr zu werden, können Sie aber auf einige effektive Mittel zurückgreifen.
Allgemeines zur Wasserpest
Aufgrund ihrer wassereinigenden Eigenschaften wird die Wasserpest in vielen Gartenteichen gerne angepflanzt. Sie bindet Stoffe aus dem Wasser und produziert Sauerstoff. Zudem schätzen viele Kleintiere die dichten Blätter als Schutz vor Fressfeinden. Allerdings neigt das Gewächs aus der Familie der auch zu einer rasanten Ausbreitung. Deshalb möchten viele Gärtner sie möglichst schnell wieder loswerden oder zumindest weitestgehend dezimieren. Dazu stehen Ihnen mechanische oder chemische Methoden zur Verfügung. Bis zu einem gewissen Grad können nützliche Tierarten ebenfalls dazu beitragen, den Bestand zu reduzieren. Schließlich stehen Ihnen präventive Maßnahmen zur Verfügung.
Manuelle Bekämpfung der Pflanze
Zeitaufwendig, aber effektiv ist die Bekämpfung per Hand. Diese Methode eignet sich insbesondere bei kleinen oder mittelgroßen Teichen. Im Fachhandel erhalten Sie spezielle Krautharken, die auch im Wasser eingesetzt werden können. Mit diesen lässt sich das Dickicht der Pflanze unproblematisch durchtrennen und entfernen. Gehen Sie möglichst gründlich vor, da sich aus abgetrennten Teilen wieder neue Ableger der Art bilden. Im Handel sind spezielle Exemplare erhältlich, die mit einer Leine ausgeworfen und wieder ans Ufer gezogen werden. Befinden sich Fische im Teich, sollten Sie diese vorher umsiedeln, um Verletzungen zu vermeiden.
Nützlinge gegen die Wasserpest

Manche Aquarianer schwören auf Fischarten, die bei der Bekämpfung der Wasserpest helfen. Auch im Teich ist eine gezielte Ansiedlung möglich. Ein oft genanntes Beispiel ist die Rotfeder. Der einheimische Fisch kann in größeren Gartenteichen angesiedelt werden. Dort hat er sich vor allem auf das Fressen von Unterwasserpflanzen spezialisiert. Zu seinen Leibspeisen zählt die Wasserpest. In öffentlichen Gewässern mit Befall durch die Pflanze wird die Art daher seit einiger Zeit eingesetzt. Allerdings ernähren sich die Fische auch von weiteren Wasserpflanzen, was bei der Bepflanzung zu berücksichtigen ist.
Präventive Maßnahmen gegen die Pflanze

Mit der richtigen Prävention kann einer zu starken Ausbreitung des lästigen Gewächses nachhaltig vorgebeugt werden. Das A und O beim Gartenteich sind die richtige Temperatur, Nährstoffverhältnisse und Lichtverhältnisse. Sorgen Sie dafür, dass ihr Teich nicht überdüngt wird, und kontrollieren Sie regelmäßig den pH-Wert. Dafür können Sie Messgeräte verwenden, die den genauen Anteil von Säure und Kalk im Wasser analysieren.
Greifen Sie zusätzlich auf Pflanzen zurück, die den Nährstoffgehalt im Wasser absenken. Die Wasserpest mag es warm und hell, sodass Teiche in der prallen Sonne einem erhöhten Risiko der unkontrollierten Ausbreitung ausgesetzt sind. Abhilfe schafft eine natürliche oder künstliche Beschattung des Teichs, etwa durch Bäume, Farne, Sträucher und Sonnensegel. Sonnenschirme oder Vordächer dienen ebenfalls diesem Zweck.
Chemische Bekämpfung vermeiden
Im Handel sind chemische Mittel erhältlich, mit denen Sie der Wasserpest begegnen können. Diese haben oft allerdings den Nachteil, auch andere Organismen im Wasser zu schädigen. Sie eignen sich daher vor allem als Mittel der letzten Wahl. Allerdings können Sie mit der richtigen Einstellung des Wasserwerts und biologischen Reinigungsmitteln die Bedingungen für die Wasserpflanze erschweren.
Expertentipp
Um die Lichteinstrahlung im Teich zu senken, können Sie auf Schwimmpflanzen wie die Wasserlinse oder Froschbiss zurückgreifen.
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