Um dem Garten Struktur zu verleihen, ist Wasser ein optimales Gestaltungselement. Dabei sind dem eigenen Geschmack keine Grenzen gesetzt, denn vom einfachen Wasserspiel über streng geometrisch geformte Wasserbecken bis hin zum natürlich wirkenden Gartenteich, gibt es unzählige Möglichkeiten Wasser im Garten zu integrieren.
Viele Gartenbesitzer entscheiden sich jedoch für einen Gartenteich, denn dieser wirkt nicht nur natürlich, sondern stellt auch für zahlreiche heimische Tierarten ein gern angenommenes Biotop dar.
Damit der Teich im biologischen Gleichgewicht bleibt und möglicherweise auch als Fischteich genutzt werden kann, ist die richtige Tiefe des künstlich angelegten Gewässers von großer Wichtigkeit.
Keine einheitliche Tiefe
Während die Gesamtgröße eines Gartenteichs unbedingt auch von der Gartengröße abhängt, hängt die optimale Teichtiefe nicht ausschließlich von der Teichgröße ab. Doch sollte das Teichbecken niemals mit einer einheitlichen Tiefe geplant werden.
Bei einer einheitlichen Tiefe des gesamten Teichbeckens wird sich kein biologisches Gleichgewicht im Teich aufbauen. Das erschwert nicht nur heimischen Teichbewohnern die Ansiedlung im Teich, sondern vergrößert und erschwert die Teichpflege ganz erheblich.
Drei Hauptzonen
Idealerweise wird der Gartenteich in insgesamt drei Hauptzonen unterteilt:
- Sumpfzone
- Flachwasserzone
- Tiefwasserzone
Auf diese Weise werden die Tiefenzonen eines natürlichen Gewässers optimal nachgebildet. Das hat den Vorteil, dass unterschiedliche Pflanzen in den verschiedenen Zonen angepflanzt werden, die unterschiedliche Funktionen im Teich übernehmen können. Auf diese Weise kann sich ein biologisches Gleichgewicht im Teich entwickeln, das dem eines gesunden natürlichen Gewässers ähnelt.
Ein biologisches Gleichgewicht ist für die Wasserqualität unverzichtbar und fördert die Ansiedlung verschiedener Teichbewohner. Darüber hinaus hat es großen Einfluss auf die Pflegeintensität.
Sumpfzone
Bei der Sumpfzone handelt es sich um eine flache und relativ breite Uferzone, mit einer Wassertiefe von 10 bis maximal 20 cm. Die maximale Breite der Sumpfzone sollte 30 cm möglichst nicht überschreiten.
In dieser Zone können hauptsächlich Sumpfpflanzen kultiviert werden. Sumpfpflanzen am Rand des Teichs werten diesen nicht nur optisch auf, sondern dienen vielen Vögeln und Fröschen als Versteck und Tränke. Die Sumpfzone sollte deshalb möglichst flach gestaltet werden.
Flachwasserzone

An die flache Sumpfzone schließt sich die Flachwasserzone an. Diese sollte mindestens eine Tiefe von 20cm haben und kann je nach Größe des Teichs maximal bis zu 60 cm in die Tiefe gehen. Die Breite der Flachwasserzone sollte 50 cm nicht überschreiten.
In der Flachwasserzone können viele verschieden Teichpflanzen kultiviert werden. Diese Zone ist für das biologische Gleichgewicht des Teiches besonders wichtig, denn Teichpflanzen, die in Tiefen von 20 bis 60 cm gedeihen, nehmen Nährstoffe sowohl aus dem Boden, als auch aus dem Wasser auf. Sie verhindern dadurch ein übermäßiges Algenwachstum.
Tiefwasserzone

Die Tiefwasserzone beginnt bei einer Teichtiefe von 60 cm. Bei der Teichplanung sollte gleich berücksichtigt werden, ob im Teich Fische gehalten werden sollen.
Unabhängig von der Fischart, benötigen Fische eine Teichtiefe von mindestens 90 bis 120 cm, um den Winter unbeschadet überleben zu können. Ab dieser Mindesttiefe ist das vollständige Zufrieren des Wassers nahezu ausgeschlossen. Zudem erhitzt sich bei einer Mindesttiefe von 90 cm das Wasser im Sommer nicht so stark. Das ist vor allem für den Sauerstoffgehalt des Wassers wichtig.
Expertentipp
Sollen Fische im Teich gehalten werden, ist neben der Mindesttiefe von 90 bis 120 cm auch eine Mindestgröße der Tiefwasserzone wichtig. Diese sollte, je nach Fischbesatz, idealerweise mindestens 2 Quadratmeter betragen.
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