Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Andere Namen dieser Pflanze sind Poinsettie, Christstern und Adventsstern. Ihr ursprüngliches Habitat liegt in den Tropen und Subtropen Mittelamerikas. Weitere interessante Fakten zur Herkunft und Pflege erhalten Sie in diesem Beitrag.
Eine beliebte Zierpflanze im Advent
Der Weihnachtsstern ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen während der Weihnachtszeit, da er die typischen Farben des Festes mit sternförmig angeordneten Blättern verbindet. Die unteren Laubblätter sind in ein sattes Grün gefärbt, die dekorativen Hochblätter erscheinen hingegen meist in einem leuchtenden Rot. Bei den roten, zuweilen auch gelben, gelblich-weißen oder rosafarbenen Hochblättern handelt es sich jedoch nicht um Blüten.
Weihnachtssterne stammen ursprünglich aus Mittelamerika, hauptsächlich vom nordwestlich gelegenen mexikanischen Bundesstaat Sinaloa bis in den tiefen Süden Guatemalas kann man die Gewächse finden. Sie wachsen dort noch heute von hohen Bäumen beschattet in subtropischen Wäldern und in Höhen von bis zu 1.000 Metern. Als Sträucher und Bäume erreichen sie Wuchshöhen von bis zu vier Metern.
Diese einzigartigen Pflanzen mit ihren attraktiven Scheinblüten wurden bereits vor der Ankunft der Europäer von den Azteken kultiviert. Der amerikanische Politiker, Botschafter in Mexiko, Botaniker und Arzt Joel Roberts Poinsett brachte den Weihnachtsstern im frühen 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Nordamerika und wurde dessen Namensgeber. Wenig später im Jahr 1833 sandte der deutsch-österreichische Botaniker Wilhelm Friedrich von Karwinsky von Karwin einen Weihnachtsstern von seiner Mexikoreise nach München. Auf diesem Weg gelangte der Weihnachtsstern in den Botanischen Garten.
Als Zierpflanze trat der Weihnachtsstern seinen Siegeszug um die ganze Welt an und es entstanden zahlreiche Zuchtformen. In vielen Gebieten Asiens, Afrikas, Australiens und im Mittelmeerraum sind sie verwildert und haben mancherorts große Bestände gebildet. Gefährdet ist der Weihnachtsstern in der freien Natur nicht. Er steht dennoch auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion.
Pflege von Weihnachtssternen
Als tropische und subtropische Gewächse sind Weihnachtssterne nicht winterhart. Sie bevorzugen halbschattige Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung. Als Zimmerpflanzen können sie über mehrere Jahre hinweg kultiviert werden, man darf sie jedoch nur sparsam bewässern. Im späten Frühjahr, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, können sie ins Freie umgesiedelt oder an einem halbschattigen Platz ausgepflanzt werden.
Expertentipp
Billige Weihnachtssterne, die in der Vorweihnachtszeit zu Hunderten angeboten werden, sind meist von minderer Qualität und halten selten länger als eine Saison. An Pflanzen von guter Qualität hat man auch in der nächsten Weihnachtszeit viel Freude. Damit sie farbige Hochblätter entwickeln, dürfen sie über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr als 12 Sonnenstunden pro Tag erhalten.
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