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Kletterpflanzen

Weinrebe im Kübel überwintern

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Weinrebe im Kübel überwintern

Ursprünglich ist die Weinrebe ein Gewächs des Mittelmeerraums. Die wohl bekannteste Art der Gattung ist Vitis Vinifera, der Weinstock. Weinreben sind schnell wachsende Kletterpflanzen, die üblicherweise als Gartenpflanze mit festem Standort gepflanzt werden. Eine Kultivierung im Kübel, etwa zur Zierde des Balkons, ist jedoch möglich, wenn auch mit etwas mehr Aufwand verbunden.

Rückschnitt von Weinreben

Damit die Pflanze Früchte produziert und einen gleichmäßigen fächerförmigen Wuchs am Gerüst erreicht, ist ein Rückschnitt ab dem zweiten Jahr nach der Pflanzung vor dem Winter wichtig. Zwar können auch ohne Schnitt Früchte produziert werden, doch sowohl für die Regeneration, für ein gesundes Aussehen und für den Ertrag an Trauben lohnt sich die Mühe eines korrekten Rückschnitts allemal.

Im ersten Jahr werden lediglich alle Triebe locker zusammengebunden. Ist der kontrollierte Wandbewuchs entlang eines Klettergerüstes geplant, werden alle Triebe an horizontal gezogenen Drähten gebunden. Erst im folgenden Winter wählt man die stärksten zwei bis drei Triebe aus, die als Haupttriebe der Pflanze definiert werden. Von den Haupttrieben ausgehend folgt zum folgenden Winter der Rückschnitt. Dafür wird der jährliche Zuwachs der Triebe um die Hälfte gekürzt und fächerförmig am Gerüst befestigt. Dies wiederholt man solange, bis die Grenze des Klettergerüstes erreicht ist. Danach wird alles, was darüber hinausgeht, entfernt. Auch die Seitentriebe werden im Winter bis auf zwei Knospen oberhalb ihrer Basis gekürzt. Diese Pflege der Pflanze wird im Frühjahr fortgesetzt, wenn aus den Blattachselknospen vorzeitige Seitentriebe (Geiztriebe) wachsen, die traditionell entfernt (ausgegeizt) werden, um die Kraft der Pflanze auf den Ertrag von Früchten zu lenken.

Überwinterung im Freien

Überwinterung im Freien


Da die Pflanze im Garten Frost verträgt, kann der Kübel ohne Probleme im Freien, also auf Balkon oder Terrasse überwintert werden. Allerdings sollte dafür eine windgeschützte Stelle direkt an der Hauswand oder in einer Ecke des Balkons gewählt werden. Wichtig ist, den Wurzelballen im Kübel unbedingt vor dem Durchfrieren zu schützen. Dafür wird die Erde mit Tannenzweigen abgedeckt. Der Kübel selbst wird fest mit Jute oder Vlies umwickelt. Alternativ und absolut frostsicher ist ein Jutesack als Winterbehältnis, der mit Reisig, Laub oder Stroh gepolstert ist. Das Erfrieren des Wurzelballens durch das Durchfrieren des Substrats wird auf diese Weise sicher vermieden. Abschließend wird auch die Erde dick mit Tannenreisig, Stroh oder Laub bedeckt, so kann der Frost sicher ferngehalten werden.

Überwinterung im Gewächshaus

Überwinterung im Gewächshaus
Die Überwinterung im Gewächshaus ist auch möglich. In den meisten Städten bieten Gärtnereien das Überwintern von Pflanzen in ihren Gewächshäusern gegen ein kleines Entgelt an. Allerdings sollte die Pflanze dann ab Februar bereits wieder ins Freie, es sei denn, sie hat über den Winter bereits Knospen gebildet. Um im letzten Fall Frostschäden zu vermeiden sollte bis April/Mai, traditionell die Tage der Eisheiligen abgewartet werden, bis der Kübel zurück ins Freie gestellt wird.

Überwinterung im Keller

Überwinterung im Keller
Auch eine Überwinterung im Keller ist möglich, wenn der Keller kalt, das heißt nie wärmer als 12 Grad ist und gut gelüftet ist. Die Pflanze sollte regelmäßig auf vorzeitigen Austrieb kontrolliert werden, wodurch sie Gefahr läuft, im Keller einzugehen.

Überwinterung in der Wohnung

Sie können die Weinrebe auch in der Wohnung überwintern. Allerdings ist hierfür der starke Rückschnitt obligatorisch. Auch sollte die Raumtemperatur 12 Grad nicht übersteigen. Treibt die Pflanze zuvor aus, verfährt man wie mit Pflanzen aus dem Gewächshaus und stellt sie erst im April/Mai zurück ins Freie, um Frostschäden zu vermeiden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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