Hochbeete aus Holz haben ihren eigenen Charme und viele Vorteile. Das Material ist ein reines Naturprodukt, fügt sich harmonisch in den Garten ein und ermöglicht sehr stabile Konstruktionen. Doch nicht alle Holzarten sind gleich gut geeignet.
Weiches oder hartes Holz
Bei Holzarten unterscheidet man zwischen sogenannten harten und weichen Hölzern. Hartes Holz wächst eher langsam, bildet jedoch kompakte Fasern und enge Strukturen aus. Es hat ein hohes Gewicht, ist sehr formstabil und beständig. Durch seine hohe Dichte ist es jedoch etwas anspruchsvoller in Bezug auf die Verarbeitung. Dafür sind Konstruktionen aus Hartholz langlebig, besonders stabil und halten auch hohe Belastungen aus. Eigenschaften, die beim Bau eines Hochbeetes besonders wichtig sind.
Weiche Hölzer stammen von schnellwüchsigen Bäumen wie Tannen, Pappeln oder Fichten. Das Holz hat ein geringes Gewicht, ist günstig in der Anschaffung und lässt sich einfach verarbeiten. Leider ist es auch vergleichsweise offenporig, oft weniger formstabil und neigt zum Aufquellen. Das macht das Holz anfälliger für Schimmelbildung und Fäulnisprozesse. Ein Hochbeet aus Weichholz kann preiswert und einfach hergestellt werden, hat aber tendenziell eine kürzere Lebensdauer.
Die vier besten Holzarten für den Bau eines Hochbeetes

Für den Bau eines Hochbeetes haben sich die vier folgenden Holzarten besonders bewährt:
Douglasienholz
Die Douglasie ist ein Nadelbaum, der hauptsächlich in Nordamerika vorkommt. Douglasienholz gehört zu den Weichhölzern, ist aber dennoch eher dicht und sehr formstabil. Es wird gern für Konstruktionen im Außenbereich, wie Terrassen oder Sichtschutzelemente, verwendet. Da das Holz leicht ist und gut verarbeitet werden kann, eignet es sich auch für den Bau eines Hochbeetes. Ein gewisser Pflegeaufwand ist bei diesem Holz jedoch notwendig.
Lärchenholz
Die Lärche gehört zu den Kieferngewächsen und ist einer der wenigen Nadelbäume, die im Winter ihr Laub abwerfen. Lärchenholz ist, wie das Douglasienholz, ein Weichholz. Es ist vergleichsweise langlebig und widerstandsfähig und weist einen hohen Harz-Anteil auf, was sich positiv auf die Feuchtigkeitsresistenz auswirkt. Hinzu kommt, dass Lärchenholz günstiger ist als Hartholz, aber dennoch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist.
Eichenholz
Eichenholz ist ein typisches Hartholz. Es ist langsam gewachsen, von sehr dichter Struktur und besonders formstabil. Die hohe Dichte macht dieses Holz sehr unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Deshalb werden schwere Eichenfässer auch heute noch zur Lagerung und Reifung von Wein, Whiskey oder Balsamico-Essig verwendet.
Durch die hohe Haltbarkeit und den geringen Pflegeaufwand sind Hochbeete aus Eichenholz sehr beliebt. Ein Nachteil sind die hohen Anschaffungskosten, Eichenholz gehört zu den eher teuren Holzarten. Dafür ist ein Hochbeet aus Eichenholz allerdings besonders langlebig.
Robinienholz
Das Holz der Robinie gehört zu den härtesten Holzarten in Mitteleuropa. Es ist schwer und widerstandsfähig und hat zudem von Natur aus eine hohe Widerstandskraft gegen Pilzbefall und Holzfäule. Bei der Pflege von Robinienholz kommen chemische Konservierungsmittel daher nur selten zum Einsatz. Das Holz ist aufgrund seiner hohen Dichte und seinem Gewicht nicht ganz einfach zu bearbeiten. Ein Hochbeet aus Robinienholz ist jedoch besonders langlebig und formstabil. Zudem ist es eher unempfindlich und weist einen geringen Pflegeaufwand auf.
Hochbeet-Holz für den kleinen Geldbeutel
Wer nicht allzu viel Geld für ein Hochbeet ausgeben möchte, kann auch auf günstige Weichhölzer wie Birken- oder Fichtenholz zurückgreifen. Der große Nachteil ist die geringe Wetterbeständigkeit und die geringere Lebensdauer. Diese Hochbeete sollten Sie vorzugsweise an einem witterungsgeschützten Ort platzieren und sie müssen außerdem regelmäßig mit Holzschutzmitteln imprägniert werden.
Expertentipp
Es empfiehlt sich, das Hochbeet von innen auszukleiden, um eine Schutzbarriere zwischen dem Holz und der feuchten Erde zu schaffen. Besonders empfehlenswert ist spezielle Noppenfolie. Diese sorgt für eine optimale Luftzirkulation, auch an der Innenseite des Hochbeetes. So wird der Verrottungsprozess des Holzes deutlich verringert und die Haltbarkeit des Hochbeetes verlängert.
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