Wicken werden in Gärten meist zur Begrünung von Mauern und Zäunen eingesetzt. Manche Arten dienen auch als Tierfutter. Andererseits hört man immer wieder Warnungen, dass Wicken giftig wären. Ob eine Gefahr für Kinder und Haustiere besteht, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Die Giftigkeit von Wicken
Fast alle Wickenarten enthalten tatsächlich Giftstoffe. Diese sind jedoch meist nur schwach konzentriert. Lediglich Futterwicken sind gänzlich ungiftig. Sie schmecken jedoch sehr bitter, was sie für Menschen ungenießbar macht. Der gefährlichste Teil der Pflanze sind üblicherweise ihre Samen. Aber auch Blätter, Triebe und Blüten können Giftstoffe enthalten.
Wicken und Kinder
Die Gefahr, dass Kinder Wicken kosten, ist als eher gering einzuschätzen. Babys erforschen ihre Umgebung jedoch gern mit ihrem Mund, da ihr Tastsinn im Mund besser entwickelt ist als ihr Sehsinn. Bei älteren Kindern kann es vorkommen, dass sie im Rahmen von Kochspielen Früchte als Bohnen verwenden und diese essen.
Der einmalige Verzehr führt größtenteils lediglich zu Erbrechen. Ernstere Folgen sind erst bei wiederholtem Genuss bzw. bei großen Mengen zu befürchten. Sie können dem vorbeugen, indem Sie verblühte Blüten abschneiden, bevor sich Früchte ausbilden können.
Wicken und Tiere

Weidetiere erkennen den Unterschied zwischen Futter- und Giftpflanzen meist selbst. Wer Pferde, Schweine oder Rinder mit Wicken füttert, sollte diese nicht als alleiniges Futtermittel verwenden und zusätzlich auf Vergiftungssymptome bei den Tieren achten.
Kleintieren, wie Kaninchen und Meerschweinchen, sollte man Wicken nur geben, wenn man ganz sicher ist, dass es sich um Futterwicken handelt. Halten Sie die Menge gering, mischen Sie sie mit anderen Pflanzen und verfüttern Sie keine Früchte.
Um Hunde und Katzen müssen Sie sich keine Sorgen machen. Sie finden Wicken normalerweise uninteressant. Wenn sie Pflanzen zur Verdauungsförderung oder gegen Magenbeschwerden fressen, bevorzugen sie Gras. Eine Gefahr besteht also nur, wenn die Tiere nichts Besseres finden.
Symptome einer Vergiftung
Eine Vergiftung zeigt sich bei Tieren üblicherweise durch Schweißausbrüche, Erregung, Schwäche, pfeifendes Atmen und Lähmungserscheinungen. Auch Hautausschläge und Magen-Darm-Beschwerden können auftreten. Bei Menschen sind sie sogar die wahrscheinlicheren Symptome.
Expertentipp
Gefährliche Vergiftungen durch Wicken kommen beim Menschen nur nach dem Verzehr von großen Mengen vor. Ein Arztbesuch ist also nur bei starken Beschwerden notwendig. Mit Tieren sollten Sie jedoch sofort zum Tierarzt gehen. Es ist hilfreich, wenn Sie dabei Exemplare der verdächtigten Pflanzen vorzeigen können.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare