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Stauden & Ziergräser

Stauden stützen

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Stauden stützen

Gartenpflanzen sollen vor allem attraktiv aussehen und das bedeutet, dass der Gärtner manchmal ein wenig gestaltend in ihr natürliches Wachstum eingreifen muss. Dazu gehört unter anderem das Abstützen von Stauden. Es verhindert das unschöne Auseinanderfallen der Pflanzen und hilft ihnen in die Höhe zu wachsen, wenn ihr Gewicht sie nach unten ziehen würde. Doch wann und wie sollte man Stauden stützen und was ist dabei zu beachten?

Welche Stauden brauchen Stützen?

Tatsächlich ist es nicht notwendig alle Stauden zu stützen. Viele Arten sind kräftig genug, um ganz von alleine schön und aufrecht zu stehen. Besonders hoch wachsende Stauden und Arten, die schwere Blüten tragen, sind aber nicht immer in der Lage, ihr eigenes Gewicht aufrecht zu halten. Das führt dazu, dass sie ohne zusätzliche Unterstützung zu den Seiten hin absacken und dadurch auseinanderfallen, sich in Bodennähe statt in die Höhe ausbreiten oder auch abknicken wodurch Teile von ihnen absterben.

Auch der Aufstellungsort und das Wetter kann einen Einfluss darauf haben, ob Stauden gestützt werden müssen oder nicht. Exemplare an exponierten Stellen sind häufiger und stärker dem Wind ausgesetzt und knicken daher leichter. Vor allem Sommergewitter richten oft schwere Verwüstungen an unzureichend abgestützten Stauden an.

Wann sollten Stauden abgestützt werden?

Wann sollten Stauden abgestützt werden


Der beste Zeitpunkt, um eine Stütze anzubringen, ist im Frühjahr. Dann ist die Staude noch niedrig und der Zugriff leichter. Es sind noch keine Schäden oder Fehlwüchse aufgetreten und die Stütze kann genutzt werden, um den Pflanzenwuchs von Anfang an in die richtige Richtung zu dirigieren. Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht sichtbar, welche Pflanzen tatsächlich Unterstützung brauchen und welche nicht. Hier hilft eigene Erfahrung aus früheren Jahren oder auch der Rat eines erfahrenen Gärtners.

Eine weitere Schwierigkeit bei der Abstützung im Frühjahr, ist das Abschätzen der richtigen Höhe für die Stütze. Damit sie möglichst unauffällig ist, sollte sie die Staude im ausgewachsenen Zustand nicht überragen. Als ideale Höhe gelten zwei Drittel der Staudenhöhe. Wer sich unsicher ist, wie hoch seine Staude wachsen wird, kann sich jedoch auch mit einer dekorativen Stütze oder einem Rahmen behelfen, der gesehen werden soll.

Wird die Stütze erst später angebracht, muss man sehr vorsichtig vorgehen. Es besteht die Gefahr, bereits vorhandene Blüten zu beschädigen oder anders gewachsene Triebe durch zu starken Zug in eine neue Richtung zu knicken.

Was ist beim Anbringen der Stütze zu beachten?

Was ist beim Anbringen der Stütze zu beachten
Die Stütze muss tief genug in die Erde gesteckt werden, dass sie selbst festen Halt hat. Fällt sie beim ersten Windstoß oder durch vom Gießen durchnässte Erde um, kann sie der Staude keine Unterstützung bieten und ist höchstens Zierwerk. Trotzdem muss sie aber noch die gewünschte Höhe von etwa zwei Drittel der Staudenhöhe weit aus der Erde ragen.

Beim Anbinden der Staude ist es wichtig, ihr festen Halt zu geben, ohne sie zu eng zu verschnüren. Übt die Schnur oder der Draht zu starken Druck auf einen Trieb aus, kann es mit der Zeit zu Einschnürungen kommen, die den Wasserfluss und somit die Nährstoffversorgung in die oberhalb gelegenen Pflanzenteile blockieren und zu ihrem Absterben führen. Zudem kann eine zu grobe Verschnürung die Pflanze an der Bindestelle knicken lassen.

Auch sollte die Pflanze nicht zu dichten Büscheln zusammengebunden werden. Das sieht nicht nur unschön aus. Es behindert auch das natürliche Ablaufen oder Verdampfen von Nässe durch Tau oder Regen. Dadurch wird das Innere des Bündels dauerhaft feucht, was die Entstehung von Pilzbefällen und anderen Krankheiten fördert.

Welche Arten von Stützen gibt es?

Welche Arten von Stützen gibt es
Am einfachsten ist es, vor allem für Anfänger, Pflanzenstützen oder auch dekorative Stützrahmen im Handel zu kaufen. Sie können aus kräftigem Metall, langlebigem Kunststoff oder auch natürlichem Holz bestehen und entweder unauffällig oder dekorativ gestaltet sein. Bei der Auswahl ist es wichtig, nicht nur auf die richtige Höhe, sondern auch auf das Design zu achten. Es muss sich gut in das Gesamtbild des Gartens einfügen. So passen zum Beispiel dekorativ gestaltete Rahmen, die die Stauden umringen, ausgezeichnet in eine sehr gepflegte und künstlerisch geformte Gartenlandschaft. In einem wilden Naturgarten sehen sie jedoch fehl am Platze aus und man sollte eher auf unauffällige und simpel gestaltete Holzstangen zurückgreifen.

Gerade in Naturgärten bietet es sich aber auch an, die Stützen aus natürlichen Materialien selbst zu basteln. So kann zum Beispiel Reisig oder ein kräftiger Zweig anstelle eines geraden Stabes verwendet werden, wobei die natürlichen Verzweigungen zusätzlichen Halt beim Anbinden geben. Auch die Fertigung eines Gestells ist möglich indem man die Zweige X-förmig in den Boden steckt und für größere Konstruktionen mehrere X durch Reisig miteinander verbindet.

Expertentipp

Stützen und Stützrahmen bieten eine Vielfalt von kreativen Gestaltungsmöglichkeiten für den Garten. Vor allem wer Kinder hat, kann sie zur Montage von zusätzlichen bunten Dekorationselementen nutzen. An strategisch günstigen Stellen können diese auch gleichzeitig als Vogelscheuche oder Insektenhotel dienen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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