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Stauden & Ziergräser

Stauden – Vorteile von Rindenmulch und korrekte Verwendung

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Stauden - Vorteile von Rindenmulch und korrekte Verwendung

Das Wort ‘Mulch’ leitet sich vom mittelhochdeutschen ‘Mul’ für Staub bzw. zerfallende Erde ab und bezeichnet im Gartenbau und in der Landwirtschaft das Bedecken des Bodens mit nicht verrottetem, organischem Substrat. Dieser von Hobbygärtnern hoch geschätzte Beitrag für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit schützt die Poren im Erdreich, die der Luftzirkulation und der Speicherung von Wasser dienen. Bodenorganismen wie Bakterien, Pilze, Würmer und weitere Mikroorganismen sind darauf angewiesen.

Verschiedene Arten

Verschiedene Arten


Rindenmulch besteht aus klein gehäckselter Baumrinde. Das Material stammt meist von Kiefern oder Fichten aus der Region und Pinien (Pinus pinea), die am Mittelmeer beheimatet sind.

Frischen Rindenmulch erkennt man am Duft nach Wald und ätherischen Ölen. Qualitätskriterien sind gesetzlich nicht festgeschrieben. Die Verpackung sollte keine zusätzlichen Holzreste, Glasscherben oder Kunststoffteile enthalten. Außer als Schutz vor Witterungseinflüssen wirkt Rindenmulch nach der langsamen Umwandlung in Humus als organischer Dünger. Rindenhumus ist fein kompostierte Rinde.

Mulch aus Pinienrinde gilt als hochwertig, duftet nach mediterranen Kräutern, ist aufgrund des hohen Harzanteils lange haltbar und vermoost kaum. Sie weist einen geringeren Säuregehalt auf und hemmt das Wachstum von Beikräutern aus diesem Grund in geringerem Umfang. Pinienrinde ist weniger nachhaltig als Rindenmulch aus heimischer Produktion, da sie aus dem Mittelmeerraum importiert wird.

Vorteile

Vorteile
Das Aufbringen von Rindenmulch einheimischer Nadelbäume reduziert das Wachstum von Beikräutern deutlich, die den Pflanzen in ihrer Umgebung Nährstoffe und Wasser entziehen. Viele lästige Unkräuter sind nicht in der Lage, durch eine Schicht aus Rindenmulch hindurch zu wachsen. Als sogenannte Lichtkeimer benötigen sie Sonnenlicht zum Keimen und zur weiteren Entwicklung, was durch Rindenmulch verhindert wird.

Weiterhin heizt sich gemulchtes Substrat bei Sonneneinstrahlung nicht so schnell auf. Der Boden trocknet langsamer aus, was seine Fruchtbarkeit dauerhaft verbessert. Der Ertrag wärmeliebender Gemüse- und Obstpflanzen wird durch das Aufbringen von Mulch oft erhöht.

Bei starkem Frost schützt Rindenmulch den Wurzelbereich der im Freien kultivierten Gewächse vor dem Erfrieren. Mulch trägt zudem zu einer sauberen Optik im Garten bei. Gemulchte Gehwege verschlammen seltener. Hunde und Katzen vermeiden es meist, ihre Notdurft auf Mulch zu verrichten, da sie das Material nicht mögen. Bakterien, andere Mikroorganismen und Würmer zersetzen das organische Rindenmaterial und fügen dem Boden die daraus entstandenen Nährstoffe zu, wodurch sich die Humusschicht vergrößert. Die Bewässerung und ein zusätzliches Auflockern des Bodens werden seltener notwendig.

Korrekte Verwendung

Korrekte Verwendung
Rindenmulch, Bodenbeschaffenheit und Gewächse sollten aufeinander abgestimmt sein. Stauden, die auf trockenen Böden wachsen, müssen nicht gemulcht werden. Bei lehmiger, verdichteter Gartenerde führt das Mulchen zu Staunässe. Je schwerer der Boden ist, desto leichter und durchlässiger sollte das Mulchmaterial sein.

Bevor Rindenmulch aufgebracht wird, ist es ratsam, Beikräuter sorgfältig von der gesamten Fläche zu entfernen. Im Frühjahr kann dann eine 5 bis 7 Zentimeter starke Rindenmulchschicht nach der Pflanzung auf den Beeten und unter Sträuchern verteilt werden. Im Herbst wird eine weitere, etwas dickere Schicht aufgetragen. Auf Gartenwegen und um Bänke herum ist eine 10 Zentimeter starke Mulchschicht nötig, um das Wachstum wilder Kräuter effektiv zu verhindern.

Da frischer Rindenmulch oft Gerbstoffe enthält, die dem Boden lebenswichtigen Stickstoff entziehen, sollte der Boden von Stauden vor dem Mulchen mit Langzeitdünger angereichert werden. Stickstoff ist für Pflanzen notwendig, damit sie Chlorophyll produzieren können. Bei einem bestehenden Stickstoffmangel bleiben Früchte kleiner. Zudem besteht für Stauden ein höheres Risiko für Krankheiten und einen Befall mit Insekten.

Expertentipp

Soll ein bestehendes Staudenbeet gemulcht werden, sollte man die Pflanzen, abhängig von ihrer Größe, mit umgedrehten Eimern oder Blumentöpfen abdecken. Auf diese Weise werden sie nicht zugeschüttet und nehmen durch das Mulchen keinen Schaden.

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