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Stauden & Ziergräser

Stauden schneiden

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Stauden schneiden

Beim Rückschnitt von Stauden werden oft große Fehler gemacht. Diese führen zu einem kümmerlichen Wuchs oder die Blüte ist nicht so üppig wie erwartet.

Rückschnitt im Herbst

Rückschnitt im Herbst

Blühstauden werden in der Regel, mindestens im Herbst zurückgeschnitten. Mehrjährige Stauden machen zu diesem Zeitpunkt meist einen „Hausputz“ und bis auf eine bodenständige Blattrosette sterben alle oberirdischen Teile ab. Diese Teile können Sie ab Ende September zurückschneiden.

Schneiden Sie im Herbst die Stauden ca. 15 cm über den Boden ab. Eine Ausnahme bilden Stauden, die im Herbst spät blühen. Dazu gehören beispielsweise die Herbstastern. Sie blühen meist bis zum Frost und sind dann noch grün. Sie sollten frühestens geschnitten werden, wenn die oberirdischen Pflanzenteile völlig abgestorben sind. Viele lassen die Herbstastern auch über den Winter stehen und entfernen die Reste erst im Frühjahr.

Dies wäre theoretisch auch bei anderen Stauden möglich, doch sollten Sie Stauden, die viel Laub verlieren, im Herbst in jedem Fall schneiden. Unter dem Laub können sich schädliche Pilze oder Bakterien sammeln, die in der nächsten Saison die Pflanzen ebenfalls befallen können. Lediglich Spätblüher wie die Herbstastern sollten Sie erst im nächsten Frühjahr schneiden.

Rückschnitt verblühter Pflanzen

Rückschnitt verblühter Pflanzen

Wer über den gesamten Sommer bis in den Herbst hinein eine üppige Blüte haben möchte, der muss die Stauden unmittelbar nach der Blüte zurückschneiden. Das fördert eine gute Entwicklung der Pflanzen und es werden laufend neue Blüten hervorgebracht. Wichtig ist jedoch genau zu schauen, wo die Stauden die Blüten hervorbringen.

Bilden sie für jede Einzelblüte einen neuen Blütenstand, dann können Sie nach dem dieser verblüht ist, den gesamten Stängel entfernen. Manche Pflanzen, wie einige Arten beim Sonnenhut, bilden seitliche Triebe am Haupttrieb aus, die ebenfalls blühen. In diesem Fall gehen Sie wie beim Rückschnitt verblühter Rosen vor und entfernen lediglich die Blüte bis zur nächsten Seitenachse.

Glatter Schnitt

Wichtig beim Rückschnitt der Stauden ist, dass die Stängel nicht unnötig gequetscht werden. Daher ist die Auswahl und der Zustand ein wichtiger Bestandteil für gesunde und vitale Pflanzen. Werden die Stängel stark gequetscht, dann sterben sie oft weiter als geplant ab. Das führt dazu, dass beispielsweise Blüten in den Seitentrieben ebenfalls absterben können.

Verwenden Sie zum Rückschnitt eine Bypass-Schere. Diese hat den Vorteil, dass die Stängel nicht so gequetscht werden, wie bei einer Amboss-Schere. Zudem sollte die Gartenschere scharf und sauber sein. Auch wenn es mühsam erscheint, sollten Sie die Schere jedes Mal reinigen, wenn Sie zu einer neuen Staude kommen. So verhindern Sie, dass Krankheiten von Pflanze zu Pflanze übertragen werden. Zudem enthalten einige Stauden giftige Inhaltsstoffe, die ebenfalls für andere Arten nicht immer förderlich sind, wenn sie auf offene Schnittstellen kommen.

Ziergräser erst im Frühjahr schneiden

Im Staudenbeet befinden sich nicht selten auch Ziergräser, die oft im Herbst der Gartenschere ebenfalls zum Opfer fallen. Im Vergleich zu den meisten Stauden werden Ziergräser nicht bis zum Herbst zurückgeschnitten. Ein Rückschnitt der Halme erfolgt erst im darauffolgenden Frühjahr. So haben die Halme keine Probleme, neu durchzuwachsen.

Expertentipp

Manche Stauden bilden keimfähige Samen aus. Wenn Sie beim Rückschnitt nur einige wenige Samenstände zum Ausreifen stehen lassen, können Sie viel Stauden über Samen selbst vermehren.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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