Klee ist hierzulande nicht als Futterpflanze und Gründünger wegzudenken. Viele Arten der Gattung werden darüber hinaus wegen ihres Blattschmucks und Blüten als Zierpflanze benutzt. Nicht zuletzt der Glücksklee hat bei uns auch einen besonderen Ruf als Glücksbringer. Doch wie sieht es mit der Winterhärte von Klee aus? Wir geben Aufschluss.
Die Winterhärte von Klee im Überblick
Die Gattung Klee ist sehr groß und zählt weit mehr als 200 Arten, die in Amerika, Asien, Afrika und Europa wachsen. In Europa werden vor allem der Glücksklee (Oxalis tetraphylla) und andere Sauerklee-Arten als Zierpflanzen genutzt. Daneben gibt es mehrere einheimische Arten, darunter der Weißklee (Trifolium repens) und Rotklee (Trifolium pratense), die vor allem als Wiesenpflanzen und Gründünger bekannt sind.
Letztere sind bedingungslos winterhart und überstehen unsere heimischen Winter ohne größere Probleme. Als Wiesenpflanzen sind sie an Minusgrade gewöhnt und treiben im nächsten Jahr wieder zuverlässig aus. In der Gattung Sauerklee gibt es mit dem Waldsauerklee einheimische und winterharte Arten. Deutlich empfindlicher ist der oft im Topf oder Kübel gehaltene Glücksklee. Die Pflanze stammt aus dem südlichen Mexiko. Auf Fröste reagiert sie wie die meisten anderen Sauerklee-Arten aus den Tropen und Subtropen daher äußerst empfindlich.
Glücksklee im Haus überwintern
Bei frostempfindlichen Arten ist eine Pflanzung im Kübel sinnvoll. Hier haben Sie die Möglichkeit, den Klee zu Beginn der kalten Jahreszeit an einen geschützten Ort zu stellen. Glücksklee sollte die Wintermonate an einem dunklen und kühlen Standort im Haus verbringen. Ideal sind wenig genutzte Räume im Keller oder anderen geschützten Orten.
Dort ziehen sich die Blätter der Knollenpflanze wieder ins Erdreich zurück und überdauern die kalte Jahreszeit. Während dieser Zeit kann das Gießen auf ein Minimum alle paar Wochen reduziert werden und der Topf drinnen den Winter verbringen. Ähnlich verfahren Sie mit anderen subtropischen Arten wie dem Roten Glücksklee. Zu Beginn des Frühjahrs wandert der Topf dann an einen helleren Ort und Sie gießen wieder regelmäßig. Nun sollten sich im Frühjahr zügig die neuen Blattpaare zeigen.
Klee draußen überwintern

Manche Arten wie der sehr attraktive Berg-Sauerklee (Oxalis adenophylla) aus Chile überwintern am besten draußen. Ins Beet gepflanzt, überstehen sie mit einer Abdeckung aus Reisig oder Vlies den Winter ohne Probleme. Insbesondere bei tiefen Minustemperaturen sollten Sie den Einwanderer schützen, um ein Erfrieren der empfindlichen Pflanzenteile zu verhindern.
Gleiches gilt für Kübelpflanzungen, bei denen der Klee an einem vor Wind und Regen geschützten Standort überwintert. Gerade auf Staunässe reagiert die Pflanze empfindlich. In sehr kalten Nächten sollte er zudem abgedeckt werden. Heimische Arten wie der Wald-Sauerklee und die erwähnten Gewächse Rotklee und Weißklee benötigen keine besonderen Vorkehrungen. Hier reicht es, wenn Sie der Natur freien Lauf lassen.
Expertentipp
Im Herbst können Sie den Wurzelballen des Glücksklees teilen und die neuen Pflanzen anschließend auf eine helle Fensterbank stellen. So können Sie leicht Ableger für den Jahreswechsel züchten und anderen Menschen eine Freude an Silvester bereiten.
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