Bauerngärten werden immer beliebter. Diese besondere Gartenform hat ihren Ursprung in mittelalterlichen Klostergärten. Schon Hildegard von Bingen pflegte im 12. Jahrhundert einen klösterlichen Bauerngarten, in dem sie Heilpflanzen kultivierte und diese ausführlich beschrieb.
Vom Nutz- zum Ziergarten
Bauerngärten waren früher reine Nutzgärten. Es wurden Kräuter, Heilpflanzen, Obst und Gemüse angebaut. Im Laufe der Zeit fanden aber auch andere Elemente ihren Weg in den Bauerngarten. So wurden zum Beispiel kleine Hecken rund um die Kräuter gepflanzt. Im 18. Jahrhundert hielten zunehmend Blumen Einzug und bildeten einen harmonischen Kontrast zu Obst und Gemüse. Heute ist ein Bauerngarten der Klassiker für naturnahes Gärtnern und eine interessante Mischung aus Nutz- und Zierpflanzen.
Winterharte Blumen für den Bauerngarten
Blüten wie ein Gemälde hat die Pfingstrose, die meist das Zentrum eines Bauerngartens bildet. Oft öffnet die Pfingstrose ihre Blüten bereits im Mai und blüht bis in den Juni hinein. Im Bauerngarten beliebt ist die winterharte Ringelblume und nicht nur bei Hobbygärtnern, auch Schmetterlinge und Bienen schätzen die großen, leuchtenden Blüten.
Blütenkerzen im Bauerngarten

Mehrjährig und winterhart ist der Rittersporn. Die aufrechten Blütenkerzen leuchten in Weiß, Rosa oder Blau. Die klassische Bauerngartenstaude blüht im Juni und vielleicht im September ein zweites Mal. Vom Rittersporn gibt es mehr als 300 Arten und alle lieben die Sonne. Gern wird Rittersporn im Bauerngarten als Nachbar zu Rosen gepflanzt, die ebenfalls winterhart und gern gesehene Gäste sind.
Mehrjährige Lupinen machen dem Rittersporn mit ihren spektakulären Blütenkerzen in verschiedenen Farbtönen im Bauerngarten Konkurrenz. Je nach Sorte erreichen die Blumen eine Wuchshöhe von bis zu 1 Meter und sorgen für einen Wow-Effekt im Beet.
Gute Laune im Bauerngarten

Eine Blume darf im Bauerngarten nicht fehlen – der Sonnenhut. Er begeistert mit seinen Blüten von Juli bis September. Ein heißer Sommer und Trockenheit schaden dem Sonnenhut nicht. Die Blüten der beliebten Zier- und Heilpflanze ziehen Bienen und Schmetterlinge magisch an. Obwohl die Blume hauptsächlich aufgrund ihrer ansprechenden Optik gepflanzt wird, findet sie Verwendung bei Erkältungskrankheiten. Bleiben die verblühten Samenstände im Herbst stehen, sind sie eine willkommene Nahrungsquelle für Vögel.
Ideale Teamplayer

Rosen kommen im Bauerngarten gut zur Geltung. Durch ihre unterschiedliche Wuchshöhe sind sie gute Teamplayer, die mit anderen Blumen ein harmonisches Gesamtbild erzeugen. Strauchrosen machen im hinteren Teil des Bauerngartens eine gute Figur, Zwergrosen werden im Vordergrund gepflanzt und Bodendeckerrosen bilden einen reizvollen Übergang zu Wegen.
Der Star im Bauerngarten

Hortensien sind der Star im Bauerngarten. Der beliebte Zierstrauch mit den üppigen, großen Blüten ist ein Muss für jeden Bauerngarten und garantiert Sommerfeeling pur. Bauernhortensien sind für ihre geballte Blütenpracht bekannt und die dichten Blütenbälle sind attraktive Blickfänge. Hortensien gedeihen in sonniger als auch in halbschattiger Lage, vorausgesetzt sie werden mit reichlich Wasser versorgt.
Die moderne Interpretation des Bauerngartens
Moderne Interpretationen des klassischen Bauerngartens setzen auf sanfte Linien und einen üppigen Blühmix. Das Gemüse wird in Trachten angebaut und Blumen werden so dicht gepflanzt, dass es den Eindruck erweckt, alles würde von allein gedeihen.
Expertentipp
Als Einzäunung des Bauerngartens eignen sich Staketenzäune. Sie werfen nur wenig Schatten, teilen die Wucht des Windes und hindern Wildtiere daran Obst, Kräuter und Gemüse anzuknabbern.
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