Im Herbst bringt die bunte Färbung vieler Laubbäume Farbe in heimische Gärten. In niedriger gelegenen Bereichen sieht es jedoch oft langweilig aus. Die meisten Blumen und Sträucher sind verblüht, haben Samen gebildet und sterben ab oder bereiten sich auf die Winterruhe vor. Umso mehr Freude bereiten die wenigen Herbstblüher mit ihren farbenfrohen Blüten. Möchte man sie nicht bald danach ebenfalls absterben sehen, sollte man sich für winterharte Gewächse entscheiden. In diesem Beitrag finden Sie einige attraktive Beispiele.
Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium)
Die Gattung der Alpenveilchen (Cyclamen) umfasst etwa 22 Arten, die an sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen angepasst sind. Dazu gehören neben Frühjahrs- und Sommerblühern auch mehrere hübsche Herbstblüher. Nicht alle sind jedoch winterhart.
Herbst-Alpenveilchen tragen von September bis Oktober teilweise bis November zartweiße bis rosafarbene Blüten. Nach dem Ende der Blütezeit verbleiben die grünen Blätter den ganzen Winter an den Gewächsen. Allerdings werden dafür sonnige Standorte und schützende Abdeckungen gegen allzu starke Fröste benötigt.
Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Die etwa 100 Arten der Herbstzeitlosen gelten als winterhart. Sie blühen von September bis Oktober rosa bis violett, in seltenen Fällen weiß. Die Blüten ähneln denen der Krokusse. Frostschutzmaßnahmen sind nicht notwendig, da die Knollen der Pflanzen im Boden überwintern. Bei der Kultur ist jedoch Vorsicht geboten, da Herbstzeitlose hochgiftig sind und die Blätter häufig mit denen des essbaren Bärlauchs verwechselt werden.
Herbst-Chrysanthemen (Chrysanthemum indicum)

Einige Hybridformen der prächtigen Herbst-Chrysanthemen sind in milden Regionen winterhart. Zur Unterscheidung sollte man beim Kauf genau auf die angegebenen Temperaturen achten. Herbst-Chrysanthemen blühen von August bis November und zeigen sich neben zartem Rosa und Weiß auch in kräftigen Farben, wie Gelb und Rot. Auf diese Weise sind sie auch neben buntem Herbstlaub kaum zu übersehen. Eine Abdeckung im Winter ist zwingend erforderlich.
Christrosen (Helleborus niger)

Christrosen sind Winterblüher, die um die Weihnachtszeit blühen. Bei einigen Unterarten, insbesondere bei der Sorte ‘Precox’, beginnt die Blütezeit jedoch bereits im Herbst. Frühblühende Sorten haben den Vorteil, dass man sie in Regionen mit besonders kalten Wintern und kalkhaltigen Böden pflanzen kann. Sie halten Temperaturen bis -10°C ohne Schutzmaßnahmen stand. Ist mit kälterem Wetter zu rechnen, benötigen sie eine schützende Mulchschicht, bei extremen Temperaturen oder Wind eine zusätzliche Abdeckung aus Reisig.
Siebold-Fetthennen (Hylotelephium sieboldii)
Siebold-Fetthennen sind besonders robuste Pflanzen, die aus China und Japan stammen. Sie fühlen sich in steinigen Böden wohl und eignen sich gut für Steingärten und alpine Regionen. von September bis Oktober bilden sie außergewöhnlich schöne rosa gefärbte Blüten. Die Pflanzen halten Temperaturen bis -23°C stand. Als einzig notwendige Kälteschutzmaßnahme sollte auf einen Rückschnitt nach der Blütezeit verzichtet werden. Schnittmaßnahme sollten stattdessen erst Ende März erfolgen.
Astern (Aster)
Mit über 150 Unterarten bieten die Astern eine immense Auswahl unterschiedlicher Farben, Formen und Blütezeiten. Durch die Kombination verschiedener Herbst- und Winter-Astern kann man herrlich bunte Beete gestalten, die von September bis in den November hinein in fröhlichen Farben erstrahlen.
Die Blüten erinnern in ihrer Form an Gänseblümchen und sind in Weiß, Blau, Rot, Rosa oder Lila erhältlich. Fast alle Unterarten sind mehrjährig. Dennoch sollte man beim Kauf darauf achten, denn es gibt Sorten, die lediglich ein oder zwei Jahre alt werden.
Expertentipp
Im Herbst spielen einige Pflanzen eine wichtige Rolle für Insekten, die sich von ihrem Nektar ernähren. Doch um einen optisch ansprechenden Gesamteindruck zu erzielen, gibt es auch andere Möglichkeiten. Neben den Herbstblühern können Pflanzen mit attraktiv geformten Samenständen oder Blättern eingesetzt werden. Zudem sollte abgefallenes Herbstlaub an geeigneten Stellen liegen gelassen werden. Das Zusammenspiel der Farben auf dem Boden sorgt für einen besonders harmonischen Anblick.
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