Der Storchschnabel ist in unseren heimischen Gärten eine gern gesehene Zierpflanze. Zwischen Rosen und Stauden, als Bodendecker oder auch im Kübel auf der Terrasse bringt er Farbtupfer und aufregende Kontraste mit.
Storchschnabel – eine vielfältige Pflanze richtig kultivieren
Auch für Budget Gardening, also das Gärtnern ohne großen finanziellen Aufwand, ist der Storchschnabel gut geeignet, da er sich dankbar vermehrt. Da seine Samen vom Wind verteilt werden, wächst er manches Mal an ungewöhnlichen Stellen wie Mauerritzen oder Pflasterfugen.
Es gibt viele verschieden Arten des Storchschnabels: blau, violett, rosa oder rot blüht er, die Blätter sind grün oder mehrfarbig je nach Sorte.
Vielleicht möchten Sie eine ganz bestimmte Pflanze in Ihrem Garten kultivieren, die Ihnen besonders gut gefällt. Zwar bietet sich bei den meisten Arten die Teilung und das Ziehen von Setzlingen an, Sie können jedoch auch den richtigen Zeitpunkt abwarten und die Samen, die die Pflanze jedes Jahr nach der Blüte bildet, absammelt, um sie im Frühjahr auszusäen.
Der richtige Zeitpunkt

Blüht die Pflanze zum Ende des Sommers ab, bildet sie Samen aus. Greift der Gärtner nicht ein, öffnen sich die Kapseln und die Samen fliegen katapultartig geschleudert meterweit durch den Garten. Dann wachsen die süßen Pflänzchen bald an Stellen, an denen Sie ihnen vielleicht gar nicht so lieb ist.
Sind die Samen in der Kapsel noch grün, wurde sie zu früh geerntet. Den richtigen Zeitpunkt erkennen Sie, wenn sich der gesamte Samenstand braun eingefärbt hat und vertrocknet wirkt. Jetzt sollten Sie zur Tat schreiten – warten Sie zu lang erledigt der Storchschnabel das Aussäen von selbst und sie haben keine Kontrolle mehr darüber, wo er in Ihrem Garten im nächsten Jahr wachsen wird.
Schneiden Sie mit einer scharfen Gartenschere zunächst die Samenkapsel unterhalb des Kelches ab. Sie können danach vorsichtig, am besten mit einer Pinzette, die Samen entnehmen. – Achtung, die Samen sind sehr leicht und fliegen schnell davon.
Storchschnabel aussäen

Nun ist Geduld angesagt, denn aussäen sollten Sie die Samen erst im nächsten Frühjahr. Damit die Samen einer Pflanze richtig keimen und kräftige Setzlinge bilden, ist ein gewisser Sonnenstand und Helligkeit notwendig. Säen Sie zu früh aus, entstehen lange, zu dünne und kraftlose Pflänzchen, die keiner Witterung gewachsen sind.
Der richtige Zeitpunkt ist Mitte März, wenn die Tage langsam länger werden und sie in Ihrem Garten die ersten Knospen sprießen sehen.
Säen Sie die Samen in ein kleines mit Erde gefülltes Gefäß mit einem Abstand von mindestens 30mm. Bedecken Sie die Samen mit Erde und stellen Sie das Gefäß an einen geschützten, sonnigen Ort, zum Beispiel eine Fensterbank, bis die Setzlinge groß genug gewachsen sind, um nach draußen ins Beet umgesetzt zu werden. Halten Sie die Erde im Keimgefäß immer feucht, aber nicht zu nass.
Expertentipp
Damit die Samen über die Wintermonate keinen Schaden erleiden, müssen sie in einem trockenen Gefäß, geschützt vor allen Umwelteinflüssen, aufbewahrt werden. Besonders gut eignen sich dafür kleine Schächtelchen aus Holzspan, die sie an einem trockenen, dunklen Ort lagern. Es ist sehr wichtig, dass an die Samen keine Feuchtigkeit gelangt, sie würden sonst schimmeln und damit unbrauchbar werden. Ist es zu warm und hell, kann es passieren, dass die Samen auskeimen, auch das macht sie für eine Weiterverwendung unbrauchbar.
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