Herbstanemonen sorgen für frische Farbe im Garten, wenn die meisten anderen Stauden bereits verblüht sind. Mit ihren anmutigen Blüten verwandeln sie den Garten bis in den Oktober hinein in ein Blütenmeer in zartem Rosa oder Weiß.
Mit dem richtigen Schnitt kann nicht nur die Blütezeit verlängert werden, sondern auch über viele Jahre für ein gesundes Wachstum der Staude gesorgt werden.
Herkunft
Als die Herbstanemonen im 19. Jahrhundert aus ihrer fernen Heimat in Japan und China erstmals nach Europa kam, dauerte es nicht lange bis die pflegeleichten und wunderschönen Herbstblüher überall in heimischen Gärten zu finden waren.
Gründe für einen Schnitt

Alle Blütenstauden aus der Gruppe der Herbstanemonen sind äußerst pflegeleichte und langlebige Gewächse. Werden sie am richtigen Standort gepflanzt, überdauern die Horste der Herbstanemonen viele Jahre und bringen jeden Herbst aufs Neue eine Vielzahl von Blüten hervor. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Schnitt bei der Herbstanemone sinnvoll ist:
- Rückschnitt
- Verwelkte Blüten und verwelktes Laub entfernen
- Zur Vermehrung
Rückschnitt
Herbstanemonen sind horstbildende Pflanzen, deren oberirdische Teile im Winter verwelken. Nur die unterirdischen Pflanzenteile überwintern. Die herrlichen Blütenstauden sind zwar winterhart und sehr robust, dennoch benötigen die Pflanzen ihre abgestorbenen oberirdischen Teile als Winterschutz. Das verwelkte Laub wirkt wie eine Isolation und schützt die unterirdischen Pflanzenteile optimal vor Kälte.
Deshalb sollten Herbstanemonen nicht im Herbst zurückgeschnitten werden. Ein Rückschnitt im Herbst macht die Pflanzen frostempfindlicher und wirkt sich negativ auf die nächste Blüte aus.
Ideal ist ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Austrieb. Dann können das verwelkte Laub und die vertrockneten Blütenstände mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere entfernt werden.
Die verwelkten Blütenstände der Herbstanemone sind zudem im Winter recht attraktiv und verleihen dem winterlichen Garten Struktur.
Verwelkte Blüten und verwelktes Laub ausschneiden
Herbstanemonen haben eine lange Blütezeit. Die dekorativen Stauden können von August bis in den Oktober hinein immer wieder neue Blüten hervorbringen. Werden die verblühten Blüten regelmäßig mit einem Messer oder einer Schere entfernt, regt dies die Blütenbildung an und die Blütezeit der Herbstanemone kann verlängert werden.
Auch die robusten Herbstanemonen können von Krankheiten befallen werden. Eine typische Erkrankung ist der sogenannte Anemonen-Rost. Befallenes Laub wird früh braun und verwelkt letztendlich. Befallene Blätter sollten entfernt werden. Das dient nicht nur zur Bekämpfung der Krankheit, sondern erhält auch die wunderschöne Optik der Pflanze.
Schnitt zur Vermehrung
Herbstanemonen können durch Teilung, über Stecklinge oder mit Wurzelschnittlingen vermehrt werden.
Stecklinge werden im August geschnitten und in Anzuchterde gesteckt. Wurzelschnittlinge können im Herbst geschnitten werden. Dazu werden die Wurzeln ausgegraben und Stücke von etwa 5 cm abgeschnitten. Diese können dann am gewünschten Standort einfach senkrecht in die Erde gesteckt werden.
Expertentipp
Herbstanemonen eignen sich auch gut als Schnittblumen. Dazu sollten aber nur Stängel abgeschnitten werden, deren oberste Blüte bereits geöffnet ist. Nur dann werden alle Knospen in der Vase aufgehen.
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