Unter der Bezeichnung „Chinaschilf“ werden aus dem Himalaya-Raum sowie aus dem Norden Chinas und dem japanischen Bergland stammende Ziergräser zusammengefasst, die in den letzten Jahren aufgrund ihrer schönen Blütenrispen und ihres aufrechten, hohen Wuchses in immer mehr Gärten Einzug gehalten haben. Viele Zuchtformen sorgten im vergangenen Jahrzehnt dafür, dass es am Markt ein großes Spektrum an Chinaschilfarten gibt.
Allgemeines zum Wachstum
Die unterschiedlichen Chinaschilfsorten zählen grundsätzlich zu den schnell wachsenden Ziergräsern. Das Wachstum und die Höhe, die das Gras erreicht, sind allerdings sehr stark von der Sorte abhängig. Die meisten Arten erreichen rund zwei Meter Höhe, das Riesen-Chinaschilf sogar etwa vier Meter. Kleinere Arten wie das Zwerg-Chinaschilf werden nur rund einen Meter hoch. Ab dem dritten Jahr gilt Chinaschilf als ausgewachsen, die Pflanze hat dann ihre maximale Wuchshöhe erreicht. Da sie ihr gesamtes Wachstum im Frühjahr binnen weniger Wochen abgeschlossen haben muss, ist je nach Sorte ein Wachstum von drei bis fünf Zentimeter pro Tag keine Außergewöhnlichkeit.
Standort und Wachstum
Um die maximale Wuchshöhe zu erreichen und den Wachstumsprozess in der optimalen Geschwindigkeit entfalten zu können, benötigt das Chinaschilf natürlich gute Boden- und Standortbedingungen. Grundsätzlich gilt für alle Chinaschilfarten, dass sie sonnige Standorte benötigen. Die meisten Sorten gedeihen auch an halbschattigen Plätzen gut, wachsen dort in der Regel jedoch deutlich langsamer und erreichen niedrigere Wuchshöhen. Nährstoffreiche Böden sind für das optimale Wachstum förderlich. Düngen ist allerdings nur bei wenig nährstoffreichen Böden empfehlenswert, bei an sich bereits gut mit Nährstoffen versorgten Untergründen kann zusätzliches Düngen dem Wachstum des Ziergrases sogar schaden. Im Allgemeinen gilt zudem, dass das Ziergras Trockenheit besser verkraftet als zu feuchte Böden, die beispielsweise von Staunässe betroffen sind.
Unterschiedliche Zuchtformen und ihr Höhenwuchs

Die große Variation in den Zuchtformen sorgt dafür, dass es beim Chinaschilf im Hinblick auf das Höhenwachstum eine Bandbreite von rund einem Meter bis knapp über vier Meter gibt. Die Sorte „Nanus Variegatus“, die mit ihrer wissenschaftlichen Bezeichnung auch „Miscanthus oligostachyus“ genannt wird, gilt als die offizielle kleinste Zuchtform. An halbschattigen Plätzen erreicht sie mitunter kaum mehr als 50 Zentimeter Höhe. Der Schnitt der Halme erfolgt bei allen Sorten im Idealfall im späten Winter oder zeitig im Frühjahr. Ein möglichst bodennaher Schnitt sorgt für reges Wachstum in der Hauptfrühlingszeit.
Expertentipp
Chinaschilf ist vor allem in Staudenbeeten ein beliebter Blickfang. Vor allem während der Winterzeit kann es eine sehr imposante Erscheinung sein, die zudem eine hohe Resilienz gegenüber Schnee- und Frostschäden hat.
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