Chinaschilf zu teilen ist mit dem richtigen Wissen nicht nur einfach, sondern kann gleichzeitig einen verjüngenden Effekt auf die Mutterpflanze haben und blühende Sorten in ihrer Blühfreudigkeit stärken. Wichtig sind der korrekte Zeitpunkt sowie der entsprechende Schutz bei dieser Art der Vermehrung. In diesem Beitrag erfahren Sie, was bei der Teilung von Chinaschilf zu beachten ist und welche Vorsichtsmaßnahmen entscheidend sind.
Zeitpunkt für die Teilung von Miscanthus-Pflanzen
Verschneiden Sie Ihr Chinaschilf im Frühjahr, ist das der ideale Zeitpunkt für die Teilung. Der Boden sollte für die Maßnahme bereits frostfrei sein. Es dürfen sich allerdings noch keine neuen Triebe gebildet haben. Je nach Region und vorherrschendem Klima kann die Vermehrung zwischen Februar und April erfolgen.
Warten Sie, bis die Pflanze groß und kräftig genug ist. Chinaschilf sollte einen Umfang von mindestens 30 Zentimetern aufweisen, bevor diese Form der Vermehrung genutzt werden kann. Bei größeren Exemplaren können nicht nur zwei, sondern mehrere Teile aus der Mutterpflanze entstehen.
Vorgehen bei der Teilung von Chinaschilf
Graben Sie die Pflanze vollständig aus und entfernen Sie anhaftende Erde von den Wurzeln. Bei kleinen noch recht jungen Gewächsen können Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder einem Messer der Länge nach teilen. Die einzelnen Stücke sollten einen Umfang von mindestens 15 Zentimeter aufweisen.
Bei großen, älteren Exemplaren ist die Teilung etwas aufwendiger. Hier benötigen Sie eine Axt oder eine Säge. Lassen Sie die Schnittstellen im Anschluss für einige Stunden abtrocknen und pflanzen Sie die Gewächse danach an den gewünschten Standorten ein.
Vorteile der Teilung

Bei der Vermehrung von Chinaschilf durch Teilung ist keine Geduld gefragt. Sofort nach dem Zerschneiden des Wurzelballens entstehen aus der Mutterpflanze mindestens zwei Tochterpflanzen, die sofort eingepflanzt werden können. Die Erfolgsquote ist bei richtigem Vorgehen zudem sehr hoch.
Dank der Schnellwüchsigkeit erreicht die Mutterpflanze in kurzer Zeit ihre vorherige Größe. Es entstehen dadurch keine Lücken in der Bepflanzung. Allerdings sollten Sie bedenken, dass die Ausbreitung unerwünschte Ausmaße annehmen kann. Setzen Sie bei Bedarf deshalb eine Wurzelsperre ein.
Expertentipp
Da die Halme von Chinaschilf sehr scharfkantig und spitz sind, sollten Sie sich sowohl beim Verschnitt als auch bei der Teilung entsprechend schützen. Tragen Sie feste Arbeitshandschuhe und eine Jacke mit strapazierfähigem Material. Reinigen Sie das Schnittwerkzeug im Anschluss und vermeiden Sie den Kontakt mit austretendem Pflanzensaft. Denn er wirkt phototoxisch, das bedeutet, dass er in Verbindung mit UV-Licht giftig wird und schmerzhafte Hautreizungen hervorruft.
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