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Süßgräser

Benötigt Chinaschilf eine Wurzelsperre?

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Benötigt Chinaschilf eine Wurzelsperre

Unter der Bezeichnung Chinaschilf oder Elefantengras werden in heimischen Gärten verschiedene robuste und sehr imposante Schilf-Sorten kultiviert, die schon allein aufgrund ihrer Größe alle Blicke auf sich ziehen. Ähnlich wie beim Bambus wird auch bei der Pflanzung von Chinaschilf allgemein dazu geraten eine Wurzelsperre zu setzen, damit sich die Pflanze nicht zu sehr ausbreitet und einen größeren Schaden anrichtet.

Doch nicht immer und überall ist eine Wurzelsperre vonnöten. Chinaschilf benötigt allenfalls eine Wurzelsperre, wenn die Pflanze in der Nähe empfindlicher Elemente steht, oder deren weitere Ausbreitung aus verschiedenen Gründen nicht kontrolliert werden kann.

Chinaschilf umfasst verschiedene Arten

Chinaschilf umfasst verschiedene Arten


Zur Gattung Chinaschilf, botanisch auch Miscanthus, zählen rund 20 verschiedene Süßgräser-Arten, die vor allem zwei Dinge gemeinsam haben – ihre imposante Größe und ihren üppigen Wuchs. Häufig werden diese extrem hohen Gras-Sorten auch unter dem Namen Elefantengras angeboten.

Zum Chinaschilf gehören vor allem die Miscanthus-Arten, aber auch das Napiergras und das Ravennagras. Alle diese Sorten zeigen ein üppiges Wachstum und erreichen zum Teil eine Höhe von mehreren Metern. Ihre Wurzeln bilden sogenannte Rhizome, mit denen sich die Pflanze weiter verbreitet.

Wann eine Wurzelsperre sinnvoll ist

Wann eine Wurzelsperre sinnvoll ist
Bei optimalen Standort- und Bodenbedingungen hat Chinaschilf einen starken Ausbreitungsdrang. Bereits wenige Jahre nach Pflanzung kann das Gras gigantische Ausmaße annehmen. Nicht nur die imposante Höhe, sondern auch die enorme Wuchsbreite mancher Pflanzen machen sie zu einem echten Blickfang im Garten.

Der üppige Wuchs des Chinaschilfs ist daher oftmals der Grund für eine Pflanzung im eigenen Garten. Daher ist eine Wurzelsperre nur notwendig, wenn:

  • die Ausbreitung der Wurzeln nicht kontrolliert werden kann
  • sich Empfindliche Bauelemente in der Nähe des Chinaschilfs befinden

Welchen Schaden können die Wurzeln anrichten?

Welchen Schaden können die Wurzeln anrichten
Wird die Wurzelausbreitung nicht kontrolliert, kann Chinaschilf im Laufe der Zeit andere Pflanzen in unmittelbarer Nähe verdrängen. Es ist daher wichtig, die Ausbreitung des Chinaschilfs zu kontrollieren und dort, wo eine weitere Ausbreitung nicht gewünscht ist, alle Wurzelausläufer konsequent vom unirdischen Rhizom abzutrennen.

Bei guten Wuchsbedingungen können sich die Wurzelausläufer des Chinaschilfs bis zu 5 m ausbreiten. Sind im Umkreis der Pflanze empfindliche Elemente, sollte daher vorsorglich bei der Pflanzung eine Wurzelsperre gesetzt werden. Ungehindert können die Wurzelausläufer folgende Elemente problemlos beschädigen:

  • Rohre und Leitungen
  • Hauswände und Fundamente
  • Wege und Terrassen
  • Gartenteiche

Richtige Größe der Wurzelsperre

Idealerweise wird eine Wurzelsperre direkt bei der Pflanzung des Chinaschilfs gelegt. Die Wurzeln des Chinaschilfs wachsen nicht besonders tief. In der Regel reicht deshalb eine Wurzelsperre mit einer Tiefe von 70 cm bis zu 100 cm.

Der Umfang der Sperre sollte den dreifachen Durchmesser des Pflanzlochs haben. So hat das Chinaschilf genügend Platz, um sich zu einer kräftigen Pflanze zu entwickeln.

Expertentipp

Chinaschilf lässt sich im Frühjahr sehr gut teilen, wenn die Pflanze zu groß und üppig geworden ist. So kann die Ausbreitung gut kontrolliert werden und eine neue Pflanze an anderer Stelle gepflanzt werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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