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Kräuterpflanzen

Koriander im Topf halten

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Koriander im Topf halten

Koriander im Topf zu halten ist problemlos möglich, wenn dabei auf einige Faktoren der Pflege geachtet wird. Dabei ist jeweils zwischen Koriander und Blatt-Koriander zu unterscheiden, denn ihre Ansprüche ähneln sich zwar größtenteils, sind aber nicht vollständig gleich.

Standort und Substrat richtig wählen

Der Unterschied zwischen Koriander und Blatt-Koriander zeigt sich vor allem bei der Wahl des Standortes und des Substrats. Koriander bevorzugt sonnige Plätze, Schutz und Wärme. Zudem benötigt er humosen, nährstoffreichen Boden. Geeignet ist vorgedüngte Pflanzenerde.

Blatt-Koriander bevorzugt hingegen schattige bis halbschattige Standorte und nährstoffarmes Substrat. Die beste Wahl ist daher Kräutererde. Kakteenerde kann ebenfalls verwendet werden.

Wasserablauf sicherstellen

Wasserablauf sicherstellen


Die aromatische Gewürzpflanze benötigt einen stetig leicht feuchten Boden, darf aber keiner Staunässe ausgesetzt sein. Denn hierdurch kann sehr schnell Fäulnis entstehen. Diese schädigt die Wurzeln und beeinträchtigt die Versorgung. Da es sich bei Koriander um ein sehr empfindliches Gewächs handelt, können bereits kleine abgestorbene Wurzelteile ausreichen, um das Kraut eingehen zu lassen. Ein entsprechender Ablauf für überschüssiges Wasser ist daher ebenso wie das richtige Gießen entscheidend.

Hierfür wird eine Drainageschicht in das Pflanzgefäß eingebracht. Diese kann aus Keramikscherben, grobem Kies oder kleinen Steinen bestehen. Sie verhindert, dass die Wurzeln im Wasser stehen oder sich das Substrat immer wieder von unten vollsaugt.

Koriander im Topf richtig gießen

Koriander im Topf richtig gießen
Die Pflanze sollte nicht von oben beregnet werden. Das lässt sich bei der Kultur im Topf sehr einfach bewerkstelligen, indem ein überdachter Standort gewählt und von unten gegossen wird. Geeignet ist weiches Wasser.

Mögliche Quellen dafür sind:

  • abgestandenes oder gefiltertes Leitungswasser
  • gesammeltes Regenwasser
  • Aquarien- oder Teichwasser

Zudem sollte der Koriander erst dann gegossen werden, wenn die Oberfläche der Erde leicht abgetrocknet ist. Das vollständige Austrocknen des Substrats ist aber ebenso zu verhindern wie Staunässe. Hierbei hilft die Daumenprobe. Ein Finger wird mit leichtem Druck in die Erde gesteckt. Ist das Substrat feucht und bleibt an dem Finger kleben, ist eine erneute Wassergabe noch nicht erforderlich. Fühlt es sich hingegen trocken an, ist das Gießen angeraten.

Im Sommer und bei der Kultur im Topf sind Wassergaben häufiger notwendig. Denn dem Gewächs steht weniger Substrat und damit auch ein kleinerer Speicher für Flüssigkeit zur Verfügung. Dadurch trocknet die Erde schneller aus.

Dünger für den Koriander

Dünger für den Koriander
Der Koriander kann im Freiland alle benötigten Nährstoffe aus der Gartenerde ziehen. Im Topf ist das auch mit vorgedüngtem Substrat nicht für die ganze Saison möglich. Die Menge der Erde ist schlicht zu gering. Es sollte daher Kräuterdünger eingesetzt werden. Bei Blattkoriander ist das aufgrund des geringeren Nährstoffbedarfs nicht erforderlich. Eine Ausnahme stellt es dar, wenn die Pflanze ganzjährig kultiviert wird.

Das ist beispielsweise in Haus oder Wohnung bei entsprechenden Temperaturen möglich. Da es keine Ruhephase gibt, verbraucht das Gewächs mehr Nährstoffe, die der mageren Kräutererde einmal monatlich zugeführt werden müssen.

Am besten sind flüssige Düngemittel geeignet, die direkt dem Gießwasser zugefügt werden können. Aufgrund der geringen Mengen kommt es nicht zu einer Überdüngung. Zudem verteilt sich das Mittel gleichmäßiger.

Expertentipp

Im Topf gezogener Koriander aus dem Supermarkt hat oftmals eine sehr geringe Lebensdauer. Durch Transport und Temperaturschwankungen sowie zu viel oder zu wenig Wasser wird das Gewächs geschwächt und geht daher in der Folge ein. Besser ist es, den Koriander selbst aus Samen zu ziehen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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