Bei der Ernte nach Bedarf, aber auch bei der Pflege stellt sich die Frage, ob Basilikum verschnitten werden muss oder das Zupfen von Blättern und Trieben ausreicht. Welche Variante richtig ist und was die Folgen des falschen Vorgehens sein können, zeigen wir hier.
Zeitpunkt für die Ernte
Basilikum kann das ganze Jahr über geerntet werden, wenn er im Haus kultiviert wird und ausreichend Licht erhält. Zu lang sollten die Triebe allerdings nicht werden, da sie hierdurch leichter abknicken und Schaden nehmen. Zudem sind sie anfälliger für das Vertrocknen und der Erhalt allein ist ausgesprochen kräftezehrend für die aromatische Pflanze. Sind die einzelnen Triebe sehr lang, neigen sie zusätzlich zum Verkahlen am unteren Ende.
Zupfen und Abknicken
Wenn nur einzelne Blätter benötigt werden, scheint das Zupfen eine sinnvolle Variante zu sein. Auch das Abknicken einzelner Triebe wird häufig durchgeführt, da es bei Basilikum schnell und einfach geht. Allerdings birgt das gleich mehrere Gefahren. Zum einen werden beim Zupfen nur einzelne Blätter entfernt, die dann allerdings nicht nachwachsen und oftmals stirbt auch der gesamte Trieb ab. Und zum anderen werden beim Zupfen Wunden erzeugt, über die Keime eindringen können.
Die Pflanze wird durch das Zupfen und die absterbenden Triebe bereits geschwächt, wodurch sich Keime schneller und einfacher ausbreiten können. Das Gewächs nimmt so einen erheblichen Schaden und geht oftmals vollständig ein. Ebenso verhält es sich beim Abknicken von Trieben. Besser ist es also eine Schere einzusetzen.
Basilikum schneiden

Das Schneiden ist nicht nur für die Ernte die bessere Wahl, sondern dient auch dazu, ein kräftiges und dichtes Wachstum zu erzeugen. Als Schnittwerkzeug sollte eine Schere mit scharfen und sauberen Klingen genutzt werden. Hierdurch bleibt die Schnittfläche glatt, trocknet schneller ab und verschließt sich damit in kürzester Zeit. Das Risiko für eindringenden Keime wird hierdurch ebenfalls verringert und somit auch die Gefahr für das Eingehen.
Vor dem Schnitt ist das Desinfizieren der Klingen sinnvoll, damit weder Viren noch Bakterien oder Sporen auf die Schnittflächen übertragen werden. Geeignet sind dafür handelsübliche Mittel zur Oberflächendesinfektion.
Expertentipp
Damit ein Trieb wieder nachwachsen kann und das Basilikum buschig und dicht ist, sollte der Schnitt immer direkt über einer Blattverzweigung erfolgen. So kann an dieser Stelle ein neuer Austrieb erfolgen und die Stiele verzweigen sich deutlich stärker.
Häufig gestellte Fragen
Warum geht Basilikum aus dem Supermarkt so schnell ein?
Ganz einfach - die vollen, dichten und saftig grünen Pflanzen haben oftmals lange Transportwege mit erheblichen Temperaturschwankungen und zu wenig Licht hinter sich. Zudem fehlt ihnen in der Regel ausreichend Erde und auch ein Nährstoffmangel kann bereits entstanden sein. Nach dem Kauf sollte Basilikum daher direkt umgetopft werden. Auch das ist allerdings keine Garantie dafür, dass die Pflanze nicht eingeht. Besser ist es das mediterrane Gewächs in einer Gärtnerei zu kaufen oder selbst aus Samen zu ziehen.
Lässt sich Basilikum über Stecklinge vermehren?
Wenn ein Trieb abgeknickt ist oder ein Zweig zu viel geerntet wurde, kann dieser am unteren Ende sauber abgeschnitten und als Kopfsteckling zur Vermehrung verwendet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Trieb sieben bis zehn Zentimeter lang ist und direkt unter einem Blattknoten abgeschnitten wurde. Das erhöht die Chancen für die Bewurzelung in einem Glas Wasser.
Wie lässt sich Basilikum haltbar machen?
Trocknen, einfrieren und einlegen sind mögliche Varianten. Allerdings ist das Würzkraut am aromatischsten, wenn es frisch geerntet und direkt verwendet wird. Zudem eignet es sich wunderbar für Pesto, das beispielsweise ebenfalls eingefroren werden kann. Wer die Möglichkeit hat, sollte Basilikum kultivieren, was in der Küche problemlos das ganze Jahr über funktioniert, wenn ausreichend Licht vorhanden ist.
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