Die niedrigen Temperaturen im Winter stellen die beliebte Hortensie oft auf eine harte Probe. Hält der Frost auch im April noch Einzug, können die jungen Blätter und Triebe großen Schaden nehmen. Hier erfahren Sie, wie Sie Frostschäden erkennen und Ihrer Pflanze neues Leben einhauchen können.
Hortensien sind robust
Die Hortensie, Hydrangea, verschönert den Garten im Sommer mit ihrer üppigen Blütenpracht. Die eindrucksvollen Blütenrispen erfreuen nicht nur optisch, sondern verströmen auch einen herrlich angenehmen Duft. Sehr kalte Winter können den beeindruckenden Pflanzen stark zusetzen. Finden sich im Frühjahr matschige Blätter und braune Blüten an der Hortensie, ist die Enttäuschung verständlicherweise groß. Doch keine Sorge, Sie können die Pflanze in den meisten Fällen retten.
Frostschäden an Hortensien erkennen
Ob und in welchem Ausmaß Ihre Hortensie einen Frostschaden erlitten hat, erkennen Sie am Ende des Winters. Überprüfen Sie die Pflanze genau, um eventuell notwendige Schritte einleiten zu können.
Erfrorene Triebe erkennen Sie an einer blassen, dunkelbraunen Färbung. Mit einem einfachen Handgriff können Sie den Zustand des Triebes erfahren. Kratzen Sie diesen mit einem scharfen Messer oder dem Fingernagel leicht an. Erscheint das Innere des Triebes in saftigem Grün, lebt er noch. Wirkt das Innenleben farblos und blass, handelt es sich um einen erfrorenen Zweig. Sind lediglich die Blätter der Hortensie erfroren, müssen Sie keine weiteren Schritte einleiten. In diesem Fall treibt die Pflanze von alleine neu aus.
Die Maßnahmen richten sich nach der Pflanzensorte

Bei einem üblichen Frühjahresschnitt schneiden Sie die alten, verwelkten Blüten direkt über dem obersten Augenpaar ab. Entdecken Sie erfrorene Triebe, benötigt es eine intensivere Behandlung mit der Gartenschere. Wie Sie dabei vorgehen, richtet sich danach, welche Hortensien-Art Ihren Garten schmückt.
Bauern- und Tellerhortensien
Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) und Tellerhortensien (Hydrangea serrata) bilden Knospen für das kommende Jahr bereits im Herbst. Je größer die Schnittmaßnahmen ausfallen, desto mehr Knospen und Blüten gehen verloren. Bei Frostschäden an dieser Art lohnt es sich die erfrorenen Triebe bis zum ersten gesunden Knospenpaar zurückzuschneiden.
Ball- und Rispenhortensien
Schneeballhortensien (Hydrangea arborescens) und Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) bilden ihre Knospen erst im aktuellen Jahr. Aus diesem Grund vertragen sie Frostschäden und Rückschnitte wesentlich besser. Kürzen Sie die erfrorenen Triebe daher bis auf ein einziges Knospenpaar ein.
Frostschäden an Hortensien vorbeugen

Damit es erst gar nicht zu Frostschäden an der beliebten Gartenpflanze kommt, können Sie einige Vorkehrungen treffen. Diese beginnen bereits bei der Pflanzung und helfen schlimmere Schäden zu vermeiden.
Wählen Sie einen vor Wind und Sonneneinstrahlung geschützten Standort. Durch die warmen Sonnenstrahlen treibt die Pflanze früher aus und ist so empfindlicher gegenüber Spätfrösten. Düngen Sie die Hortensie bis August mit einem kaliumhaltigen Dünger. Dieser erhöht die Frostresistenz der Pflanze. Verwelkte Blütentriebe sollten Sie den Winter über nicht entfernen. Diese schützen die darunter liegenden neuen Triebe vor der Kälte. Mit Gartenvlies können Sie die empfindlichen Triebe zusätzlich schützen.
Um die Wurzeln vor der Kälte zu bewahren, eignet sich eine Schicht Reisig oder Laub. Wächst Ihre Hortensie in einem Topf, stellen Sie diesen in einen witterungsgeschützten Bereich. Mit Styropor oder Jute können Sie den Kübel zusätzlich isolieren und die Wurzeln vor Frost schützen.
Expertentipp
Hortensien bevorzugen feuchten Boden und verdunsten auch im Winter Wasser. Wenn der Boden in der kalten Jahreszeit gefriert, kann die Pflanze kein Wasser aufnehmen und sie vertrocknet letztendlich. Mit Kokosmatten können Sie die Erde um die Pflanze vor Frost und dem Austrocknen schützen. Die Matten sind ein hervorragender Wärmespeicher, witterungsbeständig, atmungsaktiv und langlebig.
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