Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) sind majestätisch anmutende Zwiebelpflanzen aus dem Orient, die innerhalb der Gattung der Schachblumen eine der sortenreichsten Arten darstellen. Die Liliengewächse können unter entsprechenden Bedingungen Wuchshöhen von über einem Meter erreichen. Als Frühblüher zieren sie von März bis Mai viele heimische Gärten mit ihrer gelb-orange bis rot gefärbten Blütenpracht.
Damit die mehrjährigen Zierpflanzen ihre prächtigen Blütenkronen jedes Jahr aufs Neue bilden, sind unter anderem korrekte Schnittmaßnahmen von großer Bedeutung. Was beim Beschnitt von Kaiserkronen beachtet werden muss, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Wissenswertes
Beachten Sie, dass es sich bei Kaiserkronen um giftige Pflanzen handelt, die in allen Teilen Steroidalkaloide enthalten. Zu diesen Stoffen zählt beispielsweise das Gift Imperialin. Der höchste Gehalt findet sich in den Zwiebeln. Die Giftstoffe beeinflussen den Stoffwechsel von Lebewesen und verursachen nach dem Verzehr Symptome wie Krämpfe, Übelkeit und Erbrechen. Im schlimmsten Fall droht der Tod durch Herzstillstand. Der bloße Hautkontakt führt zu Hautreizungen.
Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen
Während der Schnittmaßnahmen sollten Sie stets Handschuhe tragen. Schnittwerkzeug gilt es vor und nach der Nutzung gründlich zu reinigen. Auf diese Weise vermeiden Sie Hautreizungen und die Exposition anderer Pflanzen mit den in Kaiserkronen enthaltenen Giftstoffen. Abgetrennte Pflanzenteile sollten Sie beim Kompostieren mit ungiftigen Gewächsen, Laub oder Erde bedecken, um Ihr direktes Umfeld vor dem versehentlichen Kontakt zu schützen.
Gründe für den Beschnitt

Kaiserkronen benötigen viel Energie für die Ausbildung Ihrer üppigen Blütenpracht. Schneidet man sie nicht zurück, bilden sie nach dem Verblühen Samenkapseln. Für das Ausreifen der Samen benötigen sie ebenfalls viel Energie, was die nächste Blüte weniger prachtvoll ausfallen lässt. Zu den Gründen eines Beschnitts gehören:
- Verhinderung der Ausbildung von Samenkapseln
- Vermeidung der unkontrollierten Ausbreitung
- Förderung des natürlichen Wachstums
- Entfernung optisch unschöner, verwelkter Pflanzenteile
Der Schnitt von Kaiserkronen muss nicht zwangsläufig auf dem Kompost entsorgt werden. Haben sich an den Spitzen Ihrer Pflanzen bereits Samenkapseln gebildet, können Sie diese mitsamt den Stielen entfernen und in einer Vase platzieren. Auf diese Weise lassen sie sich selbst nach der Blütezeit als tolle Dekoration nutzen.
Korrekter Beschnitt
Nach der Blütezeit ist der richtige Zeitpunkt für den Beschnitt und sollte je nach Region und Standortbedingungen von März bis Mai stattfinden. Entfernen Sie die Blätter erst, wenn sie völlig vergilbt sind. Als Geophyten entziehen die Pflanzen ihren oberirdischen Pflanzenteilen Nährstoffe und speichern sie in den Zwiebeln. Dieser Vorgang ist wichtig, da eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen essentiell für die Bildung der Blüten ist.
Die Blütenkronen können zusammen mit den Stielen nach dem Verblühen entfernt werden. Möchten Sie die Samen Ihrer Kaiserkronen für die Aussaat im nächsten Jahr verwenden, sollten Sie die Blütenstände an den Pflanzen belassen, bis die Samen erntereif sind.
Expertentipp
Lassen Sie beim Zurückschneiden die Stiele Ihrer Kaiserkronen gut sichtbar stehen. Auf diese Weise wird vermieden, dass sie nicht ausversehen ausgegraben werden. Als Orientierung dienen die Stiele ebenfalls, wenn Sie weitere Gewächse in Ihrem Garten pflanzen möchten.
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