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Stauden & Ziergräser

Ährige Prachtscharte Pflege

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Ährige Prachtscharte, Rosenscharte Pflege

Die Prachtscharte ist auch als Rosenscharte bekannt und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie zählt zur Familie der Korbblütler und umfasst etwa vierzig verschiedene Arten. In der Natur findet man sie insbesondere auf feuchten Wiesen, an Wegrändern oder auch an Gewässerufern vom Tief- bis hin zum Hügelland.

In den Monaten Juni bis September bringt die Rosenscharte umfangreiche violett-rote oder weiße Blütenstände hervor, die aus vielen körbchenförmigen Teilblütenständen bestehen und unzählige Schmetterlinge anlocken. Ihre Wuchshöhe beträgt bis zu einhundert Zentimeter. Neben den prächtigen Blüten verfügt die Prachtscharte über grasartiges, grünes Laub, welches sie erst kurz vor dem ersten Frost abwirft. Weiterhin wachsen eiförmige bis kugelige Knollen an der Pflanze und unterirdisch finden sich Rhizome. Die Staude ist recht anspruchslos, ein Schnitt ist nur dann erforderlich, wenn man diesen aus optischen Gründen vornehmen möchte.

Standort- und Bodenauswahl

Standort- und Bodenauswahl
Da die Rosenscharte in der freien Natur bevorzugt an sonnendurchfluteten, warmen Standorten und geschützt vor Starkwind gedeiht, sollte man der anpassungsfähigen Staude einen Platz bieten, der über einen feuchtigkeits- sowie nährstoffreichen Boden verfügt. Optimal ist ein sonniger bis vollsonniger Standort in warmer, windgeschützter Lage. Die Erde sollte leicht feucht sowie humus- als auch nährstoffreich sein, jedoch über eine gute Durchlässigkeit verfügen, damit sich keine Staunässe bilden kann. Möchte man die Prachtscharte in einem Kübel kultivieren, so sollte man diesen mit einer geeigneten Blumenerde auf Kompostbasis füllen.

Pflege und Düngung

Pflege und Düngung
Aufgrund ihrer Abneigung zu großer Trockenheit und Nässe, sollte man bei der Kultivierung der Rosenscharte auf einen ausgewogenen Feuchtigkeitshaushalt achten. Insbesondere in längeren Trockenperioden sollte der Boden zweimal täglich gegossen werden, damit dieser ständig feucht, jedoch nicht nass ist. Um die Feuchtigkeit noch besser im Boden zu speichern, kann man diesen zusätzlich mit einer Mulchschicht ausstatten.

Die Prachtscharte hat einen hohen Nährstoffbedarf, welcher durch die Gabe eines Langzeitdüngers im Frühjahr unterstützt werden kann. Zusätzlich kann man die Erde rund um die Staude im Frühjahr mit reifem Kompost aufwerten. Im Anschluss daran empfiehlt sich eine regelmäßige Düngergabe im Abstand von vier Wochen.

Überwinterung

Überwinterung
Wird die Prachtscharte in kühleren Lagen angebaut, so kann man ihr einen geeigneten Winterschutz in Form einer dicken Laubschicht bieten, welche man im Frühjahr wieder entfernt. Jedoch benötigt die Staude in nicht so rauen Wintern keinen gesonderten Kälteschutz.

Vermehrung

Die Rosenscharte kann entweder durch Samen oder auch durch eine Teilung der Knollen vermehrt werden. Bei einer Vermehrung durch Samen werden diese zwischen April und Mai ausgesät und bis zu ihrer Keimung feucht gehalten. Zwei bis drei Wochen später kann man die Jungpflanzen ausdünnen. Erwartungsgemäß blühen jedoch nicht alle Pflanzen noch im gleichen Jahr. Teilt man hingegen die Knollen der großen Pflanze, so sollte man die Staude dazu im Frühjahr sorgfältig ausgraben. Im Anschluss schüttelt man das Substrat behutsam ab und teilt die Knollen mit Hilfe eines scharfen Spatens. Nun können die einzelnen Pflanzenteile wieder in der ursprünglichen Tiefe in die Erde gesetzt werden.

Schneiden

Ein Schnitt ist bei der Prachtscharte nicht zwingend notwendig, jedoch kann durch einen Rückschnitt unmittelbar nach der ersten Blüte unter idealen Witterungsbedingungen eine zweite, jedoch etwas kleinere Blüte erzielt werden. Hierbei ist es wichtig, die Pflanze bis auf die Höhe der grünen Laubblätter zurückzuschneiden. Zu Beginn des Winters sollte man die Prachtscharte bodennah abschneiden, damit sie sich während der kalten Jahreszeit in ihren Wurzelballen zurückziehen kann. Aus optischen Gründen kann man zudem regelmäßig die verwelkten Blütenstände entfernen.

Expertentipp

Für eine Pflanzung im Beetvordergrund ist insbesondere die Sorte „Kobold“ geeignet. Als zwergwüchsige Staude erreicht sie eine Höhe von bis zu vierzig Zentimetern und blüht violett-rosa. Besonders ansprechend wirkt sie in Kombination mit den weißblühenden Sorten „Floristan Weiß“ oder „Alba“, welche bis zu achtzig Zentimeter hoch werden können.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Rosenscharte anfällig für Krankheiten oder Schädlinge?

Die Rosenscharte ist eine sehr robuste Pflanze und größtenteils resistent gegen Infektionen oder Schädlingsbefälle. Werden dennoch Beeinträchtigungen im Wachstum oder Veränderungen an der Staude festgestellt, so weist dies in den meisten Fällen auf eine ungeeignete Standortwahl oder unzureichende Pflege hin. Man sollte in solchen Fällen zunächst überprüfen, ob die Prachtscharte entweder zu schattig positioniert wurde oder zu wenig Gießwasser sowie eine nicht ausreichende Nährstoffmenge erhalten hat.

Wie oft wird die Prachtscharte gegossen?

Insbesondere in schweren Böden kommt es oft zu Staunässe, welche für die Prachtscharte schädlich ist. Dieser kann durch eine Auflockerung des Bodens mit Hilfe von Kompost, Sand oder Kies vorgebeugt werden. Da der unterirdische Teil der Staude nie ganz austrocknen darf, sollte man die Rosenscharte besonders in längeren Trockenperioden im Abstand von zwei bis drei Tagen mäßig wässern.

Wann sollte die Prachtscharte umgepflanzt werden und wie nimmt man eine Umpflanzung vor?

Pflanzt man die Prachtscharte im Abstand von vier bis fünf Jahren regelmäßig um, so kann dadurch eine Verjüngung der Staude erzielt werden. Ein positiver Nebeneffekt dieser Maßnahme ist, dass man sie gleichzeitig vermehren kann.

Um die Rosenscharte umzupflanzen, wird entweder im Frühjahr zwischen März und April oder im Herbst von August bis September der Wurzelstock vollständig aus dem Boden gehoben. Das Wurzelwerk wird von überflüssiger Erde befreit, verkümmerte oder faule Stränge sollten sorgfältig abgeschnitten werden. Danach wird der Wurzelballen mit einem geeigneten Hilfsmittel wie einem scharfen Messer oder einem geschliffenen Spaten geteilt. Anschließend wird die Erde sowohl am alten als auch am zukünftigen Standort mit Kompost und Sand bearbeitet. Anschließend werden die einzelnen Pflanzenteile in der gewohnten Tiefe in den Boden gesetzt. Es ist wichtig, dass nach Möglichkeit die exakte Tiefe eingehalten wird, da dadurch die Ausbildung des Wurzelwerkes beschleunigt wird.

Wird die Rosenscharte jedoch in einem Pflanztopf kultiviert, so sollte man diese alle ein bis zwei Jahre umtopfen. Spätestens wenn das Wurzelwerk den gesamten Topf ausfüllt, sollte zum nächstmöglichen Zeitpunkt umgepflanzt werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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