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Beetpflanzen

Gladiolen pflanzen

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Gladiolen pflanzen

Längliche, sattgrüne Blätter, große Blüten und eine Vielfalt verschiedener Farben – Gladiolen sind ein Klassiker in deutschen Gärten. Die wunderschönen Blumen aus der Familie der Schwertliliengewächse lassen sich sehr leicht pflanzen und pflegen, wenn der Hobbygärtner einige Punkte beachtet.

Ein Meer aus Farben

Ein Meer aus Farben


Gladiolen, die hauptsächlich in Südeuropa, Asien und Afrika verbreitet sind, und dort noch wild wachsen, gibt es in über 200 verschiedenen Arten. Die beeindruckende Blume verfügt über längliche, Schwert-ähnliche Blätter. Die großen, hübsch geformten Blüten sitzen ährenförmig angeordnet am Stiel.

Ab Juni bis in den September hinein verwandeln Gladiolen die Gärten in ein Meer aus unterschiedlichsten Farben. Sie eignen sich auch hervorragend als Schnittblume für das Heim.

Hier in Deutschland sind fast nur noch Hybridsorten der wundervollen Blumen erhältlich. Leider produzieren die meisten Hybride weder Pollen noch Nektar und sind daher für einen insektenfreundlichen Garten eher nutzlos.

Gladiolen richtig pflanzen

Gladiolen richtig pflanzen
Wer in seinem Garten schon Erfahrungen mit der Pflanzung und Pflege von Dahlien hat, hat keinerlei Probleme bei Pflanzung und Pflege von Gladiolen, denn deren Ansprüche ähneln sich sehr. Die Gladiole benötigt einen tiefgründigen, durchlässigen und fruchtbaren Boden. Der Standort sollte sonnig, aber windgeschützt sein. Schattige Plätze verträgt die schöne Blume nicht so gut, darunter leidet die Blütenbildung.

Leichten Sandböden wird zur Verbesserung gut verrotteter Kompost beigemischt. Schwere Lehmböden dagegen können mit Sand, der untergemischt wird, durchlässiger gestaltet werden.

Die Gladiole ist eine Knollenpflanze, das heißt, dass die Pflanze im Frühjahr aus der Knolle austreibt und sich nach der Blütezeit wieder in die Knolle zurückzieht und auch Nährstoffe in ihrer Knolle einlagert.

Knollen werden im Frühjahr frühestens ab Ende April ins Freiland gesetzt, denn sollte später zu den Eisheiligen noch einige Spätfröste auftreten, hat die Knolle noch nicht ausgetrieben und kann so den Frost unbeschadet überstehen. Die Gladiole blüht dann im Hoch- bis Spätsommer. Soll die Blüte früher beginnen, können die Knollen durchaus in einem Gewächshaus oder einem geschützten Platz in Töpfen vorgezogen werden.

Bei dieser Methode kann die Auspflanzung sogar gesteuert werden. Wöchentlich können bis etwa Juni vorgezogene Knollen in das Beet dazu gesetzt werden. So blühen die herrlichen Blumen bis weit in den Herbst hinein und verschönern den Garten mit ihrer Farbvielfalt.

Bei Gladiolen wählt man eine Pflanztiefe, die dem doppelten Umfang der Knolle entspricht. In der Regel ist das meist zwischen 10 cm und 15 cm Tiefe. Gladiolen sollten lieber 1 bis 2 cm zu tief gesetzt werden, denn sitzt die Knolle zu hoch, kann sie später den schweren Blütentrieb nicht halten. Gerät ein Blumenspross später doch ins Wanken, kann er an einen in der Erde eingelassen Pfahl gebunden werden.

Wer in seinem Garten über schweren Lehmboden verfügt, kann seiner Gladiole etwas Gutes tun, indem das Pflanzloch tiefer als nötig ausgehoben und Sand eingefüllt wird. Diese Methode verschafft der Knolle eine gute Drainage, denn Staunässe verträgt das Knollengewächs sehr schlecht.

Sind die Pflanzlöcher ausgehoben, werden die Gladiolen-Knollen mit der dickeren Seite nach unten eingesetzt. Die Triebspitze, an den Knollen gut erkennbar, muss nach oben zeigen, denn aus der Triebspitze entwickelt sich später der Stiel mit den herrlichen Blüten.

Nun werden die Knollen mit Erde bedeckt, leicht angedrückt und ausreichend gewässert. Je nach Sorte und Größe benötigen die Knollen zwischen 10 cm und 30 cm Abstand zueinander.

Kleiner Tipp: Besonders gut zur Geltung kommt die Gladiole, wenn sie in kleinen Gruppen zu fünf bis maximal 15 Knollen gesetzt wird.

Die richtige Pflege der Gladiolen

Gladiolen mögen keine Staunässe, allerdings bekommt ihnen große Trockenheit ebenso wenig. Das Beet sollte daher immer gut feucht gehalten werden.

Zum Düngen der Pflanzen kann der Hobbygärtner guten Kompost oder Hornspäne einsetzen. Beides versorgt die Pflanze mit den nötigen Nährstoffen.

Wer möchte, kann alternativ einen synthetischen Dünger einsetzen, der reich an Kalium ist. Sobald die Pflanze die Hälfte ihrer finalen Wuchshöhe erreicht hat, kann dieser Dünger bis zum Beginn der Blüte alle zwei bis drei Wochen verabreicht werden.

Gladiolen richtig überwintern

Gladiolen sind sehr wärmeliebend, da sie ursprünglich aus wärmeren Regionen stammen. Die meisten Gladiolen sind daher nicht winterhart. Es gibt zwar einige wenige winterharte Sorten, der Großteil der angebotenen Gladiolen Sorten muss allerdings frostsicher überwintern. Dazu muss die Knolle aus der Erde.

Ist die Blüte vorbei, vertrocknet der Spross gegen Herbst. Dieser wird dann bodennah abgeschnitten. Um die Knollen sicher zu überwintern, werden sie ausgegraben und der gröbste Schmutz mit einer weichen Bürste vorsichtig abgebürstet. Danach sollte man, um Schimmelbildung zu vermeiden, die Knollen für ein paar Tage an einem luftigen Ort trocknen lassen.

Bevor die Knollen in Sandkisten eingelagert werden, werden Tochterknollen, die sich gebildet haben, von der Mutterpflanze getrennt, alle Knollen untersucht und je nach Zustand entsorgt. Die Sandkisten kommen schließlich an einen kühlen, jedoch frostfreien Platz.

Ein Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit ist ideal. Die Luftfeuchtigkeit verhindert das Austrocknen der Knollen über den Winter. Alternativ können die Knollen gelegentlich kontrolliert und gegebenenfalls mit etwas Wasser angesprüht werden.

Expertentipp

Eine Vermehrung der Gladiolen funktioniert über Tochterknollen, als auch über Samen. Die Tochterknollen werden von der alten Knolle vorsichtig abgetrennt und können im Frühjahr als eigenständige Pflanze wieder in das Freibeet gesetzt werden.

Die Vermehrung durch Samen dagegen ist langwierig und recht schwierig. Wer allerdings eine Gladiolen-Sorte in seinem Garten hat, die im Handel nicht mehr erhältlich ist, sollte es auf jeden Fall probieren.

Nach der Blüte bleiben die Pflanzen unberührt, bis die Samenkapsel vollständig ausgereift ist. Dann wird sie abgeschnitten und der Samen entfernt.

Im Frühjahr können die Samen in kleinen Pflanztöpfen vorgezogen werden. In einen ausreichend großen Topf mit guter Anzuchterde die Samen großflächig aussäen und nur leicht mit Erde bedecken. Zum Gießen wird eine Sprühflasche benutzt. Sie reduziert das Risiko, dass der Samen zu nass oder ausgewaschen wird. Danach wird eine Plastiktüte über den Topf gestülpt, um ein feucht-warmes Klima zu erzeugen. Damit sich kein Schimmel oder Fäulnis bilden kann, muss der Topf jedoch täglich gut gelüftet werden.

Gladiolen Samen sind keine guten Keimer. Es kann sogar passieren, dass die Bemühungen vergebens sind. Ein Versuch ist es trotzdem Wert, denn keimen die Samen tatsächlich, wird der Hobbygärtner nach zwei bis drei Jahren mit robusten und kräftigen Pflanzen belohnt. Kleiner Tipp: Die jungen Knollen können durchaus bis zur endgültigen Aussaat ins Freie im Topf weiter gepflegt werden.

Häufig gestellte Fragen

Welche Krankheiten können entstehen?

Gladiolen sind während der Wachstumsphase anfällig für Knollen- und Stängelfäule. Speziell feuchte und kühle Witterung oder schwere lehmige Böden können den hübschen Pflanzen Probleme bereiten. Befallene Pflanzen müssen umgehend entsorgt werden, um ein Übergreifen auf andere Pflanzen zu verhindern.

Ist Knollen- oder Stängelfäule aufgetreten, sollten junge Knollen vor dem Einlagern im Winter gebeizt, beziehungsweise mit einem Fungizid behandelt werden.

Wie giftig sind Gladiolen?

Gladiolen sind trotz ihrer auffälligen Erscheinung völlig ungiftig. Teilweise können Gladiolen sogar verzehrt werden.

Wie werden Gladiolen am besten geschnitten?

Der Blattstängel kann nach dem Öffnen der ersten ein bis zwei Blüten als Schnittblume geschnitten werden. Dazu wird die Gladiole nicht direkt über dem Boden abgeschnitten, sondern es müssen vier bis fünf Blätter stehen bleiben. Diese Blätter sorgen dafür, dass die Pflanze Tochterknollen ausbilden kann, die für die Vermehrung der Pflanze wichtig sind.

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