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Beetpflanzen

Gladiolen – winterhart oder frostempfindlich?

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Gladiolen - winterhart oder frostempfindlich

Gladiolen, die zur Familie der Schwertliliengewächse gehören, sind eine sehr beliebte Zierpflanze. Die Heimat der Gladiolen reicht von Afrika über Vorderasien bis nach Südeuropa, wobei die Arten aus Südafrika die prächtigsten Blüten besitzen. Eine einzige Gladiolenart ist auch in Süddeutschland beheimatet, der Sumpf-Siegwurz (Gladiolus Palustris).

Schon an den Verbreitungsgebieten sieht man, dass es winterharte, aber auch frostempfindliche Gladiolen gibt. Die frostempfindlichen Gladiolen als Zierpflanzen sind meist Hybride, welche aus der Gruppe der Garten-Gladiolen kultiviert sind. In den nachfolgenden Abschnitten finden Sie Tipps zum Überwintern beider Arten.

Vorbereitungen vor dem Überwintern von frostempfindlichen Gladiolen

Vorbereitungen vor dem Überwintern von frostempfindlichen Gladiolen


Gladiolenknollen werden auf die Überwinterung vorbereitet, wenn die Blumen verblüht sind und beginnen zu welken, oder wenn die ersten Nachtfröste anstehen. Hierfür werden die Knollen vorsichtig aus dem Boden gegraben und die Erde von den Knollen entfernt. Das Laub an den Knollen darf erst abgeschnitten werden, wenn es vertrocknet ist, da die Knollen immer noch Kraft aus dem Laub ziehen. Wenn die Stängel komplett vertrocknet sind, können Sie etwa 10 cm über der Knolle abgeschnitten werden.

Die Knollen wiederum werden auf Schadstellen überprüft. Verfaulte, geschädigte und kranke Knollen müssen entsorgt werden. Dies wird am besten über den Hausmüll gemacht und nicht auf dem Kompost, da sonst die Krankheiten mit dem Kompost wieder ausgebracht werden. Von den trockenen Knollen werden die vertrockneten Zwiebelhüllen entfernt, bevor sie in ihre Überwinterungskiste kommen.

Frostempfindliche Gladiolen während des Winters

Frostempfindliche Gladiolen während des Winters
Die Knollen der Gladiolen werden in Kartons oder einer Holzkisten, die mit Papier ausgelegt sind, überwintert. Hier werden die Knollen nebeneinander, und nicht übereinander, gelegt. Sie können die Knollen auch nach Farbe zuordnen, wenn Sie sich im kommenden Jahr nicht überraschen lassen wollen.

In der Kiste werden die Knollen leicht mit einem Gemisch aus Sand und Erde bedeckt, so dass sie nicht austrocknen. Die Kiste wird in einen dunklen und kühlen Keller gestellt, der etwa 10 °C aufweist. Nicht geeignet sind Holzschuppen, wo es im Winter sehr kalt werden kann, oder der Heizungsraum, in dem es gleichmäßig warm ist.

Frostempfindliche Gladiolen nach dem Winter

Frostempfindliche Gladiolen nach dem Winter
Nach dem Winter werden die Gladiolen frühestens Ende April, nach den letzten Spätfrösten, in die Erde gesteckt. Das Pflanzloch wird dafür 10 bis 15 cm tief ausgehoben. Wenn der Boden allerdings sehr sandig ist, dann können die Knollen auch etwas tiefer in den Boden gesetzt werden, um die Standfestigkeit zu erhöhen. Bei sehr schweren Böden ist es dagegen ratsam, den Boden mit etwas Sand aufzubessern. Zwischen den Knollen sollte ein Abstand von 20 bis 30 cm eingehalten werden.

Sie können die Gladiolen in einer Reihe entlang eines Zaunes stecken, aber auch in einem Staudenbeet fühlt sich das Schwertliliengewächs sehr wohl.

Winterharte Gladiolen

Winterharte Gladiolen können auch in der kalten Jahreszeit an ihrem Standort bleiben. Sie halten bis zu einer Temperatur von etwa -20 °C der Witterung stand, dies aber nur über eine kurze Zeit. In sehr rauen Gegenden sollten Sie die Wurzeln der winterharten Gladiolen ausgraben und wie oben beschrieben im Keller überwintern.

Auch wenn die Gladiolen winterhart sind, benötigen sie einen Winterschutz. Dieser ist sehr einfach herzustellen. Hierfür wird eine dicke Schicht trockenes Laub über den Boden mit den Blumenzwiebeln verteilt. Es ist auch möglich, die Wurzeln mit verrottetem Kompost abzudecken. Wichtig ist nur, dass die Deckschicht luftdurchlässig ist. So entsteht kein Sauerstoffmangel und den Blumenzwiebeln droht bei Regen und Schnee keine Fäulnis.

Expertentipp

Um die Blütezeit der Gladiolenzwiebeln im Garten zu verlängern, empfiehlt es sich, diese zeitversetzt zu pflanzen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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