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Bäume

Bienenbaum – Pflanz-Ratgeber

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Bienenbaum - Pflanz-Ratgeber

Bienenbäume (Tetradium daniellii) sind unter anderem als Samthaarige Stinkeschen, Honigeschen, Tausendblütenstruch und Wohlduftrauten bekannt. Die Bezeichnung als Stinkesche ist irritierend, da die Gewächse einen angenehmen Duft verströmen. Bienenbäume gehören zur Ordnung der Seifenbaumartigen (Sapindales) und zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae). In diesem Beitrag finden Sie wissenswerte Informationen zur Pflanzung der Bäume.

Einzigartige Nektarlieferanten aus Asien

Bienenbäume wachsen recht schnell und sind einzigartige Nektarlieferanten. Die sommergrünen Bäume bilden recht kurze, krumme Stämme und können in freier Natur Wuchshöhen von über 20 Metern erreichen. Die Blütezeit der prächtig blühenden Gehölze beginnt im Juni und zieht sich bis in den August. Die als Kulturform eher kleinwüchsigen Stinkeschen sorgen für Biodiversität und bieten einen eindrucksvollen Anblick in heimischen Gärten.

Ihre ursprüngliche Heimat ist Korea und China, wo sie in den Provinzen Anhui, Gansu, Hunan, Shandong, Shaanxi und in der namensgebenden Provinz Hubei zu finden sind. Bienenbäume gedeihen in ihrer Heimat auf Ebenen und in Höhenlagen von bis zu 3.000 Metern. In Mitteleuropa gelten sie daher als winterhart.

Attraktive Kleinbäume in heimischen Gärten

Ein hierzulande kultivierter Bienenbaum wird selten höher als 12 Meter. Die Rinde ist glatt und grau gefärbt. Pro Jahr werden 20 bis 40 Zentimeter an Höhe zugelegt. Die Krone kann einen Durchmesser von 8 bis 10 Metern erreichen, weshalb bereits vor der Pflanzung ausreichend Platz eingeplant werden sollte.

Bienenbäume besitzen ledrige, gefiederte Blätter, die etwa 30 Zentimeter lang werden. Die einen Zentimeter kleinen, nektarreichen, cremeweißen Blüten stehen in großen, aufrechten Trugdolden. Die recht späte Blütezeit macht sie zu einer besonders wertvollen Nahrungsquelle für Bienen und andere nützliche Insekten.

Ab August bilden sich aus den Blüten rote Kapselfrüchte, die ebenfalls einen attraktiven Anblick bieten. Die purpurroten Früchte mit den schwarzen, ölhaltigen Samen sind eine ideale Nahrungsquelle für Vögel. Die bizarren Blütenstände machen auch in einer Vase eine gute Figur.

Pflanzung

Als Standort für Bienenbäume bieten sich warme, vor kalten Ostwinden geschützte, vollsonnige bis halbschattige Bereiche an. Die Gewächse sollten im Frühjahr gepflanzt werden, sodass sie sich bis zum Winter etablieren können. Sie bevorzugen nährstoffreiche, frische und durchlässige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7. Es ist ratsam, den Wurzelbereich nach der Pflanzung mit Hornspänen zu bestreuen oder Humus als Mulch aufzubringen.

Im Winter sind Schutzmaßnahmen in kühlen Regionen für frisch gepflanzte oder junge Exemplare empfehlenswert. Dazu bringt man Laub auf den Wurzelbereich aus und stabilisiert es mit Reisig von Nadelbäumen. Die glatte, graue Rinde ist anfällig für Frostrisse. Mit einer Stamm-Manschette aus Jute, Gartenvlies oder Schilf kann dem vorgebeugt werden.

Pflege und Beschnitt

Gut verwurzelte Bienenbäume sind relativ anspruchslos. Sie kommen mit Hitze und Trockenheit gut zurecht. Während langanhaltender Trockenphasen und in trockenen Jahren sollten die Bäume im Sommer und im Winter regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Regelmäßige Düngergaben sind nicht erforderlich.

Samthaarige Stinkeschen blühen ausschließlich am jungen Holz. Vor dem Austrieb kann der Blütenansatz im späten Winter verbessert werden, indem die Triebe des Vorjahres auf wenige Augen zurückgeschnitten werden. Auf diese Weise kann zudem auf die Entwicklung der Kronen Einfluss genommen werden. Ein zusätzliches Auslichten der Kronen empfiehlt sich in regelmäßigen Abständen.

Expertentipp

In feuchte oder lehmige Böden sollte vor der Pflanzung Sand eingearbeitet werden. Sehr sandige Böden kann man mit Humus oder Komposterde aufwerten, um sie an die Bedürfnisse eines Bienenbaums anzupassen.

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