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Pflanzenvermehrung

Bougainvillea über Samen oder Stecklinge vermehren?

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Bougainvillea über Samen oder Stecklinge vermehren

Bougainvillea kann auf verschiedenen Wegen vermehrt werden. Sowohl die Fortpflanzung über Samen und Stecklinge als auch über Absenker ist bei diesem Gewächs möglich. In diesem Beitrag stellen wir die unterschiedlichen Möglichkeiten mitsamt ihren Vor- und Nachteilen vor.

Vermehrung über Samen

Vermehrung über Samen


Die Samen der Bougainvillea bilden sich in Schoten, die im Herbst anstelle der Blüten wachsen. Nach dem Abschneiden und Trocknen dieser Schoten lassen sie sich einfach öffnen und die winzigen Samen können entnommen werden. Ebenso sind sie im stationären Fachhandel oder online erhältlich.

Auf Anzuchterde gegeben und leicht mit dem Substrat bedeckt, setzt die Keimung durch stetiges Feuchthalten, einer Umgebungstemperatur von wenigstens 20°C und Sonne nach etwa vier Wochen ein. Die Jungpflanzen dürfen umgetopft werden, wenn sie eine Höhe von 15 Zentimetern erreicht haben. Bei sehr trockener Raumluft empfiehlt sich ein Zimmergewächshaus, um die Keimung zu beschleunigen.

Bei dieser Form der Vermehrung ist Geduld erforderlich. Nicht alle Samen keimen und auch die Jungpflanzen sind zunächst sehr empfindlich.

Stecklinge der Drillingsblume

Stecklinge der Drillingsblume
Für diese Form der Vermehrung werden reife Triebe mit einer Länge von 15 bis 20 Zentimetern benötigt. Das Abschneiden erfolgt schräg mit einer scharfen und desinfizierten Gartenschere. Durch diesen Schnitt vergrößert sich die Schnittfläche und damit die Chancen einer Bewurzelung. Vorzugehen ist dabei wie folgt:

  • Die Blätter an den unteren zwei Dritteln des Stecklings abschneiden.
  • Die Schnittfläche mit Bewurzelungshormonen versehen. Dazu wird sie mit dem Puder bestäubt. Überschüssiges Pulver sollte vorsichtig abgeklopft werden.
  • Der Steckling wird leicht schräg etwa vier bis fünf Zentimeter tief in Anzuchterde für Samen und Stecklinge gesetzt und die Erde leicht angedrückt. Damit es nicht zum Umknicken oder Abbrechen kommt, empfiehlt es sich das Loch mit einem Schaschlikspieß, einer Stricknadel oder einem Stift vorzustechen.
  • Nach dem Angießen wird eine transparente Plastiktüte oder -folie über den Topf gestülpt. Diese hilft die Feuchtigkeit zu halten und die Bewurzelung voranzutreiben.
  • Das Wachstum der Wurzeln ist am Austrieb neuer Blätter erkennbar.

Als Standort sollte ein Platz mit einer Temperatur zwischen 18 und 24°C gewählt werden, der hell aber nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Der ideale Zeitpunkt für die Gewinnung von Stecklingen ist das späte Frühjahr bis hin zum frühen Sommer.

Absenker zur Vermehrung

Das Anfertigen von Absenkern hat mehrere Vorteile. Die einzelnen Triebe sind anfangs mit der Mutterpflanze verbunden und werden durch diese versorgt. Die Wurzeln können sich allmählich bilden, bis es zur Trennung vom Hauptgewächs kommt. Dadurch ist der Erfolg bei dieser Form der Vermehrung garantiert. Zudem erfordert die Methode nur wenig Aufwand.

Ein etwa 30 Zentimeter langer Trieb wird nach unten gebogen und in eine Erdrille gedrückt. Durch einen Stein beschwert, sollte die Kontaktstelle vollständig in Substrat liegen und die Triebspitze wenigstens 10 bis 15 Zentimeter unter dem Stein hervorschauen. Um die Bewurzelung an der gewünschten Stelle zu beschleunigen, kann der Trieb leicht mit einem scharfen Messer eingeritzt werden. Durch das Aufliegen auf dem Substrat bilden sich nach etwa einem Monat die ersten Wurzeln aus. Nach zwei bis drei Monaten ist es dann möglich, den Absenker von der Mutterpflanze zu trennen.

Expertentipp

Sowohl bei Stecklingen als auch bei Absenkern sollte zum Schnitt eine saubere und scharfe Schere verwendet werden. Der Einsatz von Reinigungsalkohol auf den Schneiden ist vor und nach dem Einsatz empfehlenswert. Hierdurch wird die Übertragung von Keimen und Parasiten reduziert.

Häufig gestellte Fragen

Sind Samen oder Stecklinge besser zur Vermehrung der Bougainvillea?

Die Vermehrung durch Stecklinge ist schneller, aber ebenso wie das Keimen von Samen nicht immer von Erfolg gekrönt.

Warum sind Absenker die sicherste Variante?

Bei dieser Methode können sich die Wurzeln entwickeln, während der Trieb weiterhin von der Mutterpflanze versorgt wird. Hierdurch ist die Erfolgsrate deutlich höher.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Vermehrung?

Wenn sie besonders stark und aktiv austreibt. Das ist in der Regel im späten Frühjahr der Fall. 

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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