Connect with us

Schädlinge

Brennnessel gegen Blattläuse einsetzen

Veröffentlicht

auf

Brennnessel gegen Blattläuse einsetzen

Brennnesseln im heimischen Garten sind für viele Hobbygärtnern ein Ärgernis. Das vielseitige Wildkraut wird – zu Unrecht – gern als nutzloses Unkraut angesehen. Schmetterlingsraupen und viele weitere Insekten dagegen, wissen die Eigenschaften der Brennnessel zu schätzen und nutzen diese gern als nahrhafte Futterpflanze.

Was Sie über die Brennnessel wissen sollten

Was Sie über die Brennnessel wissen sollten


Wer in der Brennnessel nichts weiter als ein nutzloses Kraut sieht, tut der nährstoffreichen Pflanze Unrecht. Das Gewächs ist vielseitig und kommt sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde zur Anwendung. So kann ein einfacher Brennnesseltee eine großartige Wirkung haben. Er unterstützt Sie bei der Entwässerung Ihres Körpers, lindert Magenbeschwerden und hilft gegen Blasenentzündungen.

Doch auch in Ihrem Garten können Sie von den guten Eigenschaften der Brennnessel profitieren. Aus der Pflanze lässt sich ein hervorragender natürlicher Dünger herstellen, den Biogärtnern längst für sich entdeckt haben: die Brennnesseljauche. Zugegeben, das Gebräu – das durch einen Gärungsprozess entsteht – riecht alles andere als gut, doch es versorgt Ihre Pflanzen mit wichtigen Mineralien und Nährstoffen.

Brennnesselsud gegen Blattläuse herstellen

Brennnesselsud gegen Blattläuse herstellen
Während Brennnesseljauche mit kaltem Wasser angesetzt wird – und erst nach einem rund zweiwöchigen Gärungsprozess zum Einsatz kommen kann – können Sie Brennnesselsud bereits nach kurzer Zeit verwenden, um Pflanzenschädlingen den Kampf anzusagen.

Die Herstellung des Brennnesselsuds ist denkbar einfach. Sie brauchen dazu frische Brennnesselblätter und -triebe und Regenwasser. Pro zwei Liter Wasser benötigen Sie 200 Gramm Brennnesseln. Schneiden Sie die Brennnesseln mit einer Schere in kleine Stücke und legen Sie diese in ein hitzebeständiges Gefäß. Lassen Sie die Nesseln für ein paar Stunden welken. Bringen Sie nun ihr Regenwasser zum Kochen und gießen Sie es über die kleingeschnittenen Brennnesselblätter. Lassen Sie den Aufguss rund 24 Stunden ziehen und rühren Sie das Gemisch in regelmäßigen Abständen um. Nach Ablauf der Zeit, sollten Sie den Sud durch ein möglichst feines Küchensieb gießen. Zur Aufbewahrung der so gewonnenen Flüssigkeit eignet sich zum Beispiel ein Glas mit Schraubverschluss.

Vergessen Sie nicht, sowohl bei der Ernte als auch beim Zerschneiden der Brennnesseln geeignete Handschuhe zu tragen.

Brennnesselsud richtig anwenden

Brennnesselsud richtig anwenden
Verdünnen Sie zunächst Ihren Brennnesselsud – auf einen Teil Sud, sollten Sie zehn Teile Regenwasser geben. Füllen Sie die fertige Lösung in eine Sprühflasche. Zur Bekämpfung von Blattläusen, sollten Sie die befallenen Pflanzen insgesamt rund dreimal mit dem verdünnten Nesselsud einsprühen. Vergessen Sie dabei nicht, auch die Unterseiten der Blätter mit den Sud zu benetzen. Lassen Sie zwischen den Behandlungen der Pflanzen jeweils einen Tag vergehen.

Expertentipp

Wenn das Ernten von Brennnesselblättern nicht zu Ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört, sollten Sie darüber nachdenken, sich einen Vorrat anzulegen. Sie sollten dazu die Blätter und Triebe – noch bevor die Brennnesseln blühen und Samen ansetzen – abernten. Die ideale Zeit dafür liegt in den Monaten Mai und Juni. Breiten Sie Ihre Ernte an einem luftigen Ort aus, um diese zu trocknen. Vermeiden Sie es, die Brennnesseln der prallen Sonne auszusetzen. Ist alles getrocknet, können Sie Ihre Ernte grob zerkleinern und – in einem Schraubglas oder einer Dose – an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren. 500 Gramm frische Nesseln ergeben rund 150 Gramm Trockenkraut.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Robert Knapp
© www.istockphoto.com/imv
© www.istockphoto.com/robertprzybysz
© www.istockphoto.com/Helin Loik-Tomson

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär